Aspartam, wie denn nun?

  • Das Aspartam eigentlich ein giftiger Stoff ist, der aus einem Derivat des Herbizids Agent Orange zufällig entwickelnd worden sein soll, darüber kann man ja streiten, aber ständig wird es umbenannt. wer soll denn da noch etwas Gutes dahinter vermuten.

    Komischerweise wollte ich mir vor 2 Jahren mal einen Kaugummi kaufen, und griff extra zu welchen mit Zucker, aber da war unter Geschmacksverstärker Aspartam aufgelistet. o_O


    Handeslüblich Namen von Aspartam sind:


    NutraSweet, Amino-Sweet, Canderel,Equal Classi, Sanecta


    2017 wurde es nun auch noch in Aminosweet umbenannt, und dieser Zusatzstoff muß nicht drauf stehen, ob er drin ist.

    Ebenso 2017 kam Neotam ein Derivat von Aspartam, noch mehr süßer, auf den europäischen Markt, und muß ebenso nicht drauf stehen, daß er drin ist, weil dieser angeblich keine Phenylanalinreaktionen verursachen kann. Und Neotam darf sogar in Biolebensmitteln zugesetzt werden. :cursing:

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • Ich habe mir noch letzends ein wissenschaftliches Paper über Aspartam durchgelesen. Ich werde jetzt mal die negativen Folgen übersetzen und hier rein Posten.


    Es zeigte sich, dass Aspartam den Aminosäurestoffwechsel, die Proteinstruktur und den Stoffwechsel, die Integrität der Nukleinsäuren, die neuronale Funktion, das endokrine Gleichgewicht und Veränderungen in den Hirnkonzentrationen von Katecholaminen stört.

    Es wurde auch berichtet, dass Aspartam und seine Abbauprodukte die Nerven zu stark stimulieren, was indirekt eine sehr hohe Rate an Neuronen-Depolarisation verursacht. Die Energiesysteme für bestimmte erforderliche Enzymreaktionen werden beeinträchtigt, wodurch sie indirekt zur Funktionsunfähigkeit der Enzyme führen. Die ATP-Speicher in den Zellen sind erschöpft, was darauf hindeutet, dass in den Zellen niedrige Glukosekonzentrationen vorhanden sind, was wiederum indirekt die Synthese von Acetylcholin, Glutamat und GABA verringert. Die intrazelluläre Kalziumaufnahme wurde verändert, so dass die Funktion von Glutamat als exzitatorischer Neurotransmitter gehemmt wird.

    Die Mitochondrien sind beschädigt, was zur Apoptose (programmierter Zelltod) von Zellen und Unfruchtbarkeit bei Männern sowie eine verminderte Rate von oxidativer Stoffwechsel vorhanden ist, wodurch die Konzentrationen der Transmitter Glutamat und die Produktion von GABA reduziert werden.

    Die Zellwände werden zerstört; dadurch sind die Zellen (Endothel der Kapillaren) durchlässiger, was zu einer Beeinträchtigung der BBB (Bluthirnschranke auf deutsch) führt. Somit sind insgesamt oxidativer Stress und Neurodegenerationen vorhanden. Von allen negativen Auswirkungen, die durch dieses Produkt verursacht werden, wird vorgeschlagen, dass ernsthafte weitere Tests und Forschungen durchgeführt werden müssen, um alle Kontroversen rund um dieses Produkt zu beseitigen.


    Ich habe nur die Zusammenfassung übersetzt, alles wäre zu viel.

    Hier die Quelle:Direct and indirect cellular effects of aspartame on th-e brain


    Mit anderen Worte, Aspartman und co. sind ne reine Katastrophe.




  • Das ist ja echt schlimm!

    Das hieße ja, selbst wenn man Xylithaltigen Biokaugummi kaufen würde, könnte rein theoretisch Neotam drin sein?

    Theoretisch, ja, aber ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht die Verkäufer zu fragen, und meißtens beschäftigen sie sich dann mit dem Thema und geben Wochen später Auskunft über ihre Recherchen.


