Chronische Rückenschmerzen

  • Hallo allerseits,


    mittlerweile weiss ich, dass ich nicht alleine bin, aber das hilft mir leider auch nicht :S 



    Ich heisse Melanie und habe seit Jahrzehnten einen Bürojob. Meine Orthopäde sagt natürlich das ist die Ursache für meine Rückenschmerzen, aber früher waren sie ja auch nicht da.



    Einen Bürojob werden die meisten Leute haben, also hoffe ich auf rege Anteilnahme und Vorschläge bzw. Empfehlungen wie ich diese in den Griff bekommen kann.



    Bisher habe ich bereits mit meinem Arbeitgeber über einen höhenverstellbaren Bürotisch verhandelt. Jetzt habe ich gesehen, es gibt diese hoch und runter-wippenden Stühle - hat jemand damit Erfahrung?



    Die Symptome sind abends immer stärker und morgens nach einer erholsamen Nacht, deutlich besser :whistling: 



    Vielleicht geht es jemanden ähnlich???



    Danke schonmal im Vorfeld -


    Melanie :)

  • Hallo,


    bei chronischen Rückenschmerzen ist ein Vitamin D3 Test obligatorisch. siehe dazu mein Beitrag. Heilpraktiker Andreas Kallmeyer schreibt:

    Zitat


    Wenn Sie Rückenschmerzen haben (und auch bei anderen chronischen Erkrankungen),


    lassen Sie endlich Ihren Vitamin D3 Spiegel prüfen! Vermutlich sind Sie geschockt, wie niedrig dieser ist


    zumindest geht es vielen Patienten in meiner Naturheilpraxis so. 

    Bei einen niedrigen D3 Spiegel wäre auch eine Knochendichtemesssung dringend angebracht. Dazu noch ein Bericht über D3:

    Zitat

    Nach langen Jahren unabhängiger Recherchen über den Alterungsprozess und über Krankheiten stiess ich vor etwa acht Jahren auf einen Artikel, in dem behauptet wurde,dass 80 Prozent aller unter Beschwerden und Schmerzen leidenden Menschen einen zu niedrigen Vitamin-D3-Spiegel aufwiesen.

    Gleich nachdem ich das gelesen hatte, begann ich damit, Vitamin D3 in täglichen Dosen von 4.000 IU (also dem Zehnfachen der empfohlenen Dosis) einzunehmen.


    Innerhalb eines Monats waren fast alle meine arthritischen Beschwerden verschwunden.


    zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-d-dosierung-ia.html 

    Bescheidenheit ist der Anfang der Sitte, Recht und Unrecht unterscheiden ist der Anfang der Weisheit - Mong Dsi.

    3 Mal editiert, zuletzt von Bernard ()

  • [...] Jetzt habe ich gesehen, es gibt diese hoch und runter-wippenden Stühle - hat jemand damit Erfahrung?

    Falls du die Swopper meinst - darauf schwöre ich :thumbsup: 
    Vor ca. 15 Jahren mehrten sich die Rückenschmerzen, die Abstände zw. Lumbago-Anfällen, wo ich 3-4 Tage kaum gehen konnte, wurden immer kürzer. Zudem brennende Schmerzen in der HWS, die nicht mal beim Schlafen weggingen.
    Ich habe mir einen Swopper geleistet und binnen kurzer Zeit war ich beschwerdefrei! Seit damals sind Kreuzschmerzen, die mich gehunfähig machen, Geschichte. Und mein Röntgenbefund ist ziemlich harmlos in Anbetracht dessen, dass ich im Schnitt 10-12h/tgl. am PC sitze u. wenig Sport betreibe.


    Ich kann Swopper nur empfehlen. Damals gab es die nur als Hocker, ohne Lehne, was sehr gewöhnungsbedürftig war. Mittlerweile gibt es sehr viele Modelle, auch mit Lehne. Der Preis ist recht hoch, aber dem Rücken zuliebe zahlt sich das wirklich aus - und mein Swopper hält noch immer, also Langlebigkeit ist auch gegeben.

  • Was hier zum Vitamin D gesagt wurde stimmt in gewisser Weise auch.


    Aber es ist mitnichten die alleinige Ursache, als die es oftmals hingestellt wird.


    Mehr zu den Ursachen in meinem Beitrag:


    http://www.naturheilt.com/Inhalt/Rueckenschmerz.htm


    Eine Übersicht zu Therapie-Möglichkeiten bei chronischen Schmerzen gebe ich in diesem Beitrag:


    http://www.naturheilt.com/Inhalt/Schmerzen.htm


    Da ist die Sache mit dem Vitamin D (noch) nicht drin, aber auch dazu hatte ich bereits mehrfach geschrieben:


    http://www.vitalstoffmedizin.com/vitamine/vitamin-d.html


    Und wegen der Bedeutung dieses Vitamins auch ein Büchlein dazu verfasst:


