Keine Diät - Lebensumstellung

  • Hallo liebe Yamedo-Community,


    ich bin noch ganz frisch hier, aber wollte mich mal mit euch austauschen zum Thema Ernährung umstellen bzw. ändern alter Lebenseinstellungen.

    Ich war mein Leben lang übergewichtig. Das fing schon in der Jugend an und zog sich durch meine ganze Laufbahn, bis nach dem zweiten Kind gemerkt habe, dass es so nicht mehr weiter geht. Also habe ich den Entschluss gefasst abzunehmen - und dies mal wirklich. Jeder kennt's vermutlich, ich hab schon etliche gescheiterte Versuche hinter mir. Dieses Mal scheint es wirklich zu funktionieren. Ich habe in 3 Monaten schon -14kg verloren, 21kg sollen noch purzeln. Das mach ich mit einer Kalorienzählapp. Ich hab das Gefühl, dass es mein ganzes Leben lang gedauert hat zu verstehen, was gesunde Ernährung ist, was mein Körper braucht, wie ich Zeichen zu deuten habe etc.
    Momentan bin ich ziemlich zufrieden und denke, dass es positiv weiter gehen wird. Ja, ich bin davon überzeugt!

    Wie macht ihr das so? Tauscht mit mir gerne eure Erfahrungen aus ;)


    Ganz liebe Grüße

    Inula123

  • Das wäre dann ja eine bestimmte Diät, die ketogene Ernährung und Inule will keine Diät, wie sie in ihrer Überschrift kund tut.

    Ich persönlich kann mit ketogener Ernährung nichts anfangen, da fehlten mir die Kohlehydrate und ob das gesund ist weiß keiner so genau, wobei ich das nicht weiß.


    Ich war schon immer schlank und halte es wie immer so, alles, Ungesundes in Maßen, viel Gemüse, Kartoffeln liebe ich und ich genieße mein Essen und höre auf meinen inneren Appetit, wonach mir ist, das esse ich und mach mir daraus ein gesundes Menü, darf auch mal Kaiserschmarrn sein mit selbstgemachtem Apfelmus, abends wenig oder auch mal nichts und morgens esse ich nur Obst und Kaffee. Ich komme gut damit klar, jeder wird selbst herausfinden müssen, was angenehm ist und beliebt. Nur so wird das dauerhaft was.


    Gruß

    Mara

    „Das ist die Seuche unserer Zeit. Verrückte führen Blinde.“
    – aus William Shapespeare: König Lear

  • Dieses Mal scheint es wirklich zu funktionieren. Ich habe in 3 Monaten schon -14kg verloren, 21kg sollen noch purzeln. Das mach ich mit einer Kalorienzählapp. Ich hab das Gefühl, dass es mein ganzes Leben lang gedauert hat zu verstehen, was gesunde Ernährung ist, was mein Körper braucht, wie ich Zeichen zu deuten habe etc.
    Momentan bin ich ziemlich zufrieden und denke, dass es positiv weiter gehen wird. Ja, ich bin davon überzeugt!

    Wie macht ihr das so? Tauscht mit mir gerne eure Erfahrungen aus ;)

    Herzlich willkommen Inula123! Und Gratulation zu deinem tollen bisherigen Erfolg! -14 kg ist schon wirklich ordentlich!


    Ich kenne das von dir Geschilderte gut: Ich habe vor fast 10 Jahren im Zuge von Burn-out 30 kg zugenommen (war auch vorher kein schlankes Reh) und habe seither etliche Versuche gestartet, um das Gewicht wieder loszuwerden. Nicht erfolgreich.


    Immerhin ernähre ich mich seit langem zunehmend bewusst, ohne industriell verarbeitete Nahrungsmittel, keinen raffinierten Zucker etc. Seit 1 Jahr ernähre ich mich zudem glutenfrei (da wurde eine Gluten-Intoleranz bei mir festgestellt [nicht Zöliakie]), das ließ aber auch nicht wie erhofft das Gewicht sinken.


