Asthma ist nicht gleich Asthma...

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Asthma ist eine chronische Atemwegskrankheit, die zu Anfällen von Atemnot führen kann. Ausgelöst werden die Atemnotanfälle nach Ansicht der Schulmedizin durch Entzündungsprozesse oder seelische Spannungszustände und eine Übererregbarkeit der Bronchien (starke Reaktion auf äußere Einflüsse).

Asthma ist eine Lungenkrankheit. Dabei tritt anfallsartig eine Atemnot auf, die mit:

 

  • Verengung der Bronchien (Bronchialobstruktion)
  • Absonderung von zähem Schleim und
  • Verkrampfungen der ringförmig verlaufenden Muskelschicht unter der Schleimhaut

einhergehen.

Im Wesentlichen werden folgende Asthmaformen unterschieden

Es werden aufgrund der Ursachen für die jeweilige Form zwei Arten von Asthma unterschieden.

Das Allergische Asthma

1. Das exogen - allergische Asthma wird hauptsächlich durch sogenannte Allergene wie Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare und - schuppen, Blütenpollen oder berufsbedingte Allergene, wie Mehl für den Bäcker, ausgelöst, aber auch durch verschiedene Nahrungsmittelintoleranzen und Arzneimittel.

Diese Asthmaform ist bei Kindern am häufigsten verbreitet. Nicht selten hatten die betroffenen Kinder bereits Milchschorf, eine Neurodermitis (chronisch entzündliche Hauterkrankung) oder einen Heuschnupfen. All diese Erkrankungen haben eine gemeinsame Wurzel, die Veranlagung zu einer überempfindlichen Reaktion auf bestimmte Allergene.

Das Nicht-Allergische Asthma

2. Das nicht allergische Asthma basiert meist auf schädlichen Einflüssen von außen (Rauch, Staub = eingeatmete Schadstoffe), kann aber auch durch zu hohe körperliche Anstrengung ausgelöst werden.

Die "schulmedizinische" Asthma Therapie

Wenn das Asthma überwiegend allergisch verursacht ist, können gegen Allergien wirksame Medikamente (Antiallergika) in Form von Tabletten oder Sprays vorbeugend wirken.

Unabhängig von der Asthmaform beruht die vorbeugende Dauerbehandlung auf Arzneimitteln, welche die Bronchien erweitern (= Betasympathomimetika) und auf Arzneimitteln, welche die Entzündung in den Bronchien hemmen (= Kortisonderivate).

Beide Substanzgruppen werden zur Dauerbehandlung meistens in Form von Spray bzw. Dosieraerosolen eingesetzt. Auf diese Weise gelangen die Wirkstoffe direkt an ihren Einsatzort, die Bronchien.

Allerdings haben Wissenschaftler festgestellt, dass Mediziner sehr häufig eine Asthmaerkrankung diagnostizieren, ohne dass diese wirklich vorliegt. Die Forscher stützen sich dabei auf Daten, die belegen, dass bei etwa einem Drittel der Patienten kein Asthma vorliegt. Und selbst bei den bestätigten Fällen hält das australische Forscherteam die Medikamenteneinnahme, die mit weitreichenden Nebenwirklungen einhergehen kann, oftmals für unnötig (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22645185).

Bei allergischem Asthma ist die konsequente Vermeidung der auslösenden Allergene die beste Vorbeugung aus Sicht der klassischen Medizin.

Allgemeine Vorbeugemaßnahmen sind das Meiden von Stress, ausreichende Bewegung (körperliche Bewegung und Sport wirken sich günstig auf den Schleimtransport aus der Lunge und die Fitness aus), gesunde Ernährung, das Meiden von Umweltgiften und Chemikalien, kein Nikotin(!), ausreichende Flüssigkeitszufuhr (verdünnt den Schleim in der Lunge) und eventuelle Inhalationen mit feuchter Luft (mit ein - bis zweiprozentiger Kochsalzzugabe).

Das Allergische Asthma und Asthma Bronchiale in der Naturheilkunde und Alternativmedizin

Vorweg muss ich sagen, dass die Prognose für eine vollständige Heilung von Asthma besser sind, je jünger die Patienten sind und je kürzer die Erkrankung besteht.

Das erste Ziel einer alternativen Asthmatherapie ist die Verringerung der Anfälle. Das ist wichtig, weil jeder Anfall Lungengewebe zerstört und das Emphysem (Lungenblähung) die Folge ist. (siehe auch: Lungenerkrankungen)

Auch in der Naturheilkunde finden sich sehr gute Asthmatherapien und Tipps für die Behandlung.

Symptomatisch hilft immer erst einmal ein Tee aus dem Bereich der Heilpflanzen.

Als sehr erfolgversprechend gelten die Einnahme von Schwarzkümmeltee, der das Asthma bei vielen Menschen nachweislich positiv beeinflusst oder Eibischwurzeltee.

Rezept:
1 EL fein gemahlener Schwarzkümmel,
1 TL Kamille
1 TL Süßholz
Zutaten mischen und mit heißem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen und evtl. mit Honig süßen

Ergänzende Maßnahmen bei Asthma sind die sogenannte Atemtherapie und Autogenes Training. Diese helfen, die Atemwege zu entspannen und auch sie zu weiten.

Außerdem verschwinden die Angstzustände bei einem Anfall und stellen somit keine Gefahr mehr dar.

Auch alternative Therapien wie die Homöopathie sollten bei verschiedenen Asthmaformen nicht fehlen. Allerdings kamen britische Forscher in verschiedenen Studien zu dem Ergebnis, dass die Homöopathie nicht besser wirkte wie ein Placebo (Scheinmedikament).

Die Akupunktur verbessert bewiesenermaßen die Lungenfunktionswerte, mindert Angstzustände und hebt so die Lebensqualität.

Auch die Wasserheilkunde (nach Sebastian Kneipp) wird aufgrund ihrer positiven Wirkung bei Asthmatikern eingesetzt. Durch die Behandlung der Patienten mit sogenannten Armbädern werden die Verkrampfungen der Bronchien gemildert.

Wichtig ist jedoch, egal ob schulmedizinisch oder mit Hilfe der Naturheilkunde behandelt wird, die Notfalltherapie (Spray, Corticoide, Betamimetika) sollte stets für eventuelle Notfälle mitgeführt werden.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 10.07.2012 bearbeitet.