Zitronengras gegen Krebs?

10. März 2015 | Von | Kategorie: Ernährung

Zitronengras (auch Lemongrass) ist eine aus Asien stammende Pflanze, die besonders durch den Einsatz in der Küche bekannt ist. Hier dient Zitronengras der Würzung von warmen und kalten Speisen sowie der Herstellung aromatischer Tees. Es sind vor allem die ätherischen Öle (Citral und Myrcen), die die Pflanze so wertvoll und aromatisch machen.

Wissenschaftler der Universität Ben-Gurion des Negev in Israel konnten durch Studien mit Ratten und Mäusen belegen, dass Zitronengras auch in der Medizin eine wichtige Rolle spielt. Vor allem in Thailand wird die Pflanze seit Generationen, neben dem Einsatz in der Küche, auch als Naturheilmittel eingesetzt. Eine die Wissenschaft aufhorchende Tatsache ist, dass Menschen aus diesem Raum wesentlich seltener an einem Kolonkarzinom (=Darmkrebs) erkranken als z.B. Amerikaner oder Japaner.

In durchgeführten Studien an Mäusen konnte gezeigt werden, dass das Risiko von Darmkrebs durch den Einsatz von Zitronengras-Extrakt (die chemische Verbindung des Citral) um bis zu 68 Prozent gesenkt werden kann. Auch eine deutlich verminderte Schädigung von DNA-Strukturen des Darms ist nachweisbar.

Der insgesamt positive Effekt ist in weiteren Versuchsreihen (sowohl mit tierischen als auch menschlichen Probanden) belegt, z.B. beim Einsatz gegen Brustkrebs, Lungenkrebs, Leukämie sowie das Ovarialkarzinom. Die ätherischen Öle besitzen einen schützenden Charakter, vor allem im Bereich der Leber. Sie hemmen Krebszellen in der Frühphase und verlangsamen deutlich den Verlauf einer Erkrankung. Als Antioxidans schützen sie vor instabilen freien Radikalen. Zusätzlich besitzt Citral eine antifungizide (gegen Pilze, z.B. Candida albicans), eine antibakterielle sowie eine entzündungshemmende Wirkung. Die ätherischen Öle können gegen schlechten Atem eingesetzt werden, sie helfen Herzerkrankungen vorzubeugen und können Cholesterin oder den Blutzucker senken.

Beim Einsatz von Zitronengras werden nur wenige Nebenwirkungen beschrieben. Hierzu zählen Mundtrockenheit, gesteigertes Hungergefühl, erhöhter Harndrang oder Schwindel.

The following two tabs change content below.
René Gräber - Heilpraktiker & Sportpädagoge mit eigener Praxis. Sie finden mich unter anderem auch auf Google+, facebook, Xing oder Twitter. Ich schreibe und berichte regelmäßig zu den Themen Medizin, Fitness und Gesundheit. Wenn Sie dies interessiert, dürfen Sie gerne (siehe Box hier unten), meinen persönlichen Gesundheits-Newsletter anfordern. In den ersten 5 Teilen berichte ich über meine "5 Lieblings-Wundermittel".

Diesen Beitrag ausdrucken Diesen Beitrag ausdrucken Tags: , , ,

Ein Kommentar
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Hier sollte man beachten, dass es sich nicht um den Einsatz vor Zitronengras nativer Art im Sinne von Ernährung handelt. Es geht um Extrakte/Isolate, die in bestimmten übernatürlich hohen Konzentrationen gegeben werden. „In durchgeführten Studien an Mäusen konnte gezeigt werden, dass das Risiko von Darmkrebs durch den Einsatz von Zitronengras-Extrakt (die chemische Verbindung des Citral) um bis zu 68 Prozent gesenkt werden kann.“

    Ein Rückschluss auf die Wirkungen als Lebensmittel ist nicht möglich und aus meiner Sicht auch nicht zulässig. Könnte falsche Hoffnungen schüren.

    Es ist immer auch die Menge zu beachten, die von den Extrakten zugeführt werden müssen (Dosis), ob ätherische Öle oder sonst etwas, die für den Effekt notwendig sind.

    Es was immer schon so und ist auch heute noch so, dass Forscher immer nach Pflanzen suchen, die Inhaltsstoffe haben (entsprechende Extrakte werden gemacht) die in pharmakologisch wirksamen Dosierungen heilkundliche Wirkung entfalten.

    So ist Digitalis gefunden worden (Fingerhut) und auch „Aspirin“ (Weidenrinde, Salizylsäure).

    Aus Schlangengiften wurden die ACE-Hemmer entwickelt, gegen Bluthochdruck.

    Ein anderes Zitat: „Eine die Wissenschaft aufhorchende Tatsache ist, dass Menschen aus diesem Raum wesentlich seltener an einem Kolonkarzinom (=Darmkrebs) erkranken als z.B. Amerikaner oder Japaner.“

    Wir wissen doch genau, dass das nicht am Zitronengras liegen muss. Es wäre einfach mal zu prüfen, welche vielen Bedingungen da eine Rolle spielen. Neben vielleicht grundsätzlich anderen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. „Vor allem in Thailand…“

    Ich ergänze: Ich habe ein wenig Angst, dass ein kurzsichtiger Blick auf eine scheinbare „Wunder“-Pflanze den Blick auf weit wesentlichere Dinge verschleiern könnte.

Schreibe einen Kommentar