    Mit anderen Worte, Aspartman und co. sind ne reine Katastrophe.

    Das habe ich vor über 10 Jahren schon herumerzählt. Es kam leider oft nur die Antwort "Ja, aber die Dosis macht ja das Gift, und das Zeug ist ja nicht Kiloweise überall drin. ;(

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • Von meiner Seite zuvor eines vorweg - ich hasse dieses Zeugs, habe es nie genutzt und werde dies auch nie tun! Genauso wenig wie Cyclamat oder auch Acesulfam K.

    Jetzt aber mal meine Gedanken dazu:


    Ich bin zum einen fest davon überzeugt, dass viele Kritiken, bzw. dieses Schlechtreden - gerade von Aspartam - heftig von der Zuckerindustrie gesteuert wurde und auch noch wird. Immerhin ist jeder Aspartam-Kunde ein Zuckerkunde weniger. Und wenn ich mal an das sogenannte "Süße Gespräch" denke, bei dem die Zuckerindustrie und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein ein "Stillhalteabkommen" getroffen hatten, was die Entstehung von Karies anlangt, weiß ich, wie aggressiv Kapitalinteressen sein können. Immerhin hat Aspartam die Zuckerindustrie Milliarden Dollar an Umsatz gekostet.


    Zum anderen weiß ich aber auch, dass viele Studien zu Aspartam in Form von Tierstudien vorgenommen wurden. Beispielsweise mit männlichen "Schweizer Mäusen". Das ist ein Mäuse-Stamm, der besonders leicht Krebs bekommt.

    Abgekürzt kam man bei solchen Studien zu dem Ergebnis, dass Aspartam eben Krebs verursacht. Allerdings werden mit diesen Mäusen aber nur Studien gemacht, die nicht länger dauern als 104 Wochen. Einfach weil diese Mäuse ansonsten extrem krebslastig sind. Genau das hat man dann aber bei der Aspartam-Studie nicht gemacht und die Tiere bis zu ihrem normalen Tod weiterleben lassen und anschließend seziert. Ergebnis war klar - massenhafte Krebszellen. Aspartam machte also Krebs.

    Zudem werden Tierstudien in solchen Fällen oft mit 4.000 mg/kg Körpergewicht pro Tag gemacht, entspricht in etwa der Menge von 26.600 Aspartam-Tabletten. Täglich. Umgerechnet auf einen Menschen natürlich. Ich sage dazu Schrottstudie. Deren Ergebnis aber haften bleibt - Aspartam ist schädlich.


    Wenn ich mir Aspartam chemisch ansehe, besteht es aus zwei Aminosäuren - nämlich Phenylalanin und Asparaginsäure. Das Dumme ist jetzt, dass diese beiden Aminosäuren auch in Bananen vorkommen. Oder in der Milch. Oder auch in Tomatensaft. Auch gekochte Eier enthalten die beiden Aminosäuren:


    Phenylalanin

    Asparaginsäure

    Methanol

    Aspartam-Getränk, 375 ml

    90 mg

    72 mg

    18 mg

    gekochtes Ei

    334 mg

    632 mg

    ---

    Banane

    58 mg

    146 mg

    21 mg

    Orangensaft, 375 ml

    24 mg

    180 mg

    23 mg

    Tomatensaft, 375 ml

    58 mg

    346 mg

    107 mg

    Die Tabelle stammt von Magnuson a.nd Kantor von der Uni Maryland und ist aus 2008.


    Bleibt noch das Methanol. Wird im Zusammenhang mit Aspartam als giftig beschrieben. Stimmt auch. Je nachdem, welche Menge man zu sich nimmt.

    Nun enthält aber Tomatensaft gut sechsmal mehr Methanol als ein mit Aspartam gesüßtes Getränk. Auch der Orangensaft enthält mehr. Und diese Getränke gelten nicht als giftig.

    Und jetzt bin ich, zugegeben, ziemlich ratlos.