    Mitte Dezember hat es sich dann ergeben, dass ich immer mehr auf meinen Körper gehört habe: Ich war nie ein begeisterter Frühstücker, dafür könnte ich jemanden auffressen, wenn ich abends nichts zu essen bekomme. Ich hörte auf, mich zum Frühstücken zu zwingen, aß zu Mittag eine leichte Suppe und abends eine Mahlzeit meist bestehend aus Gemüse und Eiweiß. Und irgendwann war ich - ohne dass das groß das Ziel gewesen wäre - beim Intervallfasten gelandet.


    Nach Absprache mit meiner Ärztin lasse ich jetzt also nicht mehr voll des schlechten Gewissens Mahrzeiten aus, sondern "betreibe" gezielt Intervallfasten - und zwar die 18:6 Methode, wobei ich von 12h bis 18h essen darf. Theoretisch würde das sogar für 2 Mahlzeichen reichen, in der Praxis passt es für mich aber am besten, wenn ich so um ca. 17h eine gute, befriegende Mahlzeit genieße, und danach noch 1 Apfel und später (falls ich Gusto auf was Süßes bekomme) ein paar Mandeln. Dazwischen trinke ich viel (theoretisch Tee, praktisch aber Hauptsächlich Kangenwasser, weil ich noch keinen befriedigenden Tee gefunden habe und sehr gerne Wasser trinke).


    Das klingt spartanisch, fühlt sich aber überhaupt nicht spartanisch für mich an, sondern geht echt gut. Und die Kilos purzeln. Mittlerweile bin ich bloß noch 10 kg von meinem Endziel entfernt.


    Total wichtig sind mir folgende Punkte:

    + Ich setze mir total kleine Zischen-Ziele, so dass ich nie mehr als 2 kg vom nächsten Ziel entfernt bin. So feiere ich laufend Erfolge ;-)

    + Ich schaue auf abwechslungsreiche, gesunde Kost, die mich wirklich glücklich macht und ein Geschmackserlebnis ist, damit ich nach einer Mahlzeit echt "befriedigt" bin und erst gar kein Mangelgefühl aufkommt. (Theoretisch ohne Mengenbegrenzung, praktisch sind mir Mahlzeiten mit mehr als 10-12 dag Fleisch/Fisch und 25-30 dag Gemüse mittlerweile zu viel.)

    + Ich mache es freiwillig, und ich habe keinerlei Zeitdruck. Sprich: Ich erlaube mir auch mal ein Stück Toblerone (ist glutenfrei) oder sonst eine Leckerei, wenn mir danach ist - und zwar ohne schlechtes Gewissen.


    Bei mir musste auch einfach der richtige Zeitpunkt kommen - seither geht das, was viele Jahre lang unmöglich war, plötzlich auch eher einfach. Und es macht Freude!

    Ich werde zwar nicht den Rest meines Lebens Intervallfasten betreiben, aber die gesunde Ernährung wird mir sicher bleiben, denn auf die habe ich ja schon vorher umgestellt. Und das sehe ich als dauerhafte Ernährungsumstellung, nicht als Diät.


    In diesem Sinne: Weiter so! Toll, dass du etwas gefunden hast, das dir gut tut!

    Bitte das hier Geschriebene und Gelesene mit Hausverstand betrachten: Alle angeführten Informationen können klarerweise nicht immer und unter allen Umständen Allgemeingültigkeit haben, vielmehr müssen auch individuelle Gegebenheiten (Krankheiten u.ä.) berücksichtigt werden. Es macht grundsätzlich Sinn, auch Querverweisen und Quellenangaben zu folgen und Informationen querzuchecken, denn oftmals handelt es sich hier im Forum um persönliche Meinungen, nicht um Fakten.

  • alles, Ungesundes in Maßen, viel Gemüse, Kartoffeln liebe ich und ich genieße mein Essen und höre auf meinen inneren Appetit, wonach mir ist, das esse ich und mach mir daraus ein gesundes Menü,

    Genauso mache ich es grundsätzlich auch. Was geht, also verfügbar ist kaufe ich in guter Bio Qualität. Was ich zu vermeiden suche ist Weizenmehl bzw. isolierte Mehle. Wenn ich die Nerven und Zeit dafür habe lasse ich div. Urkorn keimen und dextriniere es dann. Oder ich mahle es einfach und lasse es ansäuern, meistens kaufe ich aber ein gutes Sauerteig Brot.

