Knieschmerzen und Knieprobleme

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um das Thema Knie, Kniegelenk und Meniskus. Sie finden eine Übersicht über wichtige Kniegelenkserkrankungen, Knieschmerzen, Knieprobleme, aber auch Erläuterungen zum Aufbau des Knies.

von: René Gräber, Heilpraktiker und Sportphysiotherapeut

Wenn Sie auf dieser Webseite gelandet sind, haben Sie wahrscheinlich Knieschmerzen oder Knieprobleme. Vielleicht haben Sie auch schon eine Diagnose erhalten, wenn Sie bei einem Arzt waren.

von: René Gräber - Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Wenn es Ihnen wie den meisten Patienten geht, wurden Sie wahrscheinlich informiert: Krankheit, Verlauf und Therapiemöglichkeiten.

Wahrscheinlich sind Ihnen viele Fragen erst später eingefallen und deswegen recherchieren Sie im Internet, um mehr über Ihr Kniegelenk oder den Meniskus zu erfahren.

Und genau deswegen, habe ich diese Seite gestaltet.

Wenn Patienten meine Praxis aufsuchen, ich das Knie untersucht habe und evtl. auch Aufnahmen des Knies gesehen habe, kann ich meist eine sehr gute Prognose über den weiteren Verlauf stellen.

Sehr oft sehe ich Patienten, die noch nicht zu operiert werden bräuchten; manchmal aber auch Patienten, wo ich sagen muss, das es ohne eine Operation wahrscheinlich nicht mehr geht.

Was ist das Knie oder das Kniegelenk eigentlich?

Das Knie ist eine höchst komplizierte und für mich auch immer wieder eine faszinierende Konstruktion.

Ob das Kniegelenk eine perfekte Konstruktion ist, kann ich nicht sagen. Fest steht jedenfalls, das Techniker und Mediziner seit vielen Jahren versuchen ein perfektes Knie herzustellen - gelungen ist es bisher nicht.

Ganz einfach gesagt: Das Knie ist die gelenkige Verbindung zwischen Ober- und Unterschenkel.

Das Knie hat drei Bewegungsebenen in denen es funktioniert: In der scharnierartigen Beugung und Streckung ist nämlich eine leichte Rotation enthalten und ein Gleitvorgang, den man optisch nicht wahrnimmt - die Rolle auf dem Unterschenkelkopf schiebt sich etwas hin und her.

Beugung und Streckung, Rotation, Gleiten alles das muß das Knie können und das oft auch alles gleichzeitig.

Profitieren Sie von der Erfahrung eines Praktikers: Aus der Praxis für die Praxis.

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Knieschmerzen - Was kann das eigentlich alles sein?

Von Knieschmerzen sind circa 10 % der deutschen Bevölkerung betroffen.

Knieschmerzen können die unterschiedlichsten Ursachen haben, zumeist bekommen Patienten zwei Ursachen für Ihre Knieschmerzen zu hören: Entweder es lag ein Unfall vor oder es soll angeblich eine Arthrose verantwortlich sein.

Schmerzen sollten nie als Schwäche oder Feind angesehen werden; sie sind immer Warnsignale des Körpers, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist. So weisen Schmerzen im Knie darauf hin, dass das Knie eine Verletzung hat, falschen oder zu hohen Belastungen ausgesetzt ist oder ähnliches.

Schmerzen führen meist dazu, dass der Betroffene einen Arzt aufsucht und so eine Therapie begonnen werden kann. So lassen sich schwere Schädigungen des Knies oder anderer Körperteile vermeiden. Schädigungen des Knies, die ohne Schmerzen einhergehen, wie kleine Miniskusrisse oder die Anfänge von Schäden am Knorpel sind häufig gefährlicher als Knieschmerzen, da ohne Schmerz keine Überprüfung der Funktionalität des Knies vorgenommen wird.

Mögliche Ursachen

Zwei Ursachen werden (wie schon erwähnt) am häufigsten verantwortlich gemacht: Ein Trauma durch einen Unfall oder eine Arthrose im Knie, die so genannte Gonarthrose.

Unter einer Gonarthrose versteht man Verschleißerscheinungen am Kniegelenk. Diese führen zu einer Zerstörung des Gelenkknorpels, von der auch die gesamte Gelenkstruktur (Muskulatur, Gelenkkapsel und der gelenkbildende Knochen) betroffen sein kann. Wird die Belastbarkeit des Gelenkes überbeansprucht, reibt sich im wahrsten Sinne des Wortes der Gelenkknorpel auf. Die Knorpelfläche umschließt die knöcherne Gelenkfläche und sorgt für eine leichte Beweglichkeit.

Ist diese Schicht einmal rissig oder verschwunden, reiben im Kniegelenk die Knochen aufeinander - dies führt zu Schmerzen im Knie, gar keine Frage. Denn im Knochen haben wir Rezeptoren für Schmerz.

Jetzt kommt aber eine Merkwürdigkeit: Im Knorpel des Knies haben wir keine solchen Schmerzrezeptoren. Das wäre auch nicht sinnvoll, denn dann hätte jeder Mensch bei jedem Schritt Schmerzen. Das Merkwürdige ist: Auf allen Bildern die mir Schmerzpatienten mitbringen, sehe ich immer noch einen Gelenkspalt im Knie - wenn auch manchmal nur hauchdünn. Wenn die Aufnahme im stehen gemacht wurde beweist dies eigentlich schon: Für die Knieschmerzen kann nicht die Arthrose verantwortlich sein.

