Die „Süddeutsche Zeitung“ (1) , der „Stern“ (2) und eine Liste weiterer Mainstream-Medien haben unisono in „copy&paste“-Manier einen Beitrag herausgebracht, der dem Leser nahelegt, dass Covid-19 für einen Rückgang der Lebenserwartung verantwortlich zu machen ist – und zwar mit der geballten Kraft eines Krieges, wie dem Zweiten Weltkrieg.

Der Beitrag nimmt (ohne Quellenangabe) Bezug auf eine Studie, in der Wissenschaftler angeblich „Daten aus 29 Ländern untersuchten und festgestellt haben, dass die Lebenserwartung durch die Corona Pandemie sinkt“. Das angebliche Ergebnis der Studie wird dann auch sofort zu Beginn serviert: Die Corona-Pandemie sei für das Absinken der Lebenserwartung verantwortlich. Schlimmer noch – das Absinken der Lebenserwartung sei mit dem Zweiten Weltkrieg vergleichbar. Damit wäre ein weiteres Mal bewiesen, wie gefährlich SARS-CoV-2 doch sein muss, dass es zu solchen Problemen hat führen können. Wirklich?

Eine „Stern“-Stunde der Wissenschaft

So erfahren wir in den exakt gleichlautenden Beiträgen von „Stern“ und Co., dass die Studie festgestellt hatte, dass in 27 von 29 untersuchten Staaten die Lebenserwartung in 2020 abnahm. Weiter erfahren wir, dass einer der Autoren dies mit einer Abnahme im Zweiten Weltkrieg verglich. Und wir erfahren, dass außer den USA in den anderen Ländern die Sterblichkeit der über 60-Jährigen zugenommen hatte. Und wir erfahren, dass in Deutschland die Sterblichkeit in 2020 im Vergleich zu 2019 bei den über 75-Jährigen angestiegen war.

Ein Blick auf die Originalstudie (3) scheint dies dann auch zu bestätigen. Denn die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Abnahme der Lebenserwartung auf einer erhöhten Mortalität der über 60-Jährigen basiert und auf den offiziellen Covid-19-Todesfällen („official COVID-19 deaths“).

Was sind „offizielle Covid-19-Todesfälle“?

Diese Darstellung vergleicht „offizielle Covid-19-Todesfälle“ mit anderen Todesursachen, getrennt nach Staaten und Geschlecht:

 

Bei praktisch allen Ländern (bis auf Norwegen und Dänemark) überwiegen die „offiziellen Covid-19-Todesfälle“ als Ursache für den Verlust an Lebenserwartung. Das wäre also ein „Beweis“, dass es in Norwegen und Dänemark keine Corona-Pandemie gegeben hatte? Hier überwogen die „anderen Ursachen“, verbunden mit einer Zunahme der Lebenserwartung …

Die Autoren entschuldigen sich postwendend im folgenden Absatz mit der Überschrift „Limitierung“. Denn jeder wird sich fragen, warum es Staaten wie Dänemark und Norwegen gibt, die ganz andere Zahlen aufweisen als deren unmittelbare Nachbarn, wie Deutschland England, Schottland etc. Müsste hier nicht bei einem gleichen Virus und gleicher Pandemie auch vergleichbare Verlustzahlen für die Lebenserwartung zu erwarten sein?

Aber die Autoren lösen das Problem folgendermaßen:

Verschiedene Staaten haben verschiedene Erfassungssysteme – manche schnell, manche nicht so schnell. Und der Unterschied in der Erfassung der Mortalitätszahlen und der Bewertung, was „offizielle Covid-19-Todesfälle“ sind, sollen die Ursache für die sich hier widersprechenden Ergebnisse sein.

Selbst verständlich haben die Autoren die verarbeiteten Daten nicht alle selbst erhoben. Quelle hierfür war eine weitere Arbeit – eine „globale demographische Datenbank für Covid-19-Fälle und Todesfälle(4). Interessant ist hier die Beschreibung der gesammelten Daten. Dazu heißt es [übersetzt]:

Die offiziellen Zahlen für Covid-19-Fälle, Todesfälle und Tests wurden von Reports extrahiert, die von offiziellen Regierungsinstitutionen veröffentlicht worden waren, wie zum Beispiel Gesundheitsministerien und statistischen Bundesämtern.

