Allergie Glossar und Begriffe 

Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe der Allergologie und deren Bedeutung:

Allergen: Ein Allergen ist ein "körperfremder Stoff"; meistens ist es eine Eiweißverbindung, die eine Allergie auslöst.

anaphylaktischer Schock (allergischer Schock, Anaphylaxie): stärkste, oft lebensbedrohliche allergische Reaktion.

von: René Gräber - Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Antihistaminika: Medikamente zur Verhinderung der Histaminausschüttung bei einer Allergie.

Antikörper: körpereigene Eiweißmoleküle (Immunglobuline), die körperfremde Stoffe fangen bzw. für die Fresszellen markieren.

Etagenwechsel: Ausweitung bzw. Wanderung einer Allergie von den oberen Atemwegen (Nasenbereich) in die unteren Atemwege (Bronchien). Bei ca. 30 % aller Pollenallergiker entwickelt sich innerhalb von 10 Jahren aus dem Heuschnupfen ein allergisches Asthma.

Histamin: Gewebshormon, das bei einer allergischen Sofortreaktion die typischen Allergiesymptome, z. B. Juckreiz, verstärkten Sekretfluss oder Quaddelbildung, bewirkt.

Hyposensibilisierung: langsame Gewöhnung des Immunsystems an Allergene, z. B. Insektengifte oder Pollen. Die unter die Haut gespritzten Minidosen des Allergens werden langsam über 3 bis 5 Jahre gesteigert, bis das Immunsystem nicht mehr allergisch reagiert.

Mastzellen: weiße Blutkörperchen, an deren Oberfläche IgE-Antikörper ankoppeln, die jeweils zu zweit ein Allergeneinfangen. Daraufhin schüttet die Mastzelle verschiedene Botenstoffe (Mediatoren) aus, die die Allergiesymptome bewirken.

Pseudoallergie: Unverträglichkeitsreaktion mit allergieähnlichen Symptomen, jedoch ohne Beteiligung des Immunsystems (keine Antikörper). Die Fremdstoffe lösen entweder die Freisetzung von Histamin direkt aus, z. B. Erdbeeren, Tomaten und Rotwein, oder enthalten selbst viel Histamin, z. B. Thunfisch, Sardellen, Cheddar und Blauschimmelkäse.

Sensibilisierung: Bildung von spezifischen IgE-Antikörpern gegen einen bestimmten Fremdstoff. Bei erneutem Kontakt mit dem Stoff lösen diese Antikörper die allergische Reaktion aus.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 06.06.2012 aktualisiert