    Was ich immer meide ist Schwein in jeder Form. Damit fallen natürlich auch Wurstwaren flach.

    Bei uns kommt viel Rohkost auf den Tisch in Form von Obstsalat, Salate überhaupt, Wildgemüse und Kräuter, Gekeimtes, Fermentiertes und frische rohe Schafmilchprodukte, die ich selbst zwar eher meide weil ich Milch nicht gut vertrage, aber die Kinder mögen sie und vertragen sie auch. Gibt's ja nur begrenzt.

    Fleisch essen wir auch: Hühnerfleisch, Lamm, Wild und Rind.

    Nur im Frühjahr gibt es ein paar Wochen in denen ich hauptsächlich frische Gemüsesäfte und grüne Smoothies trinke.

    Intermittierendes Fasten gehört bei mir zur Normalität weil ich es so angenehm finde. Damit habe ich schon in der Jugend angefangen weil ich gemerkt habe wie gut es tut.

    Ketogene Ernährung finde ich super wenn jemand sowieso nicht so gerne Kohlenhydrate isst oder wenn Diabetes, eine Autoimmunkrankheit oder Krebs behandelt werden muss. Also als Heilnahrung, wenn es mit den richtigen Ölen durchgeführt wird.

    Aber das habe ich nicht ausprobiert. Hat jemand von Euch schon mal eine keto-phase gehabt oder ernährt sich so?

  • Hallo Inula,

    deine Überschrift Lebensumstellung finde ich sehr richtig. Allerdings habe ich mit deinem Weg etwas Schwierigkeiten. Vom Kalorien zählen halte ich nichts, da es langfristig nicht zielführend ist und man es über einen sehr langen Zeitraum kaum durchhält. Deine sehr schnelle Gewichtsreduktion birgt die Gefahr des Jo-Jo-Effekts. 0,5 - 1 kg je Woche sind eine optimale Größe, erfordern aber auch einen längeren Zeitraum.


    Zur gesunden Ernährung wurde ja schon einiges gesagt. Ich spreche lieber von artgerechter Ernährung. Im Gegensatz zur Schulmeinung ist der Mensch ein Frugivore (Fruchtfresser) und kein Omnivore (Allesfresser). Wir benötigen auch tierische Nahrung, aber in wesentlich geringeren Umfang.

    Artgerecht heißt kurz gefasst überwiegend vegan (85 - 90 %) und maximal naturbelassen (frisch, nicht erhitzt/verarbeitet).

    Die negativen Bestandteile, wie raffinierter Zucker und Weißmehl (Weizen) als die eigentlichen Dickmacher stark reduzieren. Weiterhin zählt auch der Entzündungsförderer Omega 6 dazu.

    Bei den Energieträgern kann man sich an die LOGI-Methode halten (Dr. Kuklinski):

    - 40 - 50 % Fett (Stichwort ketogene Ernährung) mit allen Fettarten, auch den gesättigten

    Wichtig ist hier vor allem ein ausgeglichenes Verhältnis von Omega 3 (Entzündungshemmer) und Omega 6 (Entzündungsförderer). Das bedeutet in der Praxis starke Erhöhung der Omega-3-Anteile (Fischöl, Leinöl u.a.) und Reduzierung Omega 6 (kein Sonnenblumenöl).

    Omega 3 bremst (verhindert?) die Umwandlung überschüssiger Kohlenhydrate in körpereigenes Fett und dessen Einlagerung.

    - 25 - 30 % Kohlenhydrate in naturbelassener Form (z.B. Apfel, aber kein Apfelmus)

    - 25 - 30 % Aminosäuren/Eiweiß - vorrangig pflanzliche Quellen (z.B. Hanfsamen), tierisches Eiweiß auf niederer Stufe (Weichtiere, Fische, Vögel, Eier), Säugetierfleisch ist die ungeeignetste Quelle (insbes. Schwein).