Zum schlechten Schluss wird noch ein Link angegeben, der auf diese offiziellen Quellen (5) verweist. Für Deutschland ist diese Quelle das Robert-Koch-Institut. Toll!

Inzwischen darf es als gesichert gelten, dass die Zahlen des Robert-Koch-Instituts alles andere als vertrauenswürdig sind:

Und auch die Zahlen von anderen „offiziellen Quellen“ scheinen um keinen Deut vertrauenswürdiger zu sein:

Unter dem Strich setzen sich die sogenannten Covid-19-Fallzahlen mehrheitlich aus positiven PCR-„Tests“ zusammen, die wiederum überhaupt keine Aussagekraft bezüglich Infektionen und Erkrankungen haben:

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„Diskussion und Schlussfolgerung“

Unter diesem Kapitel stellen die Autoren der besagten Studie fest, dass die beiden „Ausreißer“, Dänemark und Norwegen, keine Abnahme der Lebenserwartung zu verzeichnen hatten, da hier angeblich „frühzeitige nicht-pharmazeutische Interventionen [Lockdown und “AHA”-Regeln?], gekoppelt mit einem starken Gesundheitssystem“ für dieses Phänomen verantwortlich seien.

Dies mag einleuchtend sein, denn laut „Worldometers“ liegen Dänemark und Norwegen in Bezug auf Todesfälle pro 1 Million Einwohner auf den Plätzen 109 und 145. Alle anderen hier aufgeführten Staaten zeigen höhere Todesfallraten.

Damit wären wir fast wieder in der alten Diskussion, was Lockdown und “AHA”-Regeln gebracht haben:

Wenn wir dies an der Positionierung bei „Worldometers“ festmachen, dann scheint dies vordergründig schlüssig zu sein. Aber man muss sich auch fragen, warum es noch rund 70 andere Staaten nach Norwegen gibt, die eine geringere Mortalitätsrate aufzeigen als Norwegen und Dänemark? Zum Beispiel Tansania, Japan, Südkorea, Pakistan, viele andere afrikanische Staaten, etc. Sind hier ebenfalls mustergültige Maßnahmen ergriffen worden, die die Mortalität unter Covid-19 haben klein halten können? Oder haben die Autoren dieser Studie sich die Fälle/Staaten herausgesucht, die in das gewünschte Diskussionsschema passen?

Dass dies mit Corona nur wenig zu tun haben kann, das führen die Autoren im nächsten Absatz aus. Denn hier stellen sie fest, dass in Europa die erhöhte Mortalität, die zum Verlust der Lebenserwartung beitrug, in erster Linie in der Gruppe der über 60-Jährigen stattfand. In den USA dagegen war es die Gruppe der unter 60-Jährigen. Wie kommt es dann, dass ein und das gleiche Virus in Europa und den USA verschiedene Altersgruppen angreift?

Weiter stellen die Autoren fest, dass der prozentuale Anteil an Grunderkrankungen in den USA größer ist als in Europa. Die Autoren schicken sofort hinterher, dass dies ein gefundenes Fressen für Covid-19 sei. Oder mit anderen Worten: Wer Grunderkrankungen hat und mit einer Infektion stirbt, wenn sie Covid-19 heißt, der stirbt dann an Covid-19 und nicht an den Grunderkrankungen. Genau deshalb sterben angeblich so viele Menschen an Covid-19 in den USA …

Das hatten wir doch schon mal vor 12 Monaten oder?

Was die Autoren tunlichst nicht in Betracht ziehen ist folgende Tatsache: Alter der verstorbenen Covid-Patienten 84 Jahre – Mittlere Lebenserwartung 81,25 Jahre.

