Meinungen zu den Aussagen von Udo Pollmer

  • Guten Morgen.


    Was haltet ihr von diesem Mann und seinen Vorträgen. Mein Mann hat ihn sich heute angesehen, und mich ganz erschrocken informiert, es sei gar nicht so gut, das ich soviel trinke, das könne sogar lebensgefährlich sein. Wenn man viel trinkt und dann Salz ißt, und sofort auf die Toilette muß, ist es schon ein Anzeichen dafür, daß ich zuviel trinke.

    Nun ich trinke zwischen 2 und 4 Liter Mineralwasser am Tag, und achte eigentlich eher auf meinen Körper dabei, also ich trinke nicht aus Langeweile, oder so. Am späten Morgen esse ich eine Scheibe Haferbrot mit Butter und Salz (Steinsalz oder Rapunzel Meersalz mit jodhaltigen Algen), und Kräutern. Über den Tag verteilt esse ich dann Gemüse, wie grüne Gurken, Tomaten, Avocados und so weiter mit Salz.


    Ich finde ja solche Vorträge sehr gefährlich, weil er gar nicht darauf eingeht, welches Wasser, welches Salz und so weiter, und ehrlich gesagt mag ich mir seine Vorträge auf Youtube nach der Schilderung meines Mannes auch gar nicht ansehen.

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • Moin,

    Ich trinke auch an manchen Tagen 3 Liter am Tag und bekommt mir gut.

    Darüber hinaus gehe ich jedoch nicht, weil ich das auch schon mal als Bericht gesehen habe.

    Soll dann nicht so gut fürs Gehirn sein.

    Man kann sich auch tot trinken-


    Die Dosis macht das Gift, sagt der Volksmund.

    Das gilt auch für für ganz normales Wasser, sagt Prof. Matthias Girndt, Nierenspezialist am Uniklinikum in Halle.

    Man kann sich tatsächlich an Wasser vergiften, wenn man zu viel davon zu sich nimmt.

    Die Nieren können bis zu einem gewissen Grad zusätzliche Wasserzufuhr regulieren, aber dieser Mechanismus kann auch überfordert werden. Überfordern bedeutet, der Körper kann die Salzkonzentration im Blut nicht mehr auf Normalniveau halten.

    Die Nieren kommen mit dem Ausscheiden von Flüssigkeit nicht mehr hinterher und es entsteht ein gefährliches Konzentrationsgefälle zwischen Blut und Körperzellen.


    Die Flüssigkeit ist bemüht - Stichwort Osmose - dieses Konzentrationsgefälle auszugleichen: Wenn die Salzkonzentration außerhalb der Zelle, also im Blut, stark absinkt, strömt das Wasser in die Zelle hinein und sie schwillt an. Das ist vor allem beim Gehirn ein Problem, weil das Gehirn keinen Platz hat sich auszudehnen. Schwindel, Kopfschmerzen sind die Folge, also ähnliche Symptome wie bei Flüssigkeitsmangel. Dazu kommen Krämpfe bis hin zu lebensbedrohlichen komatösen Zuständen.


    https://www.mdr.de/wissen/mens…-trinken-schadet-100.html

    LG

    Tu deinem Leib des öfteren etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.

    (Teresa von Avila)

  • Hallo Nelli, kannte Udo Pollmer vorher auch nicht; habe mir mal das Video von ihm zur Wasservergiftung angesehen. Er begründet seine These so, dass der Mensch Natrium benötigt um Wasser ausscheiden zu können und behauptet, dass Kinder die ihren kalorischen Bedarf über z.B Apfesschorle decken weniger essen und dadurch weniger Natrium aufnehmen. In Lebensmitteln werde auch weniger davon zugesetzt.

    Dann meint er dass auch alte Menschen zwangsbewässert werden bei gleichzeitig Natriumarmer Ernährung und dass es dann zu Hüftfrakturen kommt- über Umwege. Und letztlich beschreibt er noch recht lustig eine amüsante Anekdote über Studien.

    Fazit: nicht das Wasser ist das Problem sondern der Salzmangel.

    Wir haben gelernt dass Wasser trinken wichtig ist. Wir brauchen es zum Nährstofftransport, zur Entgiftung usw.

    Dass Salz wichtig ist wissen wir auch, das ist möglicherweise nicht überallhin durchgedrungen; Pollmer spricht hier nur von Natrium, wir wissen dass ein Natriumüberschuss ebenfalls schädlich ist, dass Salz nicht gleich Salz ist, wie Du richtig angemerkt hast.

    Wenn man sehr viel Wasser (mehrere Liter) auf einmal trinkt kann es tatsächlich gefährlich werden, hat auch überhaupt keinen Sinn.

    Aber im Prinzip geht es in diesem Video auch um Natriummangel. Und der dürfte meiner Meinung nach kaum vorhanden sein, es sei denn es werden die Vorschläge mancher Ärzte für eine salzarme Ernährung umgesetzt.