    http://www.renegraeber.de/vitamin-d-therapie.html

  • Hallo,


    Mit Rückenschmerzen ist das so eine Sache. Am besten kann man dagegen vorgehen, wenn man die Ursache kennt. Aber das Finden der Ursache ist halt das Problem. Gerade wenn man in einem Bürojob arbeitet wird man gern mit schlechter Haltung gekennzeichnet. Das ist ja auch sicherlich oft der Fall, aber halt nicht immer. Und wie bei dir auch kommt dann halt der Gedanke auf "Aber früher war es doch auch nicht so..."
    Persönlich hab ich in so einer Situation ganz gute Erfahrungen damit gemacht mal den Arzt zu wechseln und eine zweite Meinung einzuholen. Das ist aber natürlich abhängig von der Stärke der Schmerzen. Sollte Interesse an einer zweiten Meinung bestehen kann ich die Apex Spine Klinik sehr empfehlen.


    Schöne Grüße

  • Hallo
    Ich hab auch einen beruf bei dem ich viel sitze,
    und daher auch immer mit rücken probleme.
    mir hat schon oft " Feldenkreis" geholfen.
    Oder besonders im unteren Rücken Wärmepflaster mit chilli.
    wünsch alles gute
    mary

  • Hallo


    ich habe mir vor einigen Wochen einen Massagesessel angeschaft, ich hab zwar keine Rückenprobleme der ist bei mir mehr wegen Entspannung nach dem Sport oder bei kleineren Verspannungen, trotzdem habe ich sehr viele positive Rezessionen gelesen (viele hatten bei regelmässiger Anwendung keine Rückenprobleme mehr).

    Soll nur eine Anregung sein (bei chronischen Geschichten wirds wohl weniger helfen)


    LG Manfred


    Licht ist Leben / ohne Licht kein Vitamin D / ohne Vitamin D keine Gesundheit / deshalb schaut auf euren Vitamin D Spiegel und natürlich auch auf eine gesunde Ernährung mit ausreichend Bewegung !

    Einmal editiert, zuletzt von René Gräber ()

  • Das mag jetzt etwas befremdlich klingen, aber die Lösung für nahezu alle orthopädischen Probleme: Functional Patterns.

    Schaut es euch an, es hat mein Leben verändert. Wie oft bin ich zu Physios gegangen, die mir dann auch Schmerznachlass bieten konnten, aber eben nur für eine bestimmte Zeit. Wie oft hat man mir gesagt "deine Skoliose kann man nicht mehr verbessern, das ist knöchern".

    Es ist keine Übertreibung wenn ich sage 95% aller Physios, Orthos und sonst was fehlt ein entscheidendes Element, das in der traditionellen Medizin nicht unterrichtet wird. Die Reintegration der Muskeln in einen neu erlernten, korrekten Bewegungsablauf.

    Functional Patterns kommt aus Amerika, inzwischen gibt es auch ein paar Physios in Deutschland die das anwenden. Die Leute verändern leben, schaffen Sachen von denen die Industrie bis jetzt geträumt hat.


    Der Körper funktioniert als "ein Muskel", und das hat der Gründer von Functional Patterns erkannt und in Therapie umgesetzt.

    Mein Leben hat es komplett verändert.


    Ich glaube ich darf das hier nicht verlinken, aber sucht mal auf YouTube nach "Functional Patterns Ashley Kramer". Das ist der Wahnsinn.

  • Anfang 2017 hatte ich morgens leichte Rückenschmerzen. Nicht der Rede wert eigentlich. Bestimmte Bewegungen waren halt schmerzhaft, aber gewöhnlich brachte ich so was einfach mit Bewegung wieder in Ordnung. Am selben Tag war nachmittags ein Schulgespräch mit der Lehrerin meines älteren Sohnes. Da saß ich dann auf einem dieser kleinen Stühle. Als ich da saß zog der Schmerz an! Ich stand lange nicht auf, dachte, das gehört sich nicht, wie sollte ich das erklären etc. War ein schlimmer Fehler, denn der Schmerz wurde so stark, dass ich nicht mehr sitzen KONNTE. Wollte dann auch nach Hause gehen (meine Exfrau hatte mich mitgenommen im Auto), weil ich ja nicht sitzen konnte. War auch ein Fehler, denn der Schmerz wurde beim Laufen immer stärker und stärker. Als ich zuhause ankam war mein rechtes Bein nicht nur durch die Schmerzen so blockiert, dass ich fast die Treppe nicht hoch kam. Legte mich aufs Bett, seufzte und wollte nie wieder aufstehen. Aber dachte dann: Wenn das hier kein Bandscheibenvorfall ist - was dann? Also berappelte ich mich, ging zum ärztlichen Notdienst, wo ich auf eine harte Pritsche gelegt wurde und intravenös Schmerzmittel bekam. Durch die Pritsche wurde es NOCH schlimmer. Wie sollte ich gehen, stehen, laufen? Der Arzt (ich könnte ihn steinigen) schickte mich heim. "Ich müsste sie jetzt zur Notaufnahme schicken, aber wenn sie da hin kommen können, würde man sich fragen, was Sie da zu suchen haben..."


