Schmerzmittel wirksam, aber riskant

Für viele Menschen sind Schmerzmittel nicht mehr aus dem Leben wegzudenken. HüftschmerzenRückenschmerzen und Knieschmerzen sind für fast 25 Prozent der Erwachsenen ein Dauerzustand, der einen langfristigen Schmerzmitteleinsatz scheinbar notwendig macht.

Auch Kopfschmerzen wie die Volkskrankheit Migräne sind ein häufiger Grund für die chronische Eigen-Medikation. Doch schon bei den empfohlenen Dosierungen drohen Schäden.

Viele Menschen wissen dabei (immer noch) nicht, dass sie die Schmerzmittel nicht öfter als an 10 Tagen des Monats einnehmen sollten – was ich übrigens schon für sehr viel halte!! Umso bedenklicher ist die Tatsache, dass der Gebrauch der vermeintlich ungefährlichen Medikamente immer mehr zunimmt. Bereits 2015 schätzten Fachärzte der Schmerzklinik Kiel die jährlichen Einzeldosen der Deutschen auf 2,5 Milliarden.

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Medikamente für ältere Patienten: Mehr Schaden als Nutzen?

Ältere Patienten brauchen meistens geringere Dosen ihrer Medikamente als in früheren Jahren. Der „schwächer“ werdende Körper reagiert sensibler und die Pharmaka wirken stärker. So können beabsichtigte Wirkungen selbst in späten Jahren zum Risiko werden.

Bekannte Beispiele dafür sind Antihypertonika (blutdrucksenkende Mittel) und blutzuckersenkende Präparate. Menschen über 70, die Antihypertonika einnehmen, leiden oft unter einem deutlich zu niedrigen Blutdruck und wundern sich, dass sie den ganzen Tag müde sind. Ein zu geringer Glukose-Wert ist bei älteren Diabetikern oft die Folge einer entsprechenden Medikation. Eine Hypoglykämie ist akut lebensgefährlich, aber auch ein Blutdruckabfall kann bedenkliche Folgen haben.

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Medikamente-Nebenwirkungen: Ein tödliche Materie – selbst die Krankenkassen schlagen Alarm

Xanthopsia ist eine Störung der Farbwahrnehmung. Dabei erscheint dem Patienten die ganze Welt in einem gelbstichigen Ton. Ausgerechnet der geniale Maler Vincent Van Gogh musste damit zurechtkommen. Wahrscheinlich ist die Fehlsichtigkeit aber der Grund für einige Gemälde des Künstlers mit recht extravaganter Farbgebung. Heute glauben Wissenschaftler, die Ursache für van Goghs Mal Malaise zu kennen: er bekam von seinem Arzt Digitalis-Präparate vom Fingerhut. Wahrscheinlich hatten die Herzglycoside die Nebenwirkung  verursacht.

Leider sind die Fallberichte solcher „side effects“ nur selten mit launigen Anekdoten verbunden. Schon Magen-Darm-Beschwerden, Ekzeme und Kopfschmerzen können das Leben zur Qual machen. Manchmal kommt eine Nebenwirkung über Umwege zustande, sodass die Ursache, wenn überhaupt, lange gar nicht erkannt wird. So können Medikamente dazu, dass Vitamine nur unzureichend aufgenommen werden. Dann  sind die Effekte so vielfältig, dass nach etlichen Grunderkrankungen geforscht wird, die mit der eigentlichen Ursache gar nichts zu tun haben.

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Die besten Medikamente zum Krankwerden?

Ein kurzer Blick in die Geschichte der letzten Jahre zeigt: Etliche evidenzbasierte und angeblich zuverlässig „wissenschaftlich erprobte Präparate“ mussten vom Markt genommen bzw. mit Indikationseinschränkungen versehen werden, weil sie schwere aber zuverlässige Nebenwirkungen (inklusive Tod) mit sich brachten.