    Neben einem idealen Omega-3-Index von 8 - 11 % (bitte Test durchführen) ist auch ein optimaler Vitamin-D-Blutspiegel von ca. 80 ng/ml ganz wichtig.

    Wenn diese beiden Werte stimmen und du dich neben der Ernährung ausreichend bewegst, wird das Gewicht langsam aber stetig ohne Jo-Jo-Effekt fallen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg und Durchhaltevermögen.

    Liebe Grüße

    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • In jeder Fettzelle haben sich im Laufe der Jahre auch Gifte angesammelt, alles was so im Körper drin sein kann. Wieviel von jedem ist mir nicht bekannt. Wenn die Fettzellen abgebaut werden durch eine Gewichtsredukton, werden diese Gifte freigesetzt, landen im Darm und wenn sie dort nicht gebunden und ausgeleitet werden, geraten sie mit dem Stoffwechsel wieder in den Organismus.


    Auch aus diesem Grund ist absolut davon abzuraten, ganz schnell die Kilos purzeln zu lassen. Außerdem kann eine durch Übergewicht gedehnte Haut sehr wohl sich immer anschmiegen, anpassen, wenn die Reduktion ganz langsam voran geht, alles andre führt zu Falten, evtl sogar zu der doch eher unschönen Fettschürze unterm Bauch.


    Art der Reduktionsdiät, Ausgangsgewicht und sonst alle andren Umstände spielen nur eine untergeordnete Rolle, wichtig ist Wohlfühlen + Gesundheit, und vor allem l.a.n.g.s.a.m von den Pfunden kommen!


    Eva

    "Primum nil nocere" - "Zuallererst nicht schaden!"
    (Hippokrates)

  • Hallo, ich kann dies nur bestätigen, seitdem ich mich fast vegan Ernähre geht es mir wesentlich besser. Habe 15 Kilo abgenommen und muss mich tatsächlich wehren um nicht zu viel abzunehmen. Dies mache ich mit Nüssen um dem zu begegnen und täglichem wiegen, dies funktioniert Einwandfrei für mich!


    LG Andreas

  • Mein Arzt hat vor 13 Jahren zu mir gesagt "Das einzige was bei einer Diät abnimmt, ist die gute Laune"


    Er hat mich auch bei meiner Ernährungsumstellung wegen Reizdarmsyndrom lernend begleitet, und ist ebenso wie ich zu dem Schluß gekommen, daß diese "Krankheit" eigentlich ein Ausdruck des Körpers nach jahrelangem Industriefutter sein kann.

    Ich habe es damals nicht zum Abnehmen getan, sondern um gesund zu werden. Ich bereite alles selber zu, verwende nur Obst, Gemüse, und sonstige Zutaten aus dem Biomarkt, und auch möglichst regional, und hatte den positiven Effekt nebenbei abzunehmen.

    Vorher habe ich immer wieder mal Diäten probiert, und mich total gestreßt mit dem Abnehmen, jeden Tag auf die Waage gestellt, und so weiter. Da sagte mein Arzt nur, ja Streß kann auch dick machen, weil der Körper Cortisol ausschüttet.


    Im Herbst werde ich auch endlich mal eine Rene-Gräber-Fastenkur probieren. Bisher wird mir bei dem Gedanke an Fasten immer mulmig, da bei mir sofort der Kreislauf spinnt, wenn ich stundenlang nichts esse. Aber hier kann ich ja mit den Zeiträumen und Gemüse-Kräutersäften spielen.


    Alles in Allem, muß jeder den für sich angenehmsten Weg hierfür finden.

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • Moin,

    Bei mir gab es mal eine Zeit, wo ich die Waage in die Tonne geschmissen habe, denn ich wollte mich damit nicht quälen.

    Einem Schönheitsideal wollte ich auch nicht entsprechen und finde es furchtbar, die Luft anzuhalten, die Augen zu schließen wenn ich auf die Waage ging.