Die Kniearthrose kann übrigens auch in jungen Jahren auftreten - dann meist durch Fehlstellungen im Gelenk wie beispielsweise X-Beine oder O-Beine und Fehlbelastungen, sowie durch Übergewicht, ein schlecht verheilter Kniegelenkbruch, Kniescheibenbruch oder andere Verletzungen des Kniegelenkes, wie ein Meniskussriss, Kreuzbandriss oder durch (durch einen Unfall bedingte) Knorpelbrüche. In all diesen Fällen muss man immer sehr genau prüfen: ist die Verletzung wirklich für den Schmerz verantwortlich? Denn viele dieser Strukturen (wie zum Beispiel der Meniskus) haben keine Schmerzrezeptoren.

Auch Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Gicht und rheumatische Erkrankungen werden für Schmerzen im Knie verantwortlich gemacht. Da macht es sich manchmal allzu leicht mit der "Diagnose".

Bei Kindern werden noch andere Ursachen "herangezogen": Gelenkverletzungen bis hin zu rheumatischen Erkrankungen, Gelenkborreliose, Haltungsschäden oder so genannte "Wachstumsschmerzen". Auch können Erkrankungen der Hüfte sich in Knieschmerzen äußern. In ganz seltenen Fällen können auch bestimmte virale oder bakterielle Erkrankungen, zum Beispiel Röteln, zu Entzündungen in den Gelenken führen. Es ist besonders wichtig, dass Kinder angehalten werden, den Schmerz genau zu lokalisieren. Sollten Knieschmerzen längere Zeit andauern und nicht auf einen Unfall zurückzuführen sein, ist auf jeden Fall der Kinderarzt zu Rate zu ziehen.

Diagnostik und Symptome

Knieschmerzen können ganz unterschiedlich empfunden werden, als ziehender, stechender oder drückender Schmerz, als krampfartiger Schmerz oder dumpfer Dauerschmerz.

Äußerlich sichtbare Anzeichen einer Knieerkrankung können Rötungen, Schwellungen und Ergüsse (besonders bei Arthritis - entzündliche Gelenkerkrankung), Hitzeentwicklung oder nicht näher bestimmbare Bewegungseinschränkungen sein.

Oft treten Knieschmerzen das erste Mal beim Laufen oder besonders beim Treppensteigen auf. Es ist aber ebenso möglich, dass die Schmerzen erst nach einer längeren Belastung erscheinen. Für manche Knieerkrankungen ist es typisch, dass Schmerzen in Ruhestellung auftreten, im Liegen oder auch im Sitzen.

Schmerzen bei gebeugtem Knie weisen meist auf einen Schaden im Knorpelgewebe unter der Kniescheibe hin. Ich halte auch diese "Diagnose" in den meisten Fällen für fragwürdig.

Treten die Schmerzen im Knie als Unfallfolge auf, geschieht dies meist unmittelbar nach dem Unfall. Diese Schmerzen sind meist Belastungsschmerzen und lassen in Ruhestellung nach.

Wurden bei einem Unfall die Bänder des Knies verletzt, empfinden die meisten Patienten ein Instabilitätsgefühl im Knie, so fühlen sich "wackelig auf den Beinen". Für die Schmerzen sind aber nicht die lädierten Bänder verantwortlich - jedenfalls nicht hauptsächlich.

Therapie

Dauern Schmerzen im Knie über einen längeren Zeitraum an, ist eine fachärztliche Begutachtung grundsätzlich anzuraten. Bei dieser kann durch verschiedene differentialdiagnostische Maßnahmen festgestellt werden, ob es sich bei den Schmerzen um eine ernsthaftere Erkrankung, wie beispielsweise Osteoporose, einen Knocheninfarkt oder gar einen Tumor handelt.

Handelt es sich um einen Knieschmerz als Folge einer Überlastung des Gelenkes, wird dieser nach einiger Zeit der Ruhe und Schonung des Knies wieder zurückgehen und am Ende vollständig verschwinden.

Als Selbsthilfemaßnahmen sind hier die Kühlung des Gelenkes (mit Hilfe von Eisbeuteln oder Coldpacks) und ggf. die Einnahme entzündungshemmender Schmerzmittel empfehlenswert.

Um Knieschmerzen medizinisch-therapeutisch zu behandeln, gibt es konservative und operative Behandlungsmethoden. Ich zähle diese nur einmal auf - unabhängig davon, was ich davon halte: 

Zu den konservativen Verfahren zählen die Akupunktur, Verfahren, bei denen Injektionen mit entzündungshemmenden Mitteln direkt ins Knie gegeben werden, Muskeltraining und Medizinische Trainingstherapie, Gewichtsreduktion oder die Anpassung orthopädischer Schuhe zur Korrektur einer Fehlstellung.

Operativ wird heute meist die minimalinvasive Arthroskopie angewandt. Hierbei kann das Gelenkinnere "gespiegelt" werden und die Ursache der Gelenkbeschwerden wie zum Beispiel Exostosen oder Bänderrisse operativ behandelt werden. Auch können bei bestimmten Erkrankungen Knorpelzellen transplantiert oder eine Knieprothese eingesetzt werden. Selbstverständlich ist die Behandlungsweise immer von der Diagnose abhängig. Aber: Nicht nur meiner Meinung nach wird in Deutschland viel zu viel und auch zu oft am Knie operiert. Ich darf sogar soweit gehen und fragen, ob die beliebte Kniegelenkspiegelung vielleicht sogar unnötig ist?

Auf dieser Webseite finden Sie neben sehr allgemeinen Informationen zum Knie Aufbau, auch verschiedene Knieprobleme oder spezifische Knieverletzungen beschrieben; ebenso finden Sie meine Meinung zum Kniegelenkersatz, sowie zu einem richtig durchgeführten Knie-Rehabilitationstraining und Aufbautraining für das Knie.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Gesundheit,

 

René Gräber
Heilpraktiker - Gesundheitspädagoge (SKA) - Sportphysiotherapeut

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2012 aktualisiert

René Gräber