Im Folgenden also eine kleine Auswahl an Ergebnissen „evidenzbasierter medizinischer“ Wissenschaft, wie sie typischer kaum sein könnten. Während der Lektüre der folgenden Zeilen möchte ich Sie als Leser(in) bitten, immer im geistigen Auge oder dem physischen Hinterkopf gegenwärtig zu haben, dass die meisten alternativen Heilmethoden und Heilpflanzen für die Schulmedizin  angeblich nicht evidenzbasiert (sondern seit Jahrhunderten bzw. Jahrtausenden erprobt und benutzt) und somit “äußerst gefährlich” sind.

Das, was Sie gleich zu lesen bekommen, ist dagegen nicht gefährlich, sondern einfach nur traurig.

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Werden homöopathische Mittel bald illegal und verboten?

Es scheint wieder schlechte Kunde in Sachen Homöopathie zu geben. Diesmal sind es die USA, die hier entsprechende Botschaften zu vermelden haben. Ungewohnt ist nur, dass sie hier diesmal keine Vorreiterrolle einnehmen, was aber das Ganze auch nicht besser macht.

Laut Statistik benutzen immerhin 5 Millionen Erwachsene und rund 1 Millionen Kinder in den USA Homöopathie zur Behandlung von Gesundheitsstörungen. In den USA wurden homöopathische Produkte als „generell sicher und unwahrscheinlich, Nebenwirkungen auszulösen“[1] angesehen und bezeichnet.

Das hält aber die FDA (die US-amerikanische Arzneimittelbehörde) nicht davon ab, eine Art „Kreuzzug gegen die Homöopathie“ in Bewegung zu setzen. Es existiert ein vorläufiges Dokument[2], das im Dezember 2017 veröffentlicht wurde. Hier nimmt die FDA homöopathische Produkte oder solche, die „als homöopathisch bezeichnet werden“, aufs Korn. Ziel der Bemühungen seitens der FDA ist es, homöopathische Arzneimittel als „neuartige Arzneimittel“ zu klassifizieren und damit eine Zulassungen notwendig werden zu lassen – obwohl fast alle dieser Arzneimittel seit Jahrzehnten ohne Probleme im Einsatz sind. Man könnte auch sagen: Die FDA will, dass die Homöopathie das Rad aufs Neue erfindet. Der nächste Schritt wäre dann die Abschaffung der Homöopathie per Gesetz.

Das ist irgendwie bekannt, oder? Sicherlich, denn zu diesem Thema aus deutschen Landen hatte ich bereits etwas geschrieben: Homöopathie sofort streichen! Und das ist jetzt bereits einige Jahre her…

Die Friedhöfe sind voll von Homöopathie-Toten

Es ist kaum zu glauben, aber just zu dem Zeitpunkt, wo in den USA eine Welle an Opioid-Toten zu verzeichnen ist, hat die FDA nichts besseres zu tun, als Homöopathie-Scheintote auf den Friedhöfen zu identifizieren und dann „angemessene Maßnahmen“ zu ergreifen.

Was da im vergangenen Jahr und momentan abläuft, das hatte ich in diesem Beitrag beschrieben: Opioide – Der Nummer 1 Killer für alle unter 50.

Auslöser für diese Flut an Toten und Süchtigen ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit diese Firma: Eine Pharmafirma, die wahrscheinlich für Millionen Tote verantwortlich ist.

Jedoch scheint man bei der FDA damit überhaupt keine Probleme zu haben. Nein, es sind ausgerechnet homöopathische Produkte, die angeblich deren Konsumenten gefährden. Dies ist umso verwirrender, da doch angeblich homöopathische Arzneimittel keine Wirkstoffe enthalten. Wie in aller Welt kann etwas, was angeblich nicht wirken soll, dann noch gefährlich sein?

Aber Logik und rationales Verständnis hören immer dann auf, wenn Glaube, Politik und/oder finanzielle Interessen (Gier) die erste Geige spielen. Da kann dann auch etwas vollkommen Harmloses zur universellen Seuche mutieren. Und diese Seuche ist jetzt die Homöopathie, obwohl die wirkliche Seuche in den USA, die der Opioid-haltigen Schmerzmedikamente, so offensichtlich ist, dass man sie lieber unter den Teppich fegt.