    Dann mit 1 Auge schauen, ob sich der Zeiger nach unten bewegt hat.


    Ich bin ja von einer gesunden Trennkost-Diät überzeugt und habe das mit einem Ex-Freund 7 Jahre praktiziert.

    Wir aßen gesund und wurden dabei immer satt, haben 2x im Jahr 10 Tage ( Frühjahr/Herbst) eine Fastenkur gemacht. (Wasser-Fasten).

    Und dann war natürlich Bewegung das A und O für einen gesunden Körper.

    Wir haben sehr lange Wanderungen gemacht und an Wochenenden stundenlange Fahrradtouren.

    Herrlich war`s, hatten die besten Konditionen und fühlten uns gesundheitlich pudelwohl und athletisch schlank.


    Diäten muss jeder für sich selber herausfinden was zu ihm passt, denke ich.

    Wünsche dir weiterhin viel Erfolg. :thumbup:


    LG

    Wenn du dir selber eine Freude machen willst, dann denk an die Vorzüge deiner Mitmenschen.:)

    (Mark Aurel)



  • Lebenskraft, du schreibst in der Vergangenheit, ist es denn immer noch herrlich und hast du das Programm nach deinem Ex-Freund weiter aufrecht erhalten?


    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es zu zweit einfacher ist, sich gesund zu ernähren und regelmäßig zu bewegen, wenn beide an einem Strang ziehen.

    „Das ist die Seuche unserer Zeit. Verrückte führen Blinde.“
    – aus William Shapespeare: König Lear

  • Hallo Inula,

    deine Überschrift Lebensumstellung finde ich sehr richtig. Allerdings habe ich mit deinem Weg etwas Schwierigkeiten. Vom Kalorien zählen halte ich nichts, da es langfristig nicht zielführend ist und man es über einen sehr langen Zeitraum kaum durchhält. Deine sehr schnelle Gewichtsreduktion birgt die Gefahr des Jo-Jo-Effekts. 0,5 - 1 kg je Woche sind eine optimale Größe, erfordern aber auch einen längeren Zeitraum.

    Für mich ist Kalorienzählen auch nichts - aber ich glaube, dass da jeder die Methode finden muss, die für ihn/sie am besten passt. Ist nun mal eine sehr individuelle Sache.

    Dass Gewichtsreduktion nicht zu schnell gehen soll (Stichworte Elastizität der Haut und auch Entgiftung), ist richtig. ABER: Es tut verdammt gut und ist extrem motivierend, wenn gerade am Anfang die Kilos ein bisschen flotter purzeln. Und -14 kg ist wirklich ein beachtlicher Erfolg, Inula123 - das ist nicht mehr nur Wasser ;-)


    Man kann den Körper beim Entgiften auch gut unterstützen. Ich habe in div. Versuchen eine Kombination aus Chlorella und Zeolith/Bentonit (Verhältnis 50:50) als für mich am Passendsten gefunden.


    Bzgl. der unterschiedlichen Ernährungskonzepte habe ich lange echt Schwierigkeiten gehabt: Es gibt so verdammt viele, ganz viele widersprechen einander zum Teil oder komplett - ich fand das irgendwie unfassbar mühsam.


    Was für mich zB nie in Frage kam, war Weight Watchers. Meine Freundin hat das lange gemacht, und ich traute meinen Augen nicht, was für Zeug (das waren keine Lebensmittel, das war echt Zeugs =O) sie sich reingezogen hat - ohne darüber nachzudenken, was gesunde Nahrung ist, und ausschließlich auf die Einhaltung der korrekten Anzahl an Punkten.