    Insgesamt würde ich weder diesen Vortrag noch Udo Pollmer überbewerten. Er ist mir auch nicht sonderlich sympathisch.

  • Die Flüssigkeit ist bemüht - Stichwort Osmose - dieses Konzentrationsgefälle auszugleichen: Wenn die Salzkonzentration außerhalb der Zelle, also im Blut, stark absinkt, strömt das Wasser in die Zelle hinein und sie schwillt an. Das ist vor allem beim Gehirn ein Problem, weil das Gehirn keinen Platz hat sich auszudehnen. Schwindel, Kopfschmerzen sind die Folge, also ähnliche Symptome wie bei Flüssigkeitsmangel. Dazu kommen Krämpfe bis hin zu lebensbedrohlichen komatösen Zuständen.

    Eine Möglichkeit wäre allerdings auch noch dem Wasser Salz in Form von Sole o.ä. zuzusetzen.

    Dann kann problemlos auch viel getrunken werden. Ich komme auf mind. 2l, an Tagen an denen ich Trinkfaul bin, bis zu 4 oder mehr Litern Flüssigkeit, in Tee, Zitronenwasser, Gemüse- und sonstige Säfte, Suppen, und Wasser. Auch in der Nahrung ist ja noch Wasser enthalten. Wenn man satt ist besteht kein Grund noch mehr zu trinken. Also müssen wir nur auf unsere Körpersignale hören.

  • Udo Pollmer ist für mich zuviel Influencer der Wirtschaft, ich mag die Bücher von Hans Ulrich Grimm viel lieber. Pollmer spricht natürlich nur vom Natrium, für die Wissenschaft ist Salz eben gleich Salz.


    Meiner Meinung nach trinken alte Menschen nicht mehr soviel Wasser, weil sie die wenigen Mineralstoffe und Spurenelemente nicht auch noch ausschwemmen wollen. Wenn man viel trinkt, sollte man auch auf Versorgung mit Elektrolyten achten, aber nicht nur Natrium, sondern auch andere. Ich würde etwas Totes Meersalz dazunehmen oder eben hin und wieder eine Heilquelle, bzw. Kräutertee trinken oder etwas Heilerde dazugeben.

  • Meiner Meinung nach trinken alte Menschen nicht mehr soviel Wasser, weil sie die wenigen Mineralstoffe und Spurenelemente nicht auch noch ausschwemmen wollen. Wenn man viel trinkt, sollte man auch auf Versorung mit Elektrolyten achten, aber nicht nur Natrium, sondern auch andere.

    ...und die Nierenfunktion spielt da sicher auch eine Rolle. Und Gewohnheiten, die Ernährung...

  • Herrje, der Mann ist Lebensmittelchemiker. Das hätte ich ja mal nachlesen können, bevor ich hier so einen Beitrag aufmache.


    Oh solche habe ich leider kennengelernt. Die sind meißtens so begeistert von dem was man im Reagenzglas alles nachbauen kann, und meinen dann, es wäre ja sowieso dasselbe, wie das in der Natur vorkommende. Auch sind sie übertrieben von sich selbst überzeugt, als wüßten sie alles über die Natur, nur weil sie gelernt haben, wie man sie nachbauen kann. Wie etwas in der Natur funktioniert, und wie alles zusammen spielt und tanzt, davon haben die keine Ahnung.


    Sehr gefährlich solche Menschen, vor Allem, wenn sie keine anderen Meinungen zulassen.

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • Eines vorweg - Pollmer ist hochintelligent, mit enormem Wissen, hat zu Hause eine Bibliothek mit Hunderten Büchern über Toxikologie und Esskultur. Das war´s aber auch schon. Ansonsten ist er lediglich schräg, laut (im Sinne von "Hört her, was ich Euch zu sagen habe") und provokant.

    Allerdings ist er damit vor langer Zeit gut in den Medien angekommen. Insbesondere durch sein literarisches Erstwerk "Iß und stirb" aus dem Jahr 1982. Und seit dem müssen wir ihn ertragen, er klebt wie Gülle am Stiefel.


    Einer seiner kruden Thesen ist, ... dass wir - da wir ja Säugetiere sind - in anderen Säugetieren eher das finden, was unser Körper braucht, als in einer Staude am Wegesrand. Wenn Mütter sagen: Mein Kind bekommt weder Milch noch Fleisch, sondern Rohkost und Smoothies, dann frage ich mich, ob das Kind wohl von einer Gurke abstammt. Dann sind Gurken sicher ein vollwertiges Lebensmittel."

    Und genau das macht ihn leider so erfolgreich - seine "unwissenschaftliche" Ironie.