In einem weiteren Dokument (letztmalig aktualisiert am 22.2.2018) lässt die FDA die Katze dann endgültig aus dem Sack[3]. Sie beklagt sich hier folgendermaßen: „Im letzten Jahrzehnt ist der Homöopathie-Markt exponentiell gewachsen, was eine 3 Milliarden USD Industrie zur Folge hatte, die mehr und mehr Patienten Risiken aussetzt, die auf einer unbewiesenen und ungetesteten Therapiemethode und auf unbewiesenen Heilungsversprechen beruhen“.

Damit ist klar, dass die FDA mit der Größe dieser spezifischen Industrie und den damit erzielten Einkünften ein Problem hat. Wie schön wäre es doch, wenn diese 3 Milliarden an die Freunde der Pharmaindustrie gehen würden und nicht in die Taschen der Konkurrenz. Immerhin hat die FDA keine Probleme damit, den viel größeren Pharmamarkt als Argument aufzugreifen, die Pharmaindustrie in entsprechender Weise zu kontrollieren und maßzuregeln.

Und weil man bei der FDA diesen Verdacht weit von sich weisen möchte, kommen dann plötzlich in den Ausführungen weitere Verdachtsmomente, die man einfach mal so locker in den Raum werfen kann, auch wenn man sie nicht begründen kann: Da hat die FDA plötzlich Sicherheitslücken entdecken können, verbunden mit Nebenwirkungen, die von homöopathischen Produkten ausgegangen waren. Und dann gibt es noch homöopathische Produkte, die mit potentiell gefährlichen Substanzen verunreinigt sind, aufgrund von schlechten Produktionsbedingungen, und die ein weiteres Gefährdungspotenzial darstellen (sollen).

Dies hört sich für mich verdächtig nach der alten Sage an, die wir bereits vor einigen Jahren erleben durften, als eine Reihe von Impfungen und Medikamenten vor allem durch gefährliche Verunreinigungen bekannt wurden. Hier eine kleine Liste von Beispielen:

Und weil wir mit verunreinigten Medikamenten noch nicht genug haben, verunreinigen wir doch einfach unser Trinkwasser ebenfalls mit verunreinigten Medikamenten: Medikamente aus dem Wasserhahn.

Ich gehe einmal davon aus, dass die FDA meine Beiträge nicht liest. Dennoch gibt es keinen Grund, ihr Unwissenheit in diesem Zusammenhang zu bescheinigen. Denn es gab seinerzeit sogar in den Medien in den USA entsprechende Berichte:

Stattdessen „schützt“ die FDA die liebe Bevölkerung vor diesen schrecklichen, unheilbringenden Formulierungen der Homöopathie, indem sie ihnen die Bezeichnung „allgemein als sicher und effektiv anerkannt“ vorenthält. Weiterhin soll, wie bereits erwähnt, jedes homöopathische Medikament als „new drug“ einen Zulassungsprozess bei der FDA durchlaufen.

Es ist fast so, als wenn die FDA immer noch nicht mitbekommen hat, dass diese spezifischen Arzneimittel wirksam sind. Jeder weiß dies seit Jahrhunderten, nur die FDA nicht. Und um eine Zulassung zu erhalten, muss erst der letzte Idiot (FDA) davon in Kenntnis gesetzt werden. Aber so idiotisch ist dieses Set-up dann doch wieder nicht, wenn man sich betrachtet, was damit erreicht werden soll. Nicht die Sicherheit und Effektivität liegt der FDA am Herzen, sondern die Unmöglichkeit für die Hersteller homöopathischer Arzneimittel eine Zulassung zu erhalten. Dies kann an den horrenden Kosten liegen, die mit dem Prozedere für den Antragsteller/Hersteller verbunden sind, und/oder die Verweigerung der Zulassung, die selbstverständlich nicht mit einer Rückerstattung der bis dahin ausgelegten Kosten verbunden sein wird. Oder mit anderen Worten: Ein Antrag auf Zulassung eines homöopathischen Produkts könnte für den Antragsteller das Ende seiner Firma bedeuten. Aber ohne Zulassung bedeutet dies ebenfalls das Ende, das Ende vom Ende!

Gestern USA, heute Deutschland?

Im November letzten Jahres initiierte die Ärztin, CDU-Politikerin und Bundestagsabgeordnete Claudia Schmidtke auf Facebook eine Umfrage, die lautete: „