    Vor rund 10 Jahren bin ich dann über Metabolic Balance gestolpert. Man mag davon halten, was man will, dass dafür anhand von bestimmten Blutparametern ein persönlicher Essensplan zusammengestellt wird - Fakt ist, dass die Beschäftigung mit den Feinheiten von Metabolic Balance für mich der perfekte Einstieg in gesunde Ernährung war. Nie zuvor habe ich mich konkret mit den Stoffwechselvorgängen im Körper beschäftigt, nie zuvor habe ich über die Notwendigkeit gesunder Öle nachgedacht, nie zuvor kamen mir Sichworte wie "regional und saisonal" in den Sinn, nie zuvor habe ich gezielt Gemüse mit Eiweiß kombiniert gegessen und genossen(!), nie zuvor habe ich so bewusst wahrgenommen, wie gutes Essen meinem Körper gut tut. Das alles hat wirklich mein Leben verändert. Nachhaltig! Lebensumstellung eben ;-)


    Und die Lebensmittelliste und auch der "Menüplan", die man bei Metabolic Balance bekommt, hat mir das Leben extrem erleichtert: Die hatte ich beim Einkaufen immer dabei und konnte so extrem einfach alles zusammenstellen.

    (Wobei es kein echter Menüplan ist: Man hat pro Frühstück/Mittagessen/Abendessen 3 Auswahl-Möglichkeiten, die aber hauptsächlich aus Mengenangaben X g Eiweiß + Y g Gemüse bestehen. Dazu grundlegende Infos, zB wie viele Eier max. pro Woche etc. Kochmethode völlig frei wählbar. Besonderer Wert wird auf Abwechslung gelegt. Dadurch kann man sich sehr einfach Mahlzeiten zusammenstellen, die wirklich schmecken und eine Freude sind.)


    Das Konzept der Ernährungsumstellung (= langfristig) statt Diät zu halten (= kurzfristig) spricht mich total an. Ich will nicht kurzfristig abnehmen und dann wieder in alte Gewohnheiten verfallen, die mir davor ja schon nicht gut getan haben. Käme mir sinnlos vor.


    Mittlerweile habe ich noch ein anderes Ernährungskonzept kennengelernt, das wiederum anders funktioniert, Metabolic Balance zum Teil komplett widerspricht, in anderen Teilen perfekt ergänzt, unterm Strich für mich aber total schlüssig ist. Seit einiger Zeit besuche ich den Diplomlehrgang TCM Ernährungslehre, die von einem ganz anderen Ansatz, was Gesundheit ist bzw. wie man sie erreicht, ausgeht. Alles in allem aber steht auch da wieder im Vordergrund, regional & saisonal zu essen und hochwertige Lebensmittel zu verwenden - und zwar die passenden.


    Der Unterschied ist, dass die Auswahl der Lebensmittel nicht nach den Inhaltsstoffen wie Vitamine/Mineralstoffe und Eiweiß/Fette/Kohlehydrate ausgewählt werden. Vielmehr hängt die Wahl der Lebensmittel von bestehenden Disharmonien ab, die mittels ausführlicher Betrachtung der Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände und dann durch Zungen- & Pulsdiagnose ermittelt werden. Die Disharmonien bestimmen dann, welche Nahrunsmittel man essen und welche weglassen muss. Aber auch die Koch-/Zubereitungsmethode ist wichtig: Die passende stärkt, die unpassende schwäch. Und auch Getränke und Gewürze/Kräuter werden berücksichtigt.


    Das Ganze ist echt komplex und für einen Laien alleine nicht so einfach (richtig und zielführend) umzusetzen wie Metabolic Balance oder Intervallfasten. Mit einer guten Ernährungsberatung nach TCM Ernährungslehre kann man aber unheimlich viel in gesundheitlicher Hinsicht erreichen.


    Ich glaube wirklich, jede/r muss für sich die passende Methode finden. Für mich ist das derzeit Intervallfasten (was der TCM komplett widerspricht), wobei ich meine Mahlzeiten der TCM Ernährungslehre entsprechend wähle. Ich betreibe also eine Kombination aus Dingen, die einander widersprechen und picke mir dabei aus allen für mich passenden Konzepten die Teile heraus, die mir unterm Strich in Summe gut tun.


    Es gibt keine Grenzen und Wirksamkeit ist das Maß das Wahrheit.

