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1

Montag, 15. Dezember 2014, 15:48

Medikamente gegen Schilddrüsenunterfunktion

Eine wahrscheinlich ziemlich dumme Frage: Kriegt man denn do etwas tatsächlich mit Naturheilkunde hin?

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Hallo Inga,
ich habe heute deine Frage in die Kategorie "Krankheiten, Beschwerden und Symptome" kopiert/verschoben.
Medikamente gegen Schilddrüsenunterfunktion

Liebe Grüße
Bernd

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bermibs« (21. Dezember 2014, 19:43) aus folgendem Grund: Beitrag als Thema in andere Kategorie verschoben


bermibs

Moderator

Beiträge: 1 052

Wohnort: Bestensee

Beruf: Ruheständler ;o)

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2

Sonntag, 21. Dezember 2014, 20:52

Hallo Inga,

in diesem Forum und auch sonst gibt es keine dummen Fragen. Wissen kann man vielfach nur durch Fragen erlangen, vor allem wenn es um Erfahrungen geht. Deshalb keine falsche Zurückhaltung :rolleyes:

Jetzt möchte ich aber mein Versprechen einlösen.
Eine Schilddrüsenunterfunktion lässt sich größtenteils alternativ sehr gut therapieren. Die Schilddrüse ist für ihre wichtige und sensible Funktion auf eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen angewiesen. Eine Unterfunktion geht oft auf einen chronische Mangel zurück.

Natürlich sollte der Großteil dieser Nährstoffe über eine gesunde Ernährung abgedeckt werden. Sie sollte überwiegend vegan (ca. 90 %) und reichlich (maximal?!) naturbelassen sein. Also viel frisches Obst, Gemüse, Wurzelgemüse, Nüsse, Kerne u.d.g. Im tierischen Bereich (10 %) sollte Schwerpunkt auf Kaltwasserfisch wegen seines hohen Anteils an Omega 3 gelegt werden.

Es gibt aber auch Mikronährstoffe, die über die Nahrung generell nicht ausreichend aufgenommen werden bzw. in den "modernen" Lebensmitteln zu schwach vertreten sind.
Zum Ersten gehört das Vitamin D, dessen Mangel geografisch bedingt ist. Dieses Basishormon steuert nahezu alle Zellen (Gene) über den Zellkern. Somit auch die Funktion der Schilddrüsenzellen. Hier sollten über Supplemente Blutspiegel bei 25D von mindestens 40 ng/ml, besser 60 - 100 ng/ml sichergestellt werden.
Zum Zweiten gehört insbesondere Selen, da wir in Deutschland sehr selenarme Böden haben. Hier ist auch eine Supplementierung angeraten.

Hier eine orthomolekulare Übersicht zur [Link zu Schilddrüsenunterfunktion bei Wunsch per PN]

Eine Besonderheit besteht natürlich bei der Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis. Hier ist mit einer Jodzufuhr sehr vorsichtig umzugehen. Diese Erkrankung bedarf einer komplexen Therapie wie der Zellsymbiosetherapie (Entgiftung, Entsäuerung, Beseitigung von oxidativem, nitrosativem Stress, Beseitigung von Entzündungsprozessen, Regulierung des Immunsystems, Aktivierung von Mitochondrien u.a.).
Liebe Grüße
Bernd
„Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bermibs« (1. Februar 2015, 17:55)