    Bis auf einen Punkt - Süßstoffe wie Aspartam, Cyclamat oder auch Acesulfam K sind keine Natur. Eben nur ein Kompromiss. Besonders für Diabetiker. Wenn man´s denn unbedingt süß haben muss.

  • Bis auf einen Punkt - Süßstoffe wie Aspartam, Cyclamat oder auch Acesulfam K sind keine Natur

    Und genau komme ich mit meiner Meinung "Wir können die Natur nicht nachbauen", also wir können es schon, und machen es ja auch, aber wir haben keine Ahnung von dem was wir da tun, wie auch meiner Meinung nach bewiesen wurde, daß ACC auf Dauer ungesund ist, und zuviele Nebenwirkungen hat, im Gegensatz zu einen richtig zubereiteten Weidenrindentee, der zwar scheußlich schmeckt, aber natürlicher ist.


    Wie gesagt, wir wissen nicht wirklich, wie die Süßstoffe, oder auch Geschmacksverstärker, und in tomaten ist Glutamat enthalten, mit den anderne Pflanzenstoffen zusammen wirken, also nützt es uns nicht wirklich etwas, einen einzelnen Inhaltsstoff synthetisch nachzubauen, und als ebenbürtig zu vermarkten.

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • Das Dumme ist jetzt, dass diese beiden Aminosäuren auch in Bananen vorkommen. Oder in der Milch. Oder auch in Tomatensaft. Auch gekochte Eier enthalten die beiden Aminosäuren:

    Naja, Tomaten und Pilze enthalten auch natürliches Glutamat, trotzdem würde ich nichts mit dem Geschmacksverstärker Glutamat essen.

    Zitronen enthalten Zitronensäure, ich esse aber keine chemische Citronensäure freiwillig.

    Walnüsse enthalten Flourid, aber ich esse aber kein Salz mit zugesetztem chemischem Flourid.

    Ich esse nichts mit Süßstoffen, Aspartam sowieso nicht.

  • Da muss man aber unterscheiden - zugesetztes Fluorid ist meist Natriumfluorid, das in unseren Lebensmitteln enthaltene ist Calciumfluorid. Fluorid ist also nicht gleich Fluorid.

    Das Schüssler-Salz Nr. 1 (Calcium floratum) enthält beispielsweise Calciumfluorid und kein Natriumfluorid. Hat sicherlich seinen Grund.

  • Bis auf einen Punkt - Süßstoffe wie Aspartam, Cyclamat oder auch Acesulfam K sind keine Natur. Eben nur ein Kompromiss. Besonders für Diabetiker. Wenn man´s denn unbedingt süß haben muss.

    Spricht eigentlich etwas gegen Xylit?


    LG und vielen Dank im Voraus

    Andrea

    Bitte das hier Geschriebene und Gelesene mit Hausverstand betrachten: Alle angeführten Informationen können klarerweise nicht immer und unter allen Umständen Allgemeingültigkeit haben, vielmehr müssen auch individuelle Gegebenheiten (Krankheiten u.ä.) berücksichtigt werden. Es macht grundsätzlich Sinn, auch Querverweisen und Quellenangaben zu folgen und Informationen querzuchecken, denn oftmals handelt es sich hier im Forum um persönliche Meinungen, nicht um Fakten.

  • Wir haben aber mit den Süßstoffen (Ballaststoffen) noch ein anderes Problem. Diese Stoffe können durch bestimmte Bakterien abgebaut werden und die Spaltprodukte können vom Körper aufgenommen werden. Also ähnlicher Effekt wie Disaccharide (oder Monosaccharide). Zudem ist die Darmflora durch diese Chemiekeule nicht mehr in Balance. Weiterhin konnte ich aus dem Paper entnehmen, dass Aspartam die Blut-Hirn-Schranke durchqueren kann. Ich weiß nicht in welchen Verbindungen Phenylalanin etc. im Obst vorkommt und ob es die BHS durchqueren kann. Da müsstest du mir aushelfen.

  • Nee, nichts. Xylit (E 967) ist Birkenzucker. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher meine aber, dass man damit nicht backen kann.