    Bitte das hier Geschriebene und Gelesene mit Hausverstand betrachten: Alle angeführten Informationen können klarerweise nicht immer und unter allen Umständen Allgemeingültigkeit haben, vielmehr müssen auch individuelle Gegebenheiten (Krankheiten u.ä.) berücksichtigt werden. Es macht grundsätzlich Sinn, auch Querverweisen und Quellenangaben zu folgen und Informationen querzuchecken, denn oftmals handelt es sich hier im Forum um persönliche Meinungen, nicht um Fakten.

  • Lebenskraft, du schreibst in der Vergangenheit, ist es denn immer noch herrlich und hast du das Programm nach deinem Ex-Freund weiter aufrecht erhalten?

    Ein schwerer Unfall und 2 Jahre Rehabiliation zwang mich zur Umkehr meiner eigentlichen Lebensplanung.


    Lebensereignisse kann man sich nicht aussuchen und wenn dann etwas dazwischen kommt, was überhaupt nicht geplant ist ,bekommt das Leben eine ganz andere Bedeutung.

    Ich nenne das Schicksal mit dem Unbekannten und kommt anders als wir denken.

    Dadurch bin ich allerdings dem lieben Gott ein Stück näher gerückt und danke für alles was mir jetzt geschenkt wird.

    Auf jeden Fall bin ich zufrieden und vertraue,einschließlich Ernährung und Bewegung auf ein besseres Körpergefühl.

    LG

    Wenn du dir selber eine Freude machen willst, dann denk an die Vorzüge deiner Mitmenschen.:)

    (Mark Aurel)



  • Hallo ihr Lieben,



    wow! Ich bin überwältigt, wie viele Antworten hier kamen... Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll! :)


    Also... Ketogene Ernährung kommt z.B. für mich überhaupt nicht in Frage, da ich mich schon seit Jahren vegetarisch ernähre. Ich hab schon vor über 10 Jahren gesagt, dass ich nur noch Fleisch essen möchte, dass von guter Qualität ist und bei dem ich wirklich weiß, wo es her kommt. Aber wenn man selbst in ein höherpreisiges Restaurant geht, konnte mir nie jemand genau sagen, wo das Fleisch herkommt. Also habe ich mich dazu entschieden es ganz zu lassen - es fehlt mir eh nicht und mittlerweile gibt es ja auch sehr tolle Ersatzprodukte (wobei ich auch da darauf achte, dass sie nicht zu viele Zusatzstoffe etc. haben).


    Keine Sorge - auf meine Gesundheit achte ich (mittlerweile) sehr. Ich gehe spätestens ein Mal im halben Jahr zum Arzt und lasse meine Blutwerte durchchecken - die sind momentan besser als je zuvor.


    Und ja, ich weiß, dass 14kg sehr viel sind für diese kurze Zeit, aber nach und nach verlangsamt sich der Prozess. Am Anfang nimmt man ja immer schneller ab als am Ende, dessen bin ich mir bewusst. ;) Ich werde mir keinen Stress machen, wenn die Waage mal einen Stillstand zeigt. Auch sowas kann ja dazugehören...


    Für mich kommt keine andere Form der Ernährungsumstellung in Frage als so wie es jetzt ist. Ich merke einfach, dass sich mein Körper quasi schon bei mir bedankt, indem ich z.B. jetzt die Treppen wesentlich besser hochkomme und sich auch mein Hautbild verändert hat. Ein paar Komplimente habe ich von meinem Umfeld auch schon bekommen - das geht runter wie Butter und ist eine tolle Motivation! :love:


    Zählt denn noch jemand von euch Kalorien? Wenn ja, wie setzt ihr das um?
    Ich mach das mit der App YAZIO (https://www.yazio.com/de/kalorienzaehler) und finde sie super. Orientiere mich dort gerne auch an den Rezeptvorschlägen und habe schon einige Lebensmittel mehr in meinem Haushalt, die es vorher noch nie bei uns gab. Sowas wie "Chiasamen", habe ich vorher nie gebraucht (klar, ich kannte sie schon) und meine Liebe zu entdeckt.