Das heißt, dass diese Patienten nicht an einem positiven PCR-„Test“ verstorben sind, der in der Statistik als Covid-19-Tod geführt wird, sondern aufgrund ihrer Grunderkrankungen, bei denen eine Infektion durchaus der berühmte Tropfen sein kann.

Diese „PCR-Toten“ als Berechnungsgrundlage für Übersterblichkeit, Lebenserwartung und Maßnahmen entbehren jeder Evidenz:

Und auch die verzweifelten Versuche, in den höheren Altersgruppen ein Bild zu zeichnen, demzufolge auch die betagten Todesopfer ohne Covid-19 im Schnitt noch 10 Jahre hätten leben können, sind Beleg für die hilflosen Versuche, aus einem Grippe-Virus einen Super-Killer zu stricken: Wie lange hätten die Corona Verstorbenen noch gelebt? Angeblich noch 10 Jahre.

Senkt Corona die Lebenserwartung?

Es besteht berechtigter Zweifel, dass der Rückgang der Lebenserwartung etwas mit Covid-19 zu tun hat, da das Gros der angeblich durch das Virus verursachten Todesfälle nicht durch regelgerechte Obduktionen, sondern durch einen positiven PCR-„Test“ diagnostiziert wurde. Warum komme ich zu dieser „optimistischen“ Einsicht?

Weil auch in dieser Studie eine wichtige Erkenntnis unterschlagen wird. Und das ist die Tatsache, dass laut Professor Ioannidis (6) die globale IFR nur 0,15 % beträgt. Die Altersgruppe der unter 70-Jährigen hat eine durchschnittliche IFR von nur 0,05 %.

Das hieße zum Beispiel für die USA, dass bei 44 Millionen „Fällen“ (siehe „Worldometers“) und einer IFR von 0,15 % nur 66.000 wirkliche Todesfälle aufgrund von SARS-CoV-2 verzeichnet werden können. Angegeben sind aber 709.000 Todesfälle. Das wären 9 % möglicherweise echter Corona-Todesfälle, was den 6 %-Angaben von der CDC relativ nahekommt. Möglicherweise ist der 3 %-Unterschied ein Überhang von falsch-positiven PCR-„Tests“, die praktisch die gesamte „Pandemie“ ausgelöst und bestimmt haben.

Für Deutschland würden aufgrund der „Worldometers“-Zahlen ein Prozentsatz von 6,7 % (ca. 6300) möglicherweise echte Corona-Todesfällen (bei 4,2 Millionen sogenannten Fällen) herauskommen.

Und für Dänemark sieht es so aus: 20,2 % (536) möglicherweise echte Corona-Todesfälle von den angegebenen 2646 Corona-Toten bei 357.000 „Fällen“. Bei Finnland beträgt dieser Prozentsatz sogar über 33 %.

Was könnte dies bedeuten? Die höheren Prozentzahlen bei der Berechnung der wirklichen Todesfälle in Anlehnung an die von Professor Ioannidis postulierten 0,15 % IFR könnten darauf hindeuten, dass in Dänemark und in Norwegen etwas genauer nachgeschaut wurde, wer wirklich aufgrund von SARS-CoV-2 verstorben ist und nicht nur der PCR-„Test“ alleine der Maßstab aller Dinge in Sachen Befundfindung galt.

Für den Bezug auf die Lebenserwartung heißt dies, dass Corona nicht pandemisch genug war und ist, um einen nachhaltigen Einfluss auf die Lebenserwartung nehmen zu können. Hier scheinen andere Faktoren maßgeblich zu sein, die bereits in der Vergangenheit zum Tragen gekommen sind: Von wegen “Wir werden alle älter” – Die Lebenserwartung sinkt!

Auch diese Beobachtung wird in der diskutierten Studie schmerzlich vermisst. Was mich zu dem…

Fazit…

verleitet, dass wir es mit der Studie und der Berichterstattung der Altmedien zu dieser Studie wieder einmal mit einer Propagandamaßnahme zu tun haben, die das öffentliche Bewusstsein weiterhin in dem Glauben lassen soll, dass SARS-CoV-2 lebensgefährlich für alle zu sein hat.

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Quellen