Bioscan SWA – Was kann das Gerät? Bringt es was?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Technologische Fortschritte sind in der Medizin keine Seltenheit. Die Innovationsrate in der Gerätetechnologie ist in kaum einem Berufsfeld so hoch.

Der Kostenfaktor für die meisten medizinischen Diagnose-Geräte ist immens. Daher kann sich auch nicht jede Praxis oder Klinik die modernsten medizinischen Gerätschaften leisten.

Zudem möchten viele Institutionen erst wissenschaftliche Analysen und Praxisteste abwarten, bevor sie selbst Geld in neue Geräte investieren.

Das könnte auch beim neuen BIOSCAN SWA der Fall sein.

SWA steht für die Skalar-Wellen-Analyse. Zur Theorie der Skalarwellen will ich hier gar nicht weiter schreiben, da das Thema recht komplex ist.

Bei dem Bioscan selbst handelt es sich um eine ziemlich "schnelle" Diagnosemethode, die für den Patienten absolut schmerzlos und nicht belastend ist. Sie beruht auf einem simplen "Körperscan", der genau 90 Sekunden Zeit in Anspruch nimmt.

Was leistet die Skalar-Wellen-Analyse mit dem BIOSCAN SWR?

Die Skalar-Wellen-Analyse gibt nach 90 Sekunden Messdauer durch mehr als 230 ablesbare Einzelwerte Auskunft über zahrleiche Gesundheitsparameter eines Patienten.

In erstaunlich kurzer Zeit kann beispielsweise die derzeitige Stoffwechseleffizienz ermittelt werden. Der Diagnostiker kann mit dem BIOSCAN auf die Schnelle den Status von Vitaminen und Mineralstoffen, Aminosäuren und Fettsäuren, Spurenelementen und Enzymen ermitteln.

Außerdem erkennt er durch das neuartige Analysegerät etwa vorhandene Belastungen mit (einigen) Toxinen. Schwermetallbelastungen mit Blei oder Aluminium, Quecksilber oder Arsen sind ebenso abzulesen, wie solche mit Fungiziden oder Pestiziden aus Nahrungsmitteln.

Damit wäre unter anderem eine Erklärung von unspezifischen Symptomen möglich, die Mediziner und Labordiagnostiker ohne solche Diagnostik oft gar nicht zuordnen könnten.

Des Weiteren sind durch den BIOSCAN SWA Daten über

  • den Kollagenstatus der Haut
  • den Zustand des Immunsystems
  • aktuelle Übersäuerungswerte
  • vorliegende Allergien
  • den Status des Flüssigkeitshaushalts
  • hormonelle Gegebenheiten
  • unentdeckte entzündliche Prozesse
  • das Verdauungssystem (z. B. die Floratätigkeit, die Peristaltik oder die Absorptionsfähigkeit)
  • das artierielle und venöse Gefäßsystem
  • die aktuellen Blutzucker- und Blutfettwerte
  • den Fettstoffwechsel und die Cholesterinwerte
  • die Leber- und Nierenfunktion
  • das derzeitige Osteoporoserisiko
  • die allgemeine und spezielle Durchblutung
  • oder die Effizienz von Organtätigkeiten

abzulesen.

Die gesamte Datenlage, die durch den BIOSCAN SWA ermittelt werden kann, erfordert keine Entnahme von Blut, keine Laboranalysen und keine langwierigen Allergietests oder Langzeit-Untersuchungen mehr.

Die Analyse-Ergebnisse werden neben den Messwerten auch übersichtlich als "Ampel" (grün, gelb, rot) dargestellt.

Sie ermöglichen so einen schnellen Überblick über den Gesundheitszustand eines Patienten. Damit könnte durch den BIOSCAN SWA eine wesentlich umfassendere Diagnostik in viel kürzerer Zeit vorgenommen werden. Die Mediziner hätten einen wesentlich umfassenderen Eindruck von der Gesundheit ihrer Patienten als bisher.

Wie funktioniert das BIOSCAN SWA-Messprinzip?

Prinzipiell wird beim Körperscan mit dem BIOSCAN SWA das Prinzip des "kernspintomografischen Feldes" genutzt. Über eine Hand-Elektrode wird auf festgelegten Frequenzen die Antwort bestimmter Organfelder oder Substanzen abgefragt. Das funktioniert über verschiedene Resonanzschwingungen. Diese können über die Hand-Elektrode wahrgenommen und aufgezeichnet werden.

Die Messergebnisse werden in einem zweiten Schritt mit zuvor festgelegten Normwerten verglichen. Die Normwerte wiederum werden aus Referenzdaten zusammengestellt, die durch die Analyse von mehr als 100.000 Patientendaten ermittelt wurden, die wohl aus der Praxis / Klinik von Dr. med. Siegfried Rilling stammen, der das Gerät auch entwickelt hat.

Das BIOSCAN SWA System kann nun anhand des Vergleichs beider Datensätze eine Analyse vornehmen und die Ergebnisse des Patienten bildlich darstellen.

Dabei soll die Interpretation der Patientendaten vergleichbar mit der Qualität von Laboranalysen sein, die aufgrund einer Vollblut-Analyse ermittelt wurden.