    Ich hoffe, ich konnte die meisten eurer Fragen/Anmerkungen beantworten. Wenn nicht, lasst es mich wissen!



    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende! :thumbup:

  • Zählt denn noch jemand von euch Kalorien? Wenn ja, wie setzt ihr das um?
    Ich mach das mit der App YAZIO (https://www.yazio.com/de/kalorienzaehler) und finde sie super. Orientiere mich dort gerne auch an den Rezeptvorschlägen und habe schon einige Lebensmittel mehr in meinem Haushalt, die es vorher noch nie bei uns gab. Sowas wie "Chiasamen", habe ich vorher nie gebraucht (klar, ich kannte sie schon) und meine Liebe zu entdeckt.

    Ich zähle keine Kalorien per App, hab das so grob im Kopf und das genügt mir.


    Doch zu den Chiasamen möchte ich gerne was sagen, die werden in Süd- u. Lateinamerika angebaut, langer Transportweg, ungünstige Ökobilanz und kein Mensch braucht die, teuer sind sie noch dazu.

    Leinsamen erfüllt den gleichen Zweck, sind reich an Omega-3-Fettsäuren und zudem günstiger.


    Bei Superfood genau hinsehen, wir haben genug heimisches Superfood.

    Das ist meine Meinung dazu, doch du musst das selbstverständlich handhaben wie es für dich passt.


    Dir wünsche ich auch ein schönes WE Inula,

    Gruß

    Mara

    „Das ist die Seuche unserer Zeit. Verrückte führen Blinde.“
    – aus William Shapespeare: König Lear

    Einmal editiert, zuletzt von Mara1963 ()

  • Hallo ihr lieben, was haltet ihr von Intervallfasten? Aber nicht jetzt nach 16 Std. essen, sondern es geht um eine enge Verwandte, die isst alle 24 Std. etwas, nicht zu viel. Und das am Abend. Ich denke, dass sowas auch noch Depressionen fördert, denn jetzt hat sie wieder einen großen Depressionsschub, der schon fast eine Woche lang geht. Da kann sie mit keinem Menschen sprechen. Das tut so weh, wenn man nichts machen kann.

    LG Heiterweiter

  • Wie ist sie dazu gekommen, normal fängt man langsam durch Weglassen an bis man zu 16/8 kommt, und erst nach 2x3 Wochen bei guter Verträglichkeit kommt der nächste Schritt.


    Sie braucht dringend Hilfe.


    https://www.youtube.com/watch?v=vMZfyEy_jpI


    https://www.youtube.com/watch?v=AnyFVWwzgJI


    Alles Gute

    Hannah

    Freiheit der Mut, du selbst zu sein. (Osho)

    Einmal editiert, zuletzt von Eremitin () aus folgendem Grund: Satz geändert. 2ten Link eingefügt.

  • Hallo ihr lieben, was haltet ihr von Intervallfasten?

    Hi,

    ich halt davon sehr viel davon und mache das selber.

    Mir geht es sehr gut damit und fühle mich sehr entlastet was den Stoffwechsel angeht und den Magen Darm.

    Tut auch meinem Rheuma gut.

    jetzt hat sie wieder einen großen Depressionsschub,

    leidet sie denn an Depression und nimmt vielleicht deshalb Medikamente?

    Hoffentlich hat sie nicht eigenmächtig die Medis abgesetzt sollte sie welche nehmen.

    Dann kann der Schuss nach hinten losgehen

    LG

    Wenn du dir selber eine Freude machen willst, dann denk an die Vorzüge deiner Mitmenschen.:)

    (Mark Aurel)



    Einmal editiert, zuletzt von Lebenskraft ()

  • leidet sie denn an Depression und nimmt vielleicht deshalb Medikamente?

    Hoffentlich hat sie nicht eigenmächtig die Medis abgesetzt sollte sie welche nehmen.

    Dann kann der Schuss nach hinten losgehen

    LG

    Sie hat Borderline und jetzt oft Depressionen. 1 Tablettensorte nimmt sie ein, weiß den Namen nicht mehr, setzt es auch nicht eigenmächtig ab.

    LG