    Fein, das beruhigt mich. Zucker habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr zu Hause, aber für Gäste Xylit.


    Und: Doch, man kann damit backen. Meine Stiefmutti bäckt Torten und Kuchen damit, ich habe Baiser damit gebacken. Bei den Torten bzw. Kuchen ist mir kein Unterschied in der Konsistenz aufgefallen, die Baisers mit Xylit waren aber irgendwie cremiger als die mit Zucker. War irgendwie sehr interessant und geschmeckt hat's köstlich.

    Bitte das hier Geschriebene und Gelesene mit Hausverstand betrachten: Alle angeführten Informationen können klarerweise nicht immer und unter allen Umständen Allgemeingültigkeit haben, vielmehr müssen auch individuelle Gegebenheiten (Krankheiten u.ä.) berücksichtigt werden. Es macht grundsätzlich Sinn, auch Querverweisen und Quellenangaben zu folgen und Informationen querzuchecken, denn oftmals handelt es sich hier im Forum um persönliche Meinungen, nicht um Fakten.

  • Nee, nichts. Xylit (E 967) ist Birkenzucker.

    Er wird aber auch chemisch gewonnen, ich hab ihn noch nicht probiert, weil er nicht natürlich ist.

    Bei manchen Tieren wirkt Xylit toxisch und kann zu schweren Vergiftungen führen. Hunde können daran sterben. Ich esse auch kein Stevia, wenn dann nur die echte Pflanze.

  • Er wird aber auch chemisch gewonnen, ich hab ihn noch nicht probiert, weil er nicht natürlich ist.

    Bei manchen Tieren wirkt Xylit toxisch und kann zu schweren Vergiftungen führen. Hunde können daran sterben.

    Ich habe es schon probiert. Total unsüss. Man muss viel mehr reinkippen als noramler Zucker (soll auch der Sinn sein, weil die Energiedichte von Birkenzucker geringer ist, daher die geringere Süßkraft) Dann kann man gleich alles ungesüßt trinken.

  • Bei manchen Tieren wirkt Xylit toxisch und kann zu schweren Vergiftungen führen. Hunde können daran sterben.

    An Schokolade auch.

    Bitte das hier Geschriebene und Gelesene mit Hausverstand betrachten: Alle angeführten Informationen können klarerweise nicht immer und unter allen Umständen Allgemeingültigkeit haben, vielmehr müssen auch individuelle Gegebenheiten (Krankheiten u.ä.) berücksichtigt werden. Es macht grundsätzlich Sinn, auch Querverweisen und Quellenangaben zu folgen und Informationen querzuchecken, denn oftmals handelt es sich hier im Forum um persönliche Meinungen, nicht um Fakten.

  • An zuviel Fett sterben Hunde und Katzen ; letzere könnten auch.noch über fahren werden!


    Bei Phenylalanin muss ich protestieren:


    Phenylalanin ist .eine essentielle Aminosäure, die der Mensch nicht selber bilden kann und die deshalb zugeführt werden muss. Zum einen Superwichtig für den Stickstoff- (=NO-) - Stoffwechsel ----->>...wichtig für die Gefässe zum andern beteiligt an der Synthese von vielen Hormone und Neurotransmiitrrn ( Nor-, Adrenalin, L-DOPA, PEA= SCHMErZMITTEL, Melamin, und als Ausgangsstoff für Dopamin--> Parkinsonbehandlung!) .In racemischen Mischungen ( = chem. Substanzgemisch von spiegelbildlichen Stoffen) wird sie in der Schmerz- und Depressionsbekämpfung erfolgreich eingesetzt.

    Die Dosis macht das Gift!! Also Vorsicht bei solch übereilten Meinungen!


    Zum Süssen nehme ich Stevia und/oder Kokosblütenzucker.

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

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  • Nee, nichts. Xylit (E 967) ist Birkenzucker. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher meine aber, dass man damit nicht backen kann.

    Ich backe damit, und mache auch meine Marmeladen damit.

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."