Fred Ho

Profi

Beiträge: 48

Beruf: Gesundheits- u. Ernährungsberater, Mikronährstoffmedizin

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3

Dienstag, 23. Dezember 2014, 19:41

Hallo Inga,

insbesondere der unterschätzte Mangel an Spurenelementen durch ausgelaugte Böden hat so seine Tücken. Auch eine strikt vegane Ernährung kann z.B. ein Zinkmangel hervorrufen. Die elementare Wichtigkeit von Spurenelementen zeigt sich in ihrem enzymatischen Bestand und dem Schutz/ Aufbau unserer DNA und mtDNA sowie weitere Stoffwechsel bedingter Aufgaben.
Einiges zum Thema Hypothyreose steht ja in der Übersicht von Bernd Schildrüsenunterfunktion.
Hier möchte ich aber noch etwas detailierter eingehen. Das für die Dejodierung (fT4 zu fT3) notwendige Selen, bleibt nahe zu unabdingbar bei einer Hypothyreose. Dabei ist zw. organ- und anorganischem Selen zu unterscheiden, wobei letzteres unbedingt außerhalb von Nahrung einzunehmen ist, d.h. wegen der hohen Bindungsfreudigkeit von Schwermetalen kann es dazu kommen, dass das "Pulver auf dem Weg zur Schilddrüse schon verschossen wurde" und nichts mehr für die Dejodierung übrig bleibt. Hilfreich kann Methionin (auch zur Harnansäurung bei chron. Blasenentzündungen) als "Selenschleuser" und auch L Tyrosin (Aminosäure als Bestandteil von Schildrüsenhormonen) sein.
Das Thema Jod ist widerum sehr speziell. Einen Mangel kann hier nicht konstatiert werden, eher das Gegenteil ist ein Problem. Sollte aber ein Mangel im Organismus nachgewiesen werden, liegt dass eher an einem Aufnahmeproblem. Nun wurde Eisen, in benannter Übersicht, schon als limitierender Faktor identifiziert, aber nicht die Eisen limitierenden Faktoren. Hierbei spielen Kupfer, Molybdän und Eisen ein Dreiecksgespann welche sich gegenseitig beeinflussen. Also bevor Eisen substituiert wird, ist es aus oxidativer Sicht besser erst einmal Kupfer einzunehmen.
Ideal wäre ein höher dosiertes eisenfreies Multivitaminpräparat mit Spurenelementen, 2x200µg anorga. Selen, 1-2g L-Tyrosin, 0,5-1g Methionin. Allerdings ist von einer Eigentherapie, ohne therapeutische/ ärztliche Kontrolle mit entsprechendem Kontrollabor, abzuraten.

Liebe Grüße
Fred
Ehrlichkeit ist hart, aber dafür unbeliebt. :D

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Donnerstag, 22. Januar 2015, 19:02

Ich habe Hashimoto und das übliche Salz durch Meer- bzw. Steinsalz ersetzt. Außerdem bin ich seit Neustem komplett auf Bio-Ernährung umgestiegen, da "herkömmliche" Lebensmittel zu stark mit Herbiziden, Pestiziden und Fungiziden belastet sein können (siehe mein entsprechendes Thema über Glyphosat & Co. in diesem Forum). Eine Kapsel Astaxanthin (aus der Alge hergestellt) (NICHT Krillöl) jeden Tag verhindert, dass ich aufgrund von Entzündungen einen "Infekt" nach dem anderen bekomme. Bisher habe ich von Schüsslersalzen sehr profitiert, und zwar von Ferrum phosphoricum D12, Kalium sulfuricum D6, Silicea D12, Calcium sulfuricum D6. Das macht Sinn, da die Uni Leipzig herausgefunden hat, dass sich das Glyphosat an wichtige Mineralien bindet, die hernach dem Körper nicht mehr zur Verfügung stehen. Mit Umstellung der Ernährung auf "Bio" habe ich das Gefühl, dass ich diese Salze nicht mehr brauche. Außerdem werden für uns wichtige Bakterien im Darm abgetötet. Die Bakterien, die uns eher schaden sind tolerant gegen Glyphosat.

Ich weiß auch, dass das Bundesinstitut für Risikobewertungen Gegendarstellungen zu den Forschungen der Uni Leipzig ins Netz gestellt hat. Die Bilder von Kühen mit Botulismus, missgebildeten Fröschen und vor allem missgebildeten KINDERN in Lateinamerika kann man aber nicht wegdiskutieren.

Da ich bereits krank bin, möchte ich lieber vorsichtiger sein.

Selen, Zink, Vit B hatte ich zwischenzeitlich auch supplementiert.
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