Homöopathie Lexikon
Das Online Lexikon der Homöopathie
Was ist Homöopathie eigentlich?
Die Homöopathie ist ein Heilverfahren, das auf die Selbstheilungskräfte des Körpers setzt.
Dies ist zunächst immer ein guter Ansatz...
In der Homöopathie werden dazu "aufbereitete" Ausgangssubstanzen verwendet. Dieses
Aufbereitungsverfahren wurde vor über 200 Jahren von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann begründet.
Die Homöopathie erfreut sich zunehmender
Bekanntheit und auch Anerkennung. Inzwischen gibt es auch zahlreiche homöopathisch arbeitende Ärzte;
Heilpraktiker haben schon (fast) immer auf die Homöopthie gesetzt. Und auch an einigen Universitäten gibt es
zunehmend das Wahlfach Homöopathie.
Eine Umfrage des Allensbach-Instituts aus dem Jahr 2001 ergab, dass sich 37% der Bundesbürger schon einmal mit
Homöopathie behandeln ließen. Damit rangiert die Homöopathie auf der Beliebtheitsskala der "alternativen
Heilverfahren" auf dem ersten Platz - noch vor der Akupunktur. Und auch unsere Bundestagsabgeordneten scheinen zunehmend mehr
davon zu halten, auch wenn einzelne Stimmen fordern, die Homöopathie sofort zu streichen.
Was Sie auf dieser Webseite zu Homöopthie finden:
Sie finden für viele Beschwerden Hinweise zu verschiedenen Mitteln. Weiter unten auf dieser Seite finden Sie,
was Homöopathie kann und was nicht...
Sie finden auch die verschiedenen "Varianten" der Homöopathie:
Viele Menschen behandeln sich selbst mit Homöopathie. Auch viele Mütter geben Ihren Kindern homöopathische
Mittel.
Leider verlassen sich die meisten dabei auf Recht "vage" Tipps.
Eine Mutter, die von Ihrer Nachbarin einen "Tip" bekommen hat, kann richtig liegen, aber auch völlig falsch.
Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:
Ihre Nachbarin war wegen der Koliken Ihres Babys bei einem Heilpraktiker, der ein homöopathisches Mittel
verordnet hat. Jetzt hat die Nachbarin scheinbar das gleiche Problem mit Ihrem Baby und da kommt der Rat der
Nachbarin zustatten... "Kann man ja mal ausprobieren"...
Leider ist Homöopathie nicht ganz so einfach, denn es gibt keine Mittel gegen Beschwerden
und Symptome, sondern gegen "Kranke" in Ihrer Gesamtheit.
Dabei bildet jeder Kranke, bzw. jede Krankheit Symptome aus, die von Patient zu Patient sehr verschiedenen sein
können. Zum Beispiel hat ein Patient bei einer Grippe einen ausgeprägten Durst, ein anderer bekommt hingegen keinen
Tropfen runter.
Zur Findung des passenden homöopathischen Mittels stellen Homöopathen deshalb mitunter auch sehr merkwürdige
Fragen. Häufig sind Fragen wie:
- Wann treten Ihre Beschwerden auf?
- Wie fühlt sich das an?
- Wodurch wird es besser?
- Wodurch wird es schlechter?
Dabei sind Homöopathen immer auch auf der Suche nach dem "besonderen Symptom" einem sogenannten
Leitsymptom.
So ein Leitsymptom macht die Mittelfindung mitunter wesentlich einfacher. Folgende Grafik soll dies
veranschaulichen (für eine größere Ansicht klicken Sie einfach auf die Grafik):

Sie können sich auch eine .pdf Ansicht dieser Grafik herunterladen: Klicken Sie hierzu einfach hier - Leitsymptome in der Homöopathie.
Somit ist auch die Frage:
Haben Sie für "dieses oder jenes" auch ein Kügelchen...?
...schon beantwortet.
In der klassischen Homöopathie geht es vor allem darum das "Richtige Mittel" zu finden - manchmal hört man in
diesem Zusammenhang auch den Begriff "Konstitutionsmittel".
Wenden wir uns als nächstes der Frage zu, wie Homöopathie eigentlich funktioniert.
Wie funktioniert Homöopathie?