    DIe nächste Nacht lag ich daheim nur auf dem Rücken, das ging einigermaßen, dann begann die eigentliche Tortur. Zwar konnte ich mich tags super bewegen (null Blockaden, nur das rechte Bein, das auch etwas taub geworden war, "bockte"). Aber nachts kamen nach maximal 30 Minuten unsägliche Schmerzen. Das ging so für 3 - 4 Monate. Dann wurde es besser. Das MRT später zeigte höchstens eine kleine Vorwölbung einer Bandscheibe. Der Nerventest erbrachte, dass der Nervus Obturatorius geschädigt sei und man vermutete, dass ich eine Autoimunerkrankung gehabt hätte (als die Diagnose gestellt wurde, waren die Schmerzen schon wieder weg, weil sich alles so lange hinzog). Das könne mal vorkommen, wäre nun aber Geschichte und würde wohl auch nicht wiederkehren. Hatte wohl auch mit Stress zu tun, den ich zu der Zeit definitiv hatte.


    Bis April 2018 hatte ich Ruhe. Dann begann es damit, dass ich ab und zu ein fieses "Kneifen" im "Gesäß" hatte. Einseitig (rechts). Schließlich wachte ich eines Nachts auf und alle zehn Minuten entlud sich ein "Blitz" (gefühlt) von "Pobacke" (sorry, ist aber so) bis über das Schienbein bis in den Fuß. Dieser Schmerz steigerte sich dann pulsartig und verschwand dann so spontan wie es gekommen war. Alle zehn Minuten. Das war an einem Mittwoch. Ich bekam Kortison von meiner Hausärztin verschrieben, das ich an dem Mittwoch erstmals einnahm (Tabletten). Donnerstag mittag bekam ich die Schmerzen erstmals auch am Tag anhaltend. Daraufhin ging ich viel zu Fuß, lies bei meiner Shiatsu-Therapeutin u.a. meine Faszien bearbeiten und wärmte die entsprechende Stelle nachts extrem mit einem ABC-Pflaster. Auf der Seite liegen (rechte Seite) geht seither noch nicht so gut, weil dann der Schmerz anzieht (wenn auch gefühlt weit entfernt und langsam). Links ist besser, Rücken am Besten. Dennoch sind die Schmerzen weit in den Hintergrund getreten seit der "Pflaster-Nacht". Ich traue dem jedoch nicht.


    Am Tag spüre ich seit dem Donnerstag nur hin und wieder eine kleine "Erinnerung", dass da noch was ist, ohne das es so stark ist wie an jenem Donnerstag.


    Was ich seltsam finde: Ich kann mich (fast.... siehe "Liegen auf der rechten Seite") bewegen wie ich will. So gesehen ist es kein "normaler" Ischias, denke ich. Kennt jemand ähnliche Geschichten von Schmerzen, die alle zehn Minuten anziehen oder von Schmerzen, die vor Allem im Liegen kommen? Half die Wärme oder das Cortison? Wie sehr kann ich das wohl mit Training etc. losweren? Ich gehe zu einem Osteopathen und habe vor, gezieltes Krafttraining zu machen.

  • Bis April 2018 hatte ich Ruhe. Dann begann es damit, dass ich ab und zu ein fieses "Kneifen" im "Gesäß" hatte. Einseitig (rechts). Schließlich wachte ich eines Nachts auf und alle zehn Minuten entlud sich ein "Blitz" (gefühlt) von "Pobacke" (sorry, ist aber so) bis über das Schienbein bis in den Fuß.

    ich hatte mal über mehrere Monate strahlende Schmerzen im Rücken (hauptsächlich nur in der Nacht) es wurde eigentlich sonst nichts gefunden (Nerven, Wirbelsäule, Zähne war alles ok) nur die Mandeln sahen nicht gut aus (sehr stark zeklüftet) , nach der Mandel OP war der Rückenschmerz schlagartig weg


    ein Eiterherd kann solche Schmerzen auch auslösen, man muß ihn nur finden


    LG Manfred


    PS: weitere mögliche Probleme

    regelmässige Verspannungen im Liegen z.B. auch durch Zähne knirschen oder falsche Liegeposition (lt. Physio T. meiner Frau) , hier hat ein Wasserkissen sehr gut geholfen (mit individueller Wasserfüllmenge) damit muss man aber ein wenig eperimentieren bis die Füllung passt


    Licht ist Leben / ohne Licht kein Vitamin D / ohne Vitamin D keine Gesundheit / deshalb schaut auf euren Vitamin D Spiegel und natürlich auch auf eine gesunde Ernährung mit ausreichend Bewegung !

  • Danke für die Antwort.


    Ich frage mich, ob der Nervus Obturatorius, der ja nachweislich geschädigt ist, gleich "ausschlägt", wenn ich "normale" Rückenschmerzen bekomme.


    Es ist schon frustrierend, wenn man doch Schmerzen hat, aber die Ergebnisse zeigen, dass man (eher) nichts hat.


    Ich kümmere mich um eine neue Matratze...