Apis Mellifica

Mittelherkunft und arzneiliche Wirkung von Apis Mellificia

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Apis wird aus dem ganzen Körper der Honigbiene hergestellt, wobei Arbeiterinnen-Bienen unter Alkoholzusatz zerrieben werden.

Für die vergleichbaren Mittel Apisinium oder Apium virus wird nur der Inhalt der Giftblase verwendet. Die Indikationen für Apisinium und Apis entsprechen sich.

Es gibt ein weltweites Vorkommen von Apis Mellifica. Das Mittel enthält u.a. antigen wirkende Saponine, Histamine, Tryptophan und Hämolysine.

Das Bienengift hat insgesamt eine den Schlangengiften nicht unähnliche Wirkung: es zerstört Zellgewebe (bis hin zur Nekrose), wirkt hämolysierend,wirkt neurotoxisch (bis hin zu Lähmungen und Krämpfen). Ein nicht allergisch reagierender Mensch kann maximal 500 Bienenstiche überleben.

Der Kern des Mittels in der Homöopathie

Kern von Apis Mellifica sind in der Homöopathie: nervöse Ruhelosigkeit, Durstlosigkeit und relativ plötzlich auftretende Beschwerden, die einen brennenden, stechenden und einen einschiessenden Schmerz erzeugen. Es entstehen außerdem blass rote, wächserne Hautschwellungen.

Apis Mellifica hat vor allem eine Beziehung zu folgenden Organen und Funktionskreisen

alle Gewebe

  • subakute, ödematöse Entzündungen (Ödeme)
  • Rötung
  • brennend-stechende Schmerzen

alle Gewebeoberflächen (Haut, Schleimhäute, seröse Membranen)

  • brennende, juckende Exantheme
  • Exantheme als Ausdruck einer tiefer liegenden Störung

speziell Drüsengewebe

  • ödematöse Entzündung
  • v.a. Hoden und Ovarien
  • v.a. linksseitig

Apis ist eher ein "rechtsseitiges" Mittel

Allgemeine Symptome

Apis-Patienten sind meist warmblütig, denen es in warmen und geschlossenen Räumen generell schlechter geht. Darüberhinaus sind die Patienten meist ohne Durst und sind stark berührungsempfindlich. 

Körperliche Symptome

Apis hat eine deutlich hyperämisierende Wirkung auf die Gewebeoberflächen, Folge sind blass-rote, wächserne Schwellungen aller Schleimhäute und Hautareale; im sonstigen Organismus kommt es zu Beschwerden infolge Blutfülle und Kongestionen. An der Haut zeigen sich blass-rote, wächserne Hautschwellungen.

In Frage kommt Apis wenn akute Ausschläge wird z.B. bei Masern, Scharlach oder einer Nesselsucht mit unterdrückenden Mitteln behandelt wurde.

Auffällig für Apis-Patienten sind auch oft die sackartig aufgedunsenen Schwellungen unter den Augen.

Weitere mögliche körperliche Symptome:

  • Glottisödem
  • brennende, schießende Schmerzen, die sich bessern durch waschen oder befeuchten der betroffenen Stellen.
  • Nesselsucht (Urtikaria) bei Asthma, Wetterwechsel oder beim Schwitzen
  • Erysipel im Gesicht
  • Durchfall mit unwillkürlichem Stuhlabgang
  • Hirnhautentzündung und Cri encephalique
  • Albuminurie nach Scharlach

Psychische Symptome

Die Beziehung zum Wesen der Biene zeigt sich in der Aktivität, wie auch der Wechselhaftigkeit der Stimmung; auch die Arbeitsorientierung („Bienenfleiss“) kommt hier zum Ausdruck. Es sind fast zappelige, arbeitsame, fleissige Typen; sie reagieren oft unangemessen und nicht vorhersagbar; Apis-Typen sind sehr fürsorglich und schützen ihre Umgebung mit Vehemenz. Sind reizbar und schwer zufrieden zu stellen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.07.2012 aktualisiert

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