    Er steht auf dem Standpunkt, dass gegen die damaligen Probleme mit Agrargiften, die heutigen eine Lappalie seien, hohe Hormonrückstände im Fleisch etwa, oder auch Glyphosat und Bisphenol A. Seiner Meinung nach alles relativ harmlos. Was er aber nicht für harmlos hält, sei die ziemliche Zunahme an Darmentzündungen durch Rohkost-betonte Ernährung.


    Für Pollmer ist Wurstsalat als logische Konsequenz auch vitaminreicher als Kopfsalat, da die Wurst durch die industrielle Zugabe von Ascorbinsäure eben mehr Vitamin C enthalte als ein Salatblatt. Womit er natürlich recht hat - sofern man den Wurstsalat mit einem drei Wochen alten Salatblatt vergleicht.

    Auch hält er Pommes für KInder für sinnvoller als Pellkartoffeln, da Kartoffeln giftige Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde enthalten, die das Frittieren dann aber unschädlich macht. Seiner Meinung nach fördert Nitrit aus Pflanzendüngern auch keinen Krebs, sondern wirke ganz im Gegenteil im Magen desinfizierend, schütze daher vor allen möglichen Lebensmittelinfektionen.


    Pollmer ist ein Aufklärer, sagt er über sich selbst, alle anderen nichts als Angstmacher. Greenpeace etwa. Oder auch der BUND und foodwatch. Für ihn lediglich Spendensammelorganisationen.


    Aber Pollmer muss es wissen, immerhin ist er Gründer und Rektor des Europäischen Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften. Und steht auf dem Standpunkt, dass es mittlerweile wissenschaftlicher Konsens sei, dass alle Diäten Unsinn seien, vor allem dieses "low carb sei besser als low fett." (auf deutsch, wegen der englischen Zensur)

    Das Gute - er beweist seine These direkt an eigener Person: Schütteres Haar, fahle Haut, schlechte Augen, massives Übergewicht.

    Udo Pollmer - ein Supersonderexperte, der ständig seine akademische Autorität mißbraucht und uns das Fürchten lehren will.


    Für Pollmer habe ich daher nur eines übrig - einen freundlichen Gruß mit beiden Händen, bei denen jeweils ein Finger eine besondere Rolle spielt.

  • Danke, sehr interessant! Genau diesen Eindruck machte er auf mich. Erinnert mich ein bisschen an eine Frau Doktor die es auf Kokosöl abgesehen hat. Die werden wohl dafür bezahlt die Menschen zu verunsichern die versuchen herauszufinden was eine gesunde Ernährung ist. Und auch noch im Namen der Wissenschaft.

  • Udo Pollmer hat Ahnung von Chemie und Zusatstoffen, aber nicht von gesunder Ernährung mit ganzheitlichen Ansätzen. Das sieht man ja an seiner Figur und von seinen Outfit ganz zu schweigen!


    Da schaue ich mir auf Youtube lieber Prof. Dr. Claus Leitzmann an. Für mich ein sehr erfahrener Ernährungswissenschaftler und Mikrobiologe.

    Mit seinen 86 Jahren immer noch ein charmantes Erscheinungsbild und gefragter Redner

    mehr darüber: https://youtube.com/watch?v=-uWjCwdfzC0

    viele Grüße

    Eugen

    Täglich Kokoswasser trinken hilft die Blutfettwerte senken, reinigt auch noch Blut und Nieren, und hilft dir beim Gelenke schmieren. ( Eigenzitat )

    2 Mal editiert, zuletzt von Franz-Anton () aus folgendem Grund: Text ergänzt

  • Genau diesen Eindruck machte er auf mich. Erinnert mich ein bisschen an eine Frau Doktor die es auf Kokosöl abgesehen hat.

    Oh, die habe ich auch gesehen. Als sie zum dritten betonte, Kokosöl ist pures Gift, habe ich ihren Vortrag ausgeschaltet.

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • Das Gute - er beweist seine These direkt an eigener Person: Schütteres Haar, fahle Haut, schlechte Augen, massives Übergewicht....

    Das ist mir auch aufgefallen, besonders gesund sieht er nicht aus.

    Moderates Übergewicht ist ja nicht schlimm, hab ich auch, das ist manchmal auch bis zu einem bestimmten Grad Veranlagung, aber soviel Bauch spricht eher für falsche Ernährung.

  • René Gräber

    Hat den Titel des Themas von „Udo Pollmer“ zu „Meinungen zu den Aussagen von Udo Pollmer“ geändert.
  • Da schaue ich mir auf Youtube lieber Prof. Dr. Claus Leitzmann an.

    mehr darüber: https://youtube.com/watch?v=-uWjCwdfzC0

    Danke für den Tipp! Habe ich mir bereits angesehen. Und schon in der ersten Minute kam der wichtige Hinweis auf Ballaststoffe und wie wichtig sie sind. Hatte ich ja beim Thema "Der Tod sitzt im Darm?" auch schon drauf hingewiesen.

    (Ehrlich gesagt, freue ich mich immer ein wenig, wenn solche Fachleute mich bestätigen)