Antibiotika gegen Reizdarmsyndrom?

10. Mai 2011 | Von | Kategorie: Featured, Heilverfahren

Ein Reizdarm ist für den Erkrankten eine sehr belastende Angelegenheit. Er kämpft dabei mit Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen. Beim Reizdarmsyndrom kommt erschwerend hinzu, dass sich bei der Untersuchung kaum sichtbare Veränderungen des Darmgewebes zeigen, obwohl die Betroffenen an Unwohlsein und Schmerzen leiden. Auch ein biochemisches Ungleichgewicht ist nicht auf Anhieb festzustellen, lediglich die Veränderung des Stuhlgangs. Die Medizin kann also kaum angeben, warum ein Mensch daran erkrankt.

Diskutiert werden in Forscherkreisen zahlreiche Möglichkeiten wie zum Beispiel eine fehlgeleitete Immunreaktionen, eine veränderte Beweglichkeit des Darms oder auch psychische oder psychosomatische Ursachen. Verordnet wurden bisher Diäten mit vielen Ballaststoffen, auch Psychotherapien samt der Verschreibung von Antidepressiva. Abführmittel dienen zwar der Linderung der Symptome, bekämpfen jedoch nicht dauerhaft die eigentliche Ursache.

Nun aber könnte endlich ein Breitband-Antibiotikum Heilung verschaffen. In einer amerikanischen Therapie wurde das Antibiotikum an Versuchspatienten ausgeteilt, die sich auch nach der Therapie deutlich besser als vor der Behandlung fühlten. Gleichzeitig konnte festgestellt werden, dass das Reizdarmsyndrom tatsächlich durch eine veränderte Darmflora auftritt. Das bei der Therapie verwendete Breitband-Antibiotikum heißt „Rifaximin“ und verändert scheinbar die Anzahl und Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm der Betroffenen, bis sich bei ihnen die Darmtätigkeit normalisiert. Ein weiterer Vorteil des eigentlich bei starken Durchfallerkrankungen eingesetzten Antibiotikums ist die ausschließlich im Darm stattfindende Wirkung, ohne in den Blutkreislauf zu gelangen.

Die Forschung wurde durch das Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles unter der Leitung von Mark Pimentel betrieben. Für ihre aktuelle Studie verabreichten die Forscher bei der Hälfte von 1200 Versuchspatienten das Testantibiotikum „Rifaximin“, das vom Körper kaum aufgenommen wird, die andere Hälfte erhielt ein Placebo. Über den Zeitraum von zwei Wochen mussten die Versuchsteilnehmer dreimal am Tag die ihnen zugewiesene Tablette einnehmen und wurden auch nach der Therapie etwa zehn Wochen lang nach ihrem Befinden befragt, wobei etwa 40 Prozent der „Rifaximin“-Gruppe von einer deutlichen Verbesserung sprach. In der Gruppe der Placebo-Empfänger ging es lediglich 30 Prozent der Betroffenen besser. Nebenwirkungen traten dabei kaum auf.

Die Forscher des Cedars-Sinai Medical Centers stellten ihre Ergebnisse im Fachmagazin „New England Journal of Medicine“ vor. Weitere Forschungen folgen.

Ich persönlich halte die Antibiotikagabe beim Reizdarmsyndrom für bedenklich, nicht nur vor dem Hintergrund der ständig zunehmenden Antibiotika-Resistenzen. Es gibt meiner Erfahrung nach nebenwirkungsärmer und ganzheitlichere Ansätze.

Meine Meinung: Die Naturheilkunde und die Alternativmedizin haben beim Reizdarmsyndrom bessere „Alternativen“ zu bieten. Im Buch „Die biologische Reizdarmtherapie“ beschreibe ich 12 Heilverfahren, die nicht nur wirksam, sondern auch nebenwirkungsarm sind.

Die biologische Reizdarmtherapie

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René Gräber - Heilpraktiker & Sportpädagoge mit eigener Praxis. Sie finden mich unter anderem auch auf Google+, facebook, Xing oder Twitter. Ich schreibe und berichte regelmäßig zu den Themen Medizin, Fitness und Gesundheit. Wenn Sie dies interessiert, dürfen Sie gerne (siehe Box hier unten), meinen persönlichen Gesundheits-Newsletter anfordern. In den ersten 5 Teilen berichte ich über meine "5 Lieblings-Wundermittel".

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3 Kommentare
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  1. Mein Reizdarm wurde durch Antibiotika erst ausgelöst .Die Heilung wurde durch eine Bioresonanz Therapeutin innerhalb von ca. 4 Monaten beschwerdefrei abgeschlossen. Nach 20 jährigem ergebnislosen Medizinerpfusch. Erste Maßnahme war, Lebensmittel Allergie beseitigen. Kein Weizen, keine Produkte von der Kuh, kein Schweinefleisch, Zucker, Geschmacksverstärker und keine Konservierungsstoffe. Seit 2 Jahren bin ich beschwerdefrei.
    B. Hangarter

  2. Im Beitrag: http://www.gesund-heilfasten.de/blog/junkfood-ist-gut-fuer-darmerkrankungen/ gehe ich auf weitere Aspekte des Reizdarmsyndroms im Zusammenhang mit der Ernährung ein.

  3. Hallo René,ich brauch sehr dringend Ihre Hilfe und Ihren Rat.Ich habe einen starken Reizdarmsyndrom,die letzten Tage kam nur noch Wasser.Durch Perenterol habe ich es einbißchen fester geschafft.Nun nehme ich seit 3 Monaten schon Symbio Flor 2 ein.Nur leider hat mir das Mittel noch nicht geholfen.Jetzt habe ich im Internett über gute und schlechte Bakterien gelesen.Können die mir vielleicht weiter helfen ?Es heißt Probiotik Complex,hat 180 Kapseln für 6 Monate.Da sind milliarden von Bakterien drin.Aber können im Pulver lebendige Bakterien sein ?Oder werden die lebendig,wenn sie im Darm gelangen ?3 Frauen haben da im Block geschrieben und sie meinten alle Besserung zu spüren.Was sagen Sie dazu ?
    Bitte um baldige Rückantwort.Im Vorraus,vielen Dank.

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