Die Genauigkeit der Datenerhebung und -analyse soll bei 95 Prozent liegen, was ich aber so nicht bestätigen kann.

Der Umfang der BIOSCAN-gestützten Datenerhebung ist allerdings weitaus größer als das, was die Standard-Laborwerte als Parameter zur Beurteilung der gesundheitlichen Situation ergeben und das macht das Gerät für eine "Übersichtsdiagnose" dennoch hilfreich.

Worin liegen die Vorteile des BIOSCAN SWA?

Wenn der Diagnostiker die Scans alle sechs Wochen wiederholt, kann er Behandlungsforschritte sichtbar machen. Der Therapieverlauf kann schnell, umfassend und kostengünstig verfolgt werden. Außerdem kann festgestellt werden, ob der Patient tatsächlich alle verordneten Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente vertragen hat oder nicht.

Ebenso kann ihre Effektivität analysiert werden. Der Ernährungs- und Behandlungsplan, der nach dem BIOSCAN SWA mit dem Patienten besprochen wird, kann wesentlich umfangreicher und genauer auf seine individuellen Bedürfnisse und gesundheitlichen Problemfelder eingehen.

Dank der wiederholbaren Scan-Analyse kann die Behandlung jeweils nach vier bis sechs Wochen dem aktuellen Gesundheits-Status angepasst werden - und zwar aufgrund aktueller patienteneigener Daten und nicht aufgrund allgemeiner Erfahrungswerte oder anerkannter Studienergebnisse.

Die Skalar-Wellen-Analyse hat somit großes Potenzial. Inwieweit sie sich durchsetzen kann, ist eine Frage, die viele Instanzen entscheiden und noch nicht abschließend beantwortet werden kann.

Bevor neue Gerätschaften sich im Medizinbetrieb durchsetzen können, werden sie zu Recht auf Herz und Nieren geprüft.

Kritik am Bioscan und eigene Testergebnisse

Im Internet findet man inzwischen einige Beiträge, die mit Kritik an diesem Gerät nicht sparen.

Klar: Man darf den gleichen Patienten nicht zweimal direkt hintereinander messen, denn das führt zu völlig paradoxen Ergebnissen. Das sagt übrigens auch der Hersteller. Wenn das mit den Skalarwellen stimmt, dann macht das auch Sinn.

Im Internet melden sich auch teilweise Personen zu Wort, die selbst zugeben haben, keinerlei Erfahrung mit dem Gerät zu besitzen, sich aber dennoch eine "Meinung" erlauben.

Beispiel gefällig? Da behaupten selbst Käufer dieses Gerätes allen ernstes, dass sie eine Frau scannen und das Gerät eine Prostataverkalkung diagnostiziert. Da muss man sich schon fragen, ob die "Käufer" nicht wissen, dass man bei der Eingabe der Daten auch das Geschlecht angeben muss?

Ich könnte die Kritikpunkte jetzt hier weiter ausführen, was aber letztlich keinen Sinn macht.

Klar: ich bin bei solchen Geräten immer skeptisch. Zahlreiche Anbieter ähnlicher Geräte habe ich wieder (mit Gerät) nach Hause geschickt. Den Bioscan SWA habe ich aber behalten. Warum?

Ich habe das Gerät einfach an zahlreichen meiner "Alt-Patienten" getestet und gewartet, ob mir das Gerät die bekannten und durch Befunde belegten Probleme / Beschwerden zeigt.

Dieser Patienten-Test hat mich überzeugt. Allerdings muss ich dazu sagen, dass die "Tendenz" der Pathologien stimmte. Einige der Bioscan- Werte sind auch  abhängig von der Tagesform des Patienten - und das macht es teilweise tückisch.

Daher lautet mein Fazit:

Der Bioscan ist ein brauchbares Hilfsmittel, um eine rasche Übersicht zu bekommen. Als alleiniges Diagnose-Gerät sollte es meines Erachtens nicht verwendet werden. Ich nutze es nur, um eine Übersicht zu bekommen, wo zum Beispiel in komplexen Fällen (viele Beschwerden / Krankheiten gleichzeitig, mulimorbide Fälle etc.) der Fokus liegen könnte.

Und genau hier hat der Bodyscan seine Stärke. Eine kompletter Vitamin-Status kostet rasch einige hundert Euro. Eine qualitative Stuhldiagnotik  liegt ebenfalls bei wenigstens 80.-Euro - eher bei 120.- Euro. Von den weiteren Laborwerten mal ganz zu schweigen.

Das Gerät wird mittlerweile auch z.B. in Reformhäusern und anderen "Einrichtungen" als "Schnell-Diagnose" eingesetzt und beworben. Hier rate ich zur Vorsicht! Ich halte die Aussagen einiger Berater, die ich bisher zu hören bekam (für gelinde gesagt) unseriös. Das darf man aber nicht dem Gerät anlasten.

Für Anwender noch wichtige Tipps:

Router, Handys usw. sollten sich NICHT in der Nähe des Gerätes befinden. Der Proband sollte auch nicht auf den Monitor mit der "Messkurve" schauen. Ebenso sollten sich auf dem (Auswerte)-PC nur das Betriebssystem, sowie das Bioscan-SWA Programm befinden. Ebenso sollte dieser PC niemals Kontakt zum Internet bekommen.