IgE-Antikörper und Typ-I-Allergie
Welche Rolle spielen IgE-Antikörper bei der Typ-I-Allergie?
Bei einer Allergie „schießt” die Immun-Abwehr weit über das Ziel hinaus.
von: René Gräber - Heilpraktiker und
Gesundheitspädagoge
Ein kurzes Beispiel soll dies anhand der Typ I Allergie verdeutlichen:
Wenn Krankheitserreger, z. B. Viren oder Bakterien, in unseren Körper eindringen, bildet das Immunsystem ganz
spezifische Antikörper, um bei erneutem Kontakt gut gefeit gegen die jeweiligen Erreger zu sein. Diese Antikörper
haben einen Fangarm, mit dem sie den Erreger „festsetzen”. Ein typisches Beispiel für solch eine Typ I Allergie ist
der Heuschnupfen oder auch die gefürchtete Insektengift Allergie oder Bienengiftallergie.
Auch gegen an sich völlig harmlose Fremdstoffe wie z. B. Pollen produziert der Körper eine ganz geringe Anzahl
Antikörper aus der E-Klasse der Immunglobuline (IgE).
Bei einer Allergie stellt das Immunsystem jedoch Unmengen der IgE-Antikörper her, das sich sofort auf die
eindringenden Pollen stürzt und die so genannten Mastzellen im Gewebe veranlasst, das Gewebshormon Histamin
auszuschütten. Dieses bewirkt die allergischen Symptome.
Die Reaktion, die bei gefährlichen Krankheitserregern lebensnotwendig ist, verläuft also bei den harmlosen
Pollen restlos überzogen. Wenn es zum Allergieschock kommt, kann diese sogar lebensbedrohlich
werden.
Auch die Neurodermitis-Symptomatik mit
geschwollener Nasenschleimhaut, vermehrter Bildung von Nasensekret und Tränenflüssigkeit, Niesen und Juckreiz in Nase und Augen sowie einer Schwellung der
Augenlider ist typisch für solch eine Typ I Allergie. Bei der Neurodermitis (auch: atopisches
Ekzem), zeigen sich als Folge der Histamin-Ausschüttung die typischen Symptome an der Haut, wie Quaddeln, Rötung
und der typische Juckreiz, der die Patienten am meisten quält. Die Bläschenbildung, das Nässen der Haut und die
Vergrößerung des Ekzems sind bei der Neurodermitis jedoch eine Folge einer zusätzlichen zellvermittelten
allergischen Reaktion.
Bei Nahrungsmittel Allergien wird durch Histamin und
andere Stoffe eine Entzündung der Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes verursacht. Als Folge können Juckreiz und ein
Brennen im Mund auftreten, sowie Übelkeit, Erbrechen,
Durchfall oder auch Bauchschmerzen. Um die Stadien dieser Beschwerden und die
Schwere der Symptome besser beurteilen zu können, ist es hilfreich zu
wissen, wie ein Allergieschock abläuft. Gar nicht so
selten tritt bei Nahrungs-Allergien zusätzlich ein atopisches Ekzem (Neurodermitis) auf.
Beim Asthma
bronchiale findet die Reaktion der Typ I Allergie direkt in der Lunge statt. Dabei kommt
es zu einer vom Histamin verursachten Schwellung und übermäßigen Schleimbildung der Schleimhaut in den Atemwegen.
Dabei werden die Bronchien verengt, verkrampfen sich und lösen dadurch die gefürchtete Atemnot aus.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.10.2011 bearbeitet.
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