Masern: Ansteckung, Symptome, Verlauf

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Masern (Morbilli) ist eine hochansteckende Virusinfektion, ausgelöst durch das Morbillivirus (RNA-Virus), die sich vornehmlich im Kindesalter zeigt.

Das Virus ist weltweit aktiv, galt in früheren Jahrhunderten als hauptsächlich tödlich und konnte nach Angaben der Impfkomission erst 1963 mit Einführung einer Schutzimpfung (vor allem in westlichen Industrienationen, hier liegt die Impfrate bei über 95 Prozent) eingedämmt werden.

Die derzeit herrschende Meinung der Schul-Mediziner, die generelle Immunsierung gegen Masern müsse fortgesetzt werden, steht aber auch in der Kritik und das nicht nur vonseiten der alternativen Heilkunde. 

Trotz der Impfungen liegt die jährliche, weltweite Sterberate immer noch bei ca. 800.000 Kindern. Seit 2001 gelten Masern als meldepflichtige Erkrankung. Einmal durchlebt führen Masern zu einer meist lebenslangen Immunität, wobei es in sehr seltenen Ausnahmefällen auch im hohen Alter zu einem erneuten Ausbruch kommen kann. Daneben sind auch Komplikationen und Ausbruch durch Impfungen bekannt (atypische Masern, bei Serum-Kombinationen schwerer, z.T. letaler Verlauf, Autismus).

Das über die Atmung (durch Tröpfcheninfektion) aufgenommene Virus vermehrt sich bereits im Respirationstrakt, daneben auch in Milz und Thymus. Die Immunantwort erfolgt rasch nach Antikörperbildung, hier lassen sich IgM und IgE nachweisen.

Die Inkubationszeit (Zeit bevor sich Symptome zeigen), beträgt bis zu 14 Tage, dann zeigt sich das Prodromalstadium mit grippeähnlichen Symptomen. Es kommt zu Halsschmerzen, Fieber, Husten, Abgeschlagenheit, Konjunktivitis (Bindehautentzündung oder siehe unter Augenkrankheiten) mit tränenden und lichtscheuen Augen, Rhinitis (Schnupfen) und Kopfschmerzen.

In dieser Zeit entwickeln sich auch die klassischen Koplik-Flecken, weißliche Beläge der Mundschleimhaut mit rotem Hof. Der Übergang in das Exanthemstadium erfolgt ein bis zwei Tage später mit sichtbaren, stark geröteten Papeln (kleine Knötchen) zuerst hinter den Ohren, die sich im Verlauf über das Gesicht und den ganzen Körper ausbreiten und einen starken Juckreiz verursachen. Zusätzlich kann es zu wiederkehrenden Fieberschüben kommen, auch gastrointestinale Beschwerden (Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall) sind möglich.

Mit Ausprägung des Exanthems (Ausschlag) ist der Erkrankungsgipfel erreicht, zusätzlich ist dies der Zeitpunkt der höchsten Infektiösität (besteht fünf Tage vor Exanthemausbruch bis vier Tage danach). Nach drei bis vier Tagen lassen die Symptome nach, die Anzeichen bilden sich zurück, so dass nach ca. zwei Wochen die Erkrankung überstanden ist.

Masern Komplikationen: Masern verlaufen nicht immer komplikationslos. Neben dem Risikofaktor Alter (je älter der Mensch bei Ausbruch der Erkrankung ist, desto stärker zeigt sich die Symptomatik) führt die Virusinfektion in zehn bis 20 Prozent der Fälle auch zu weiteren Erkrankungen oder Komplikationen. Durch Aufnahme in den Respirationstrakt kann das Virus u.a. zu einer Pneumonie (Lungenentzündung) und somit zu einer Ateminsuffizienz (Atemnot) führen (ca. 20 Prozent aller Fälle). In seltenen Fällen zeigen sich auch Erkrankungen der Bronchien oder eine Mittelohrentzündung.

Die para-postinfektiöse Enzephalitis (bei ca. 0,1 Prozent aller Masernerkrankungen) führt zu hohen Fieberschüben, Krampfleiden (Krämpfen)und Bewusstseinseintrübung bis hin zum komatösen Zustand. Nahezu 20 Prozent der Fälle führen zum Tod, bei 30 Prozent zeigen sich dauerhafte Störungen des Intellekts, der Sprache und der Motorik.

In sehr seltenen Fällen kann es viele Jahre nach durchlebter Maserninfektion zu der Ausbildung einer sklerosierenden Panenzephalitis kommen (bei einer von einer Million Masernerkrankungen), die sich in den Gliazellen des Gehirns manifestiert und zu psychischen und neurologischen Störungen führt. Im Verlauf kommt es zu epileptischen Anfällen, deren Stärke zunehmend ist. Allgemein ist ein körperlicher Verfall des Betroffenen zu beobachten, der innerhalb von einem bis drei Jahren unaufhaltsam zum Tod führt.

Die Therapie erfolgt symptomatisch und zielt auf Linderung der Symptome ab. Dabei unterstützen auch Bettruhe, allgemeine Schonung sowie ein abgedunkelter Raum. Zusätzlich erfolgt die Isolierung während der Infektionsphase.

Die Masern-Impfung erfolgt nach Empfehlungen der Schulmedizin (Impfkommission) bereits im Kleinkindalter und wird um das 14. Lebensjahr aufgefrischt.

Allerdings scheint die Wirksamkeit nach neuen Erkenntnissen stark eingeschränkt zu sein. Früher ging das Robert-Koch-Institut davon aus, dass eine zweimalige Masern-Impfung die Erkrankung zu 99 % verhindert. In einem Masernfall in Thüringen waren allerdings 12 von 14 Patienten doppelgeimpft (Thüringer Allgemeine, 22. November 2016). Unklar blieb bisher, ob hier ein neuer Virus-Genotyp aufgetreten war. Auch in den USA kam es zu Epidemien, bei denen der Anteil der immunisierten Patienten bei 86 % lag (Masern-Impfungen-Herdenimmunität). Das herrschende Impf-Dogma wird durch diese Beobachtungen in Frage gestellt.     

Solche Masernausbrüche zeigen sich heute eher selten in Industrienationen, allerdings mit steigender Tendenz. Zu kleineren Epidemien kam es früher v.a. in Regionen und Ländern mit schlechten hygienischen Bedingungen. In den westlichen Ländern zeigt sich die Erkrankung in unregelmäßigem Rhythmus verstärkt. Die gängige Impf-Praxis bei Masern wird durch die Serum-Produzenten offenbar nicht sorgfältig überprüft (Masern-Impfungen-Herdenimmunität).  

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 14.12.2016 aktualisiert