Entgiftung durch Chelattherapie?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Chelat-Therapie ist eine alternative Therapieform die unter anderem bei Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) sowie gegen ein Zuviel an Kalzium- und Schwermetall-Ablagerungen innerhalb des Körpers angewendet wird.

Eine Chelat-Therapie kann Arterienverkalkung vorbeugen, sowie bereits existierende Ablagerungen in den Gefäßen abmildern.

Inzwischen ist die Chelattherapie nicht nur in den USA, sondern auch in Europa verbreitet. 

Am häufigsten werden Chelatbildner wie EDTA, DMSA oder DMPS verwendet. Die Verabreichung erfolgt mittels einer Infusion mit einer sehr dünnen Nadel, welche 2-5 Stunden dauern sollte, um den Körper langsam zu durchspülen.

Bei EDTA handelt es sich um einen Wirkstoff, der ähnlich auch in Nahrungsmitteln vorkommt, welche ein hohes Maß an Eiweiß enthalten. EDTA wird, in Ergänzung durch Vitamine und Mineralstoffe, auf dem Wege der Infusion mittels einer kleinen Nadel in die Vene verabreicht.

Die Anwendung selbst ist vollkommen schmerzfrei und kann im Sitzen verabreicht werden. Pro Woche sollten nicht mehr als 2 Infusionen gegeben werden. Im ersten Jahr werden 20-30 Gaben notwendig sein, um ein Krankheitsbild wirkungsvoll zu bekämpfen. In den Folgejahren reduziert es sich auf 8-12 Behandlungen.

Die Chelattherapie wird vorrangig bei Vergiftungen durch Schwermetalle und Verkalkungserscheinungen, wie Durchblutungsstörungen der Beine oder des Herzens, sowie Rheuma oder Arthritis angewandt.

Erfahrungen bestätigen, das bei 80% von Patienten mit einer angezeigten Bypass Operation der geplante Eingriff nach der Chelattherapie nicht mehr nötig war.

Verbesserungen der Symptomatik sind auch bei Tinnitus, Parkinson, Multipler Sklerose oder Diabetes bestätigt worden.

Die Risiken der Chelattherapie werden immer wieder diskutiert, weshalb sich die Frage stellt: 

Muss bei einer Chelat-Therapie mit Nebenwirkungen gerechnet werden? 

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche, risikoarme Behandlung ist zunächst die Wahl eines mit der Chelat-Therapie gut vertrauten Mediziners, der sich überdies im Vorab ein umfassendes Bild vom Allgemeinzustand und insbesondere der Nierenfunktion seines Patienten macht. 

Vorliegende Funktionsstörungen der Nieren könnten sich im Verlauf der Therapie gravierend verschärfen. Auch wird vereinzelt über Brennen an der Einstichstelle der Infusion berichtet, das aber zumeist verschwindet, sobald der behandelnde Arzt den Vorgang des Infudierens verlangsamt.

Während der Infusion können leichte Nebenwirkungen wie Fieber, Frösteln, Schwindel oder Kopfschmerz auftreten, welche aber relativ schnell wieder abklingen.

Die Wirkungsweise

Die chelatbildenden EDTA-Moleküle greifen quasi die zu beseitigenden, unlöslichen Stoffe, kapseln diese ein (daher der Begriff Chelat, von gr. Chele für Klaue, Kralle) und überführen sie in eine lösliche Form; die Blutgefäße werden wieder durchgängig. Nachgewiesenermaßen ist EDTA imstande, die Hormonproduktion der Nebenschilddrüse anzuregen.

Jenes so genannte Parat-Hormon soll abgelagertes Kalzium von den Innenwänden der Gefäße lösen und erneut den Knochen zuführen. Außerdem bindet EDTA den Organismus belastende Schwermetall-Ionen, so dass diese anschließend über die Nieren wieder ausgeschieden werden können. Auch wurden mit EDTA gute Erfahrungen im Kampf gegen freie Radikale gemacht.

Die gesetzlichen Krankenkassen stehen der Chelat-Therapie derzeit noch skeptisch gegenüber und übernehmen keine Behandlungskosten. Im Kampf gegen Arteriosklerose setzen die Kassen nach wie vor auf Präventionsmaßnahmen: Auf eine gesunde Ernährung sowie Sport und Bewegung.

Bei der Chelat-Therapie fallen Kosten für die Medikamenten-Bestandteile wie Vitamine und Elektrolyte, Infusionsmittel, Infusionsverabreichung sowie Laborkosten an. Pro mehrstündiger Infusionssitzung sollten um 100 Euro angesetzt werden, die sich als besondere Belastung steuerlich geltend machen lassen.

Die Deutsche Gesellschaft für Chelat-Therapie, Mainz-Kastel, informiert gern über einschlägige Veröffentlichungen, den gegenwärtigen Erkenntnisstand sowie wissenschaftliche Studien.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.07.2012 aktualisiert