Die optimale Schultertherapie aus der Sicht eines Praktikers... 

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Schulter ist ein sehr bewegliches Gelenk und nicht nur bei schweren Arbeiten oder im Sport hohen Belastungen ausgesetzt. Auch im Alltag hat das Schultergelenk eine Menge zu tun.

Wie stark man auf eine funktionierende Schulter angewiesen ist merkt man meist erst, wenn man sich eine Schulterverletzung zugezogen hat.

Einfaches Kämmen der Haare oder etwa das Ausräumen der Spülmaschine können sich mit einer verletzten Schulter ganz schön schwierig gestalten. Um so wichtiger ist eine wirksame Therapie, die dafür sorgt, dass das Schultergelenk bald wieder gut und ohne Schmerzen arbeitet. Je nach Art der Verletzung kommen dafür verschiedene Therapieformen in Betracht.

Bei Prellungen und Zerrungen sollte möglichst direkt nach Zuziehen der Verletzung eine sogenannte ‚Hot Ice’-Behandlung erfolgen, also eine Behandlung mit etwa ein Grad kaltem Wasser.

Bei Muskelverletzungen empfehlen sich Injektionen mit schmerzstillenden Mitteln oder / und eine Enzymtherapie. In manchen Fällen kann auch eine Therapie mit Homöopathie sehr erfolgreich sein. Das Mittel der Wahl bei Muskelverletzungen generell ist aber die Heilpflanze Arnika. Diese bringe ich in der Praxis meist in Salbenform zur Anwendung.

Eine weitere Therapieform ist die Elektrotherapie. Diese wirkt einerseits schmerzlindernd, andererseits werden die das Schultergelenk umgebenden Muskeln stimuliert und dadurch indirekt gekräftigt.

Die Lasertherapie wirkt zellaktivierend und unterstützt die Regeneration des verletzten Gewebes.

Auch Massagen kommen bei Schulterverletzungen als Therapieform unbedingt in Frage. Meist wird der gesamte Bereich des Schultergürtels in die Massage einbezogen. Bei verhärteten und verspannten Muskeln leistet die Friktion, ein spezieller Massagegriff, gute Dienste.

Bei der Iontophorese wird mittels Elektroden ein elektrisches Feld aufgebaut. Anschließend wird eine schmerzlindernde oder auch eine entzündungshemmende Salbe aufgetragen. Sind die Elektroden richtig angelegt, gelangen die Ionen der Salbe durch das elektrische Feld genau zu der verletzten Stelle und können dort ihre wohltuende Wirkung entfalten.

Eine weitere Möglichkeit der Schultertherapie ist die Behandlung per Ultraschall. Auf diese Weise können im Gewebe befindliche Schadstoffe verringert und Schwellungen vermindert werden. Zudem können auf die Haut aufgetragene Medikamente mittels Ultraschall tiefer ins Gewebe und damit näher an die verletzte Stelle gebracht werden.

Da die Medizin heute dazu in der Lage ist, Verletzungen sehr exakt zu lokalisieren und Art und Ausmaß der Verletzung genau zu bestimmen, können auch die Behandlungsmethoden gezielter eingesetzt werden. So ist durch Hilfsmittel wie Computer- und Kernspintomographie,  Ultraschall, Arthrographie und verschiedene Röntgentechniken eine genauere Diagnose möglich als früher. Die Wahl der richtigen Behandlungsmethode wird so sehr erleichtert.

Nach einer Verletzung ist es wichtig, die Schultermuskulatur wieder zu kräftigen. Spezielles Schultertraining zum Wiederaufbau der Muskeln ist also dringend angeraten. Dazu eignen sich beispielsweise Gymnastik-Gummibänder (sog. Therabänder) sehr gut. Mit den richtigen Übungen verfügt die Schultermuskulatur bald wieder über ausreichend Kraft, um im Alltag ohne Schonung zu bestehen.

Am meisten setze ich aber auf spezielle Krafttrainingsgeräte, die es erlauben, den Widerstand sehr exakt einzustellen. Diese sind eine gute Möglichkeit, die Schulter wieder zu alter Stärke zu führen. Viele Fitness-Studios verfügen über geeignete Geräte und auch über entsprechend geschultes, kompetentes Personal.

Dank moderner Diagnostik und wirksamer Therapiemöglichkeiten sind Schulterverletzungen heute meist sehr gut behandelbar und oft schneller auskuriert, als gedacht.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2012 aktualisiert