Auch hierzu ein Beispiel:
Nehmen wir an jemand leidet an Kopfschmerzen. Werden Sie „schulmedizinisch“ (orthodox) behandelt, wird man
versuchen bösartige oder andere Prozesse (Bluthochdruck etc.) auszuschließen. Soweit dies geschehen ist, wird von
einem „Schulmediziner“ meist ein Schmerzmittel verordnet. Dies wäre vernünftig, wenn damit die Ursache der
Kopfschmerzen beseitigt wäre.
Sind Ihre gesundheitlichen Probleme durch die Einnahme eines Schmerzmittels tatsächlich geheilt?
Bei vielen Patienten kehren die Beschwerden in unangenehmer Regelmäßigkeit wieder. Und mit der Häufigkeit der
Einnahme „schulmedizinischer“ Medikamente nehmen leider die Probleme vieler Patienten auch zu - sei es durch
Nebenwirkungen der Medikamente oder der Verschiebung der Symptome auf andere Körperbereiche.
Diese Art der Symptomverschiebung ist mittlerweile auch der Schulmedizin bekannt, wie zum Beispiel einem
(unterdrückend) behandelten Ekzem bei Kindern (Cortisonderivate), welches sich in ein Asthma „verschieben“ kann.
Dieses Phänomen ist in der Schulmedizin als " Etagenwechsel" bekannt.
"Diese Art der Symptomunterdrückung ist ungefähr so sinnvoll, als ob an ihrem Auto die Ölkontrollampe
leuchtet und sie in der Werkstatt darum bitten, das Birnchen herauszudrehen - weil es Sie nachts blendet."
Vielleicht schütteln Sie jetzt energisch den Kopf und sagen: „So einen Blödsinn würde ich mit meinem Auto nie
machen!“
Mit ihrem Körper machen es viele aber genau so.
Ich bin auch nicht gegen Cortison und andere Medikamente. In der Notfallmedizin sind diese unerläßlich und auch
lebensrettend. Die Entwicklung der Antibiotika, des Cortisons, Insulins und vieler anderer Medikamente ist eine
große Leistung unserer Pharmaindustrie. Dies sollten auch alle Naturheilkundigen nicht vergessen, die manchmal
alles in "Bausch und Bogen" verurteilen. Damit ist den Patienten genauso wenig geholfen, wie bei einem Arzt, der
seine Patienten beschimpft, weil diese bei einer Homöopathin waren...
Wenn es aber um die Behandlung chronischer Beschwerden und Krankheiten geht, hat die Naturheilkunde und auch die
Homöopathie erstaunliches zu bieten. Entweder als alleinige Behandlungsform oder auch ergänzend zur
schulmedizinischen Therapie.
Auch viele akute Krankheiten lassen sich sehr gut mit Homöopathie behandeln. Dies Wissen leider nur wenige und
trauen das der Homöopathie (leider) auch nicht zu. Dazu sollte man aber sehr genau Wissen, was man dann
tut.
Das Ziel der Behandlung mit Homöopathie
Das Ziel der Homöopathie gilt der Anregung der selbstregulatorischen Heilkräfte (Lebenskraft) des Organismus. Dies geschieht mit Hilfe in einer bestimmten Weise
aufbereiteten Arznei, die jedem Patienten und seiner persönlichen Reaktionsweise entspricht.
Das Besondere der Homöopathie ist ihr Ähnlichkeitsprinzip: Ähnliches
wird mit Ähnlichem geheilt. Die Homöopathie ist ein Heilverfahren, bei dem Kranke mit Mitteln behandelt werden, die
bei Gesunden ähnliche Krankheitserscheinungen hervorrufen würden. Diese Erfahrung wurde übrigens auch in einer
Studie zur Wirkung homöopathischer Mittel bestätigt.
Menschen erkranken auf ganz spezifische Weise, mit ganz persönlichen Krankheitssymptomen, für die das
entsprechende Arzneimittel gefunden werden muß. Homöopathische Mittel können in Form von Tabletten, Globuli (Kügelchen), Tropfen oder auch als Ampullenpräparate (Injektion) angewendet
werden.
Verdünnt? Potenziert!
Homöopathika werden „potenziert“.verabreicht. Die verwendeten Ausgangsstoffe werden nicht einfach
„verdünnt“, wie vielfach behauptet wird, sondern potenziert oder auch dynamisiert. Dieses Verfahren der
Dynamisation geht über die bloße Verdünnung weit hinaus und bewahrt so
die eigentliche „Information“ der Ausgangssubstanz. Dieses Wirkprinzip ist mit den Gesetzen der Chemie nicht
zu erklären nach dem Motto: „Das ist ja wie ein Tropfen im Bodensee“.
Erklärungsmodelle für die Wirkungsweise der Homöopathie aus der Elementarphysik
und Molekularchemie sind unbrauchbar, weil sie dieses Phänomen nicht erklären können.
Theoretische Überlegungen zur wissenschaftlichen Begründung der Homöopathie gibt es aber dennoch, nämlich aus
der Physik: genauer der Quantenphysik; aber auch Beispiele aus der Biologie:
„Schüttet man vor Hawaii oder vor Ostaustralien einige Becher Blut in den Ozean, so schießen
die Haifische aus meilenweiter Distanz darauf zu. (…) Es ist ziemlich unwahrscheinlich, daß der Haifisch
innerhalb von Sekundenschnelle chemisch-stofflichen Kontakt mit dem Blut hatte. Und wenn dies entgegen aller
Wahrscheinlichkeit der Fall gewesen wäre: Woher wüßten sie die Richtung, in welche sie streben sollten? Die
Medien im Raum, am ehesten vielleicht die Wasser-Dipole, müssen also ein Signal vermitteln, welches zwar durch
einen definierten Stoff erzeugt wird, im weiteren Verlauf jedoch unabhängig davon wirkt. Solange orthodoxe
Mediziner, welche mit der Homöopathie im Clinch liegen, diese Phänomene nicht anerkennen, werden alle ihre
Bemühungen, die Homöopathie zu verstehen, den Stempel eines hoffnungslosen naturwissenschaftlichen
Dilettantismus tragen.“ (aus: Dr. Hans Nieper in „Revolution in Medizin und Gesundheit“ 1998, S.60)
Angesehene Wissenschaftler wie zum Beispiel Luc Montagnier gehen zudem davon aus, dass
Wasser "eine Art Erinnerung an die Stoffe besitzt, die in ihm aufgelöst waren.
Leider unterliegt die Homöopathie einer ständigen Kritik. Kritik ist an sich nichts Schlechtes,
fordert Sie uns täglich aufs Neue, um unser Tun zu überprüfen. Diese Kritik geschieht im Bereich der Homöopathie
nicht immer sachlich, sondern eher emotional.
So wird immer noch dann und wann auf die "berühmte" Metaanalyse homöopathischer Studien hingewiesen, die in der medizinischen
Fachzeitschrift The Lancet im Jahr 2005 veröffentlicht wurde. In dieser Metaanalyse wurden 110 kontrollierte
Studien zur Homöopathie ausgewertet. Dabei kann die Metaanalyse überhaupt keinen Beweis gegen die
Homöopathie erbringen, weil sie nicht die reale individuelle (klassische) Homöopathie misst, wie sie
beispielsweise von den Schweizer Homöopathieärzten praktiziert wird.
Im folgenden möchte ich für Sie einmal eine "grobe" Leitlinie geben, was Homöopathie kann und was eher
nicht.
Das kann Homöopathie:
- Chronifizierung von akuten Erkrankungen verhindern (ein wichtiges Gebiet der Homöopathie)
- Chronische Schmerzen
(auch akute Schmerzen) lindern
- Heilung von Infektionen fördern
- Komplikationen von Infektionen verhindern
- Heilung von Wunden und Verletzungen verbessern
- Heilung von seelischen Verletzungen fördern (Kummer, Schreck etc.)
- notwendige schulmedizinische Therapien unterstützen
Natürlich hat die Homöopathie, wie alle anderen Therapieformen auch, ihre Grenzen.
Das kann Homöopathie nicht:
- notfallmedizinische Maßnahmen ersetzen
- körpereigene Enzyme und Hormone ersetzen
- chronische degenerative Krankheiten (wie z.B. Alzheimer, Parkinson etc.) heilen
- akute Psychosen heilen
- notwendige Operationen ersetzen
- eine notwendige konventionelle Krebstherapie ersetzen
- eine "homöopathische
Impfung" vornehmen
Auch eine ungesunde Lebensführung kann die Homöopathie nicht ersetzen. In allen Fällen kann eine homöopathische
Therapie aber eine Besserung zeigen.


Mit den besten Wünschen,
Ihr

Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge der Sebastian Kneipp Akademie
Weitere Stichworte finden Sie im Homöopathie Glossar.
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