Chronische Schmerzen
Akupunktur, Homöopathie und Selbst-Hypnose senken Ihren Bedarf an Schmerzmitteln bei chronischen
Schmerzen auf ein Minimum
Neuesten Studien zufolge können Sie bis zu 75 % an Schmerztabletten einsparen... Gehören Sie zu den rund
20 Millionen Menschen in Deutschland, die an chronischen Schmerzen leiden und die denken, dass Sie mit chronischen
Schmerzen leben müssen?
von: René Gräber - Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Interessante Themen sind: Schmerzen und Ursachen für Schmerzen
Eine gute Nachricht für Sie:
Aktuelle Studien haben ergeben, dass die drei Naturheilkunde und Alternativen-Medizin-Verfahren Akupunktur,
Homöopathie und Selbsthypnose nicht nur die Wirksamkeit der schulmedizinischen Schmerztherapie mit Medikamenten
erhöhen.
Lesen Sie weiter und Sie erfahren, wie Akupunktur, Homöopathie und Selbst-Hypnose Ihren Bedarf an den
häufig mit starken Nebenwirkungen verbundenen Schmerzmitteln reduzieren und in manchen Fällen sogar ganz ersetzen
können. Denn: Sie müssen nicht mit chronischen Schmerzen leben.
Chronische Schmerzen sind ein natürliches Alarmsignal des Körpers
Akute Schmerzen teilen Ihnen mit, dass eine Körperfunktion beeinträchtigt ist. Werden sie nicht schnell
gelindert, entwickelt der Körper ein Schmerzgedächtnis. Folge: Viele Patienten denken, dass Sie mit Ihren
chronischen Schmerzen leben müssen.
Diese Schmerzen werden besonders häufig chronisch:
Halten die Schmerzen länger als sechs Monate an,
spricht man von chronischen Schmerzen.
Die Schulmedizin setzt bei der Behandlung von chronischen Schmerzen auf Medikamente
Medikamente gehören zur Standardtherapie bei chronischen Schmerzen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat
hierzu ein Stufenschema erstellt. In der ersten Stufe bei mäßigen Schmerzen erhalten Sie Schmerzmittel wie
Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (ASS, wie z.B. ASPIRIN oder schmerzlindernde Entzündungshemmer aus
der Klasse der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), wie z.B. VOLTAREN.
Für stärkere Schmerzen kommen die Stufen zwei bis vier zum Einsatz, die zusätzlich Opioide in ansteigender
Stärke enthalten und auch als Pflaster erhältlich sind. Diese morphinartigen Mittel sind reine Schmerzmittel ohne
Entzündungshemmung und v.a. bei Nervenschmerzen die erste Wahl.
Solange diese Mittel gegen Schmerzen eingenommen
werden, machen diese nicht süchtig! Auch trizyklische Antidepressiva haben einen festen Platz in der klassischen
Schmerztherapie.
Schmerzmittel haben oft starke Nebenwirkungen
Alle genannten Medikamente sind zwar sehr wirksam, können jedoch erhebliche Nebenwirkungen haben.
Zu den Nebenwirkungen von Schmerzmitteln zählen unter anderem:
Opioide haben hingegen andere Nebenwirkungen: diese verursachen häufig Übelkeit, Müdigkeit,
Verstopfung und Blutdruckabfall.
Um die Verträglichkeit der NSAR zu erhöhen, erhalten viele Patienten so genannte Protonenpumpenhemmer, um die
Bildung der Magensäure zu verringern und so den Magen zu schützen.
Doch auch die Protonenpumpenhemmer können bei Langzeiteinnahme erhebliche Nebenwirkungen haben, die von
Verdauungsstörungen und Übelkeit über Entzündungen der Mundschleimhaut und Candida-Pilzinfektionen, bis hin zu
Leberentzündungen und Blutbildveränderungen
reichen. (Blutwerte)

Die neuen Cox-2-Hemmer (z.B. VIOXX) schienen verträglicher zu sein
Als besser verträgliche Alternative zu den NSAR wurden in den vergangenen Jahren die so genannten Cox-2-Hemmer
entwickelt. Sie wirken entzündungshemmend, indem sie das Enzym Cyclooxygenase (Cox) blockieren, das u.a. für die
Bildung von Entzündungs-Botenstoffen zuständig ist....
Im Fall des durch seine Nebenwirkungen in Verruf geratenen Medikaments Vioxx gerät nun auch die Ärzteschaft in
die Kritik: Ärzte hätten bei der Verschreibung zu wenig Sorgfalt walten lassen.
"Vioxx wurde von vielen Ärzten zu großzügig verschrieben, obwohl es wesentlich teurer ist als klassische,
lang eingeführte Präparate, deren Nebenwirkungen bekannt sind", sagte Heiner Berthold der Zeitung
Rheinische Post. Herr Berthold ist Geschäftsführer der zur Bundesärztekammer gehörenden Arzneimittelkommission.
Auch der Bremer Pharmakologe Dr. Gerd Glaeske attackierte die Mediziner und warf der Ärzteschaft mangelnde
Sorgfalt bei der Verschreibung von Medikamenten vor:
"Wir erleben erneut, dass Ärzte die zugegebenermaßen untypischen Nebenwirkungen eines neu eingeführten
Produkts schlichtweg nicht wahrnehmen", sagte Glaeske der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.
Sowohl im Beipackzettel, als auch über Fachinformationen seien Ärzte darüber informiert worden, dass Vioxx in
Risikofällen unter anderem zu Herzinfarkten führen könne. Die Europäische Gesundheitsbehörde habe diesen Hinweis
vor einigen Monaten noch weiter verschärft. "Alle haben geahnt, dass es irgendwann knallt", so Dr. Glaeske. Es
müsse für Ärzte endlich zum Pflichtprogramm werden, die Risiken neuer Mittel zu berücksichtigen, so seine
Forderung.
Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Frau Helga Kühn-Mengel, griff auch die Arzneimittel-Industrie
scharf an. "Der Fall Vioxx ist ein typisches Beispiel dafür, wie unter dem Stichwort Innovation in Wirklichkeit oft
Scheininnovationen auf den Markt kommen", sagte Kühn-Mengel der Hannoverschen Neuen Presse.
Mehr über solche Medikamentenskandale lesen Sie hier.
Homöopathie wirkt zwar in chronischen Fällen langsamer, hat dafür aber keine
Nebenwirkungen
Mehrere Studien zeigten bisher, dass homöopathische Komplexmittel entzündliche Gelenkschmerzen genauso gut
lindern können wie NSAR oder Cox-2-Hemmer.
In einer deutschen Studie mit dem Mittel Zeel comp. an rund 600 Patienten mit Kniearthrose erwies
sich das Homöopathikum dabei eindeutig verträglicher als die Cox-2-Hemmer Celecoxib und Rofecoxib, wie die
Fachzeitschrift Der Allgemeinarzt im Dezember 2003 berichtete.
Es dauerte nur ein bis zwei Wochen länger, bis die volle Wirkung einsetzte. Das Homöopathikum enthält u.a.
Auszüge aus Beinwell, Arnika und Bittersüß in homöopathischen Aufbereitungen.
Akupunktur macht die konventionelle schulmedizinische Therapie wirksamer
Nachdem die amerikanische Gesundheitsbehörde National Institute of Health (NIH) die Akupunktur als
ergänzende Methode bei Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden und Rückenschmerzen sowie bei Fibromyalgie empfohlen hatte, starteten
verschiedene deutsche Krankenkassen mehrere Modellversuche.
Bisher beteiligten sich an einer Studie z.B. die Techniker Krankenkasse mit rund 250.000 Patienten. Die Hälfte
der Teilnehmer erhielt zusätzlich zur üblichen Schmerztherapie auch Akupunktur.
Eine erste Auswertung im Frühjahr 2004 zeigte, dass es den Akupunktur-Behandelten durchweg besser ging: 75% der
Patienten mit Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen berichteten über eine
deutliche Linderung.
Bei Arthrose, Halswirbelsäulen- und
Menstruationsschmerzen fühlten
sich sogar mehr als 80% über sechs Monate lang wesentlich besser. Dagegen waren in der Gruppe mit der klasischen
Therapie nur 25 bis 30% vergleichbar von Schmerzen befreit.
Auch mit Selbsthypnose sparen Sie Schmerzmittel
Dass auch die persönliche Einstellung Schmerzen lindern kann, zeigt eine aktuelle Untersuchung
der Universität Göttingen an 30 Patienten, die an chronischen Rückenschmerzen, Migräne (Schmerzen)oder Rheuma leiden.
Zusammen mit ihrem Therapeuten gestalteten die Patienten zunächst eine individuelle Tonkassette, mit deren Hilfe
sie zweimal täglich und bei jeder neuen Schmerzwelle entspannende Phantasiereisen unternahmen. Außerdem nahmen sie
an einer Verhaltenstherapie teil, um schmerzverstärkende und Auslösende Situationen besser zu bewältigen.
Mit dieser kombinierten Therapie konnten die Versuchsteilnehmer ihren Schmerzmittelbedarf um 60 bis 75%
senken.
Jeder Schmerzpatient braucht eine maßgeschneiderte Therapie
Für chronische Schmerzen gibt es kein „Patentrezept“. Jeder Patient braucht ein ganz individuelles
Behandlungsprogramm, das meist mehrere Therapieverfahren beinhaltet.
Lassen Sie sich nicht nur mit Schmerzmitteln abspeisen! Verlangen Sie im Zweifelsfall die Überweisung an eine
der ca. 500 ärztlichen Schwerpunktpraxen, Schmerzambulanzen und Spezialabteilungen an Kliniken, die die genannten
natürlichen und alternativen Verfahren mit anbieten oder wenden Sie sich an einen Heilpraktiker-Verband. Hier finden Sie zahlreiche
Therapeuten, die die genannten alternativen
Heilverfahren beherschen.
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.10.2011 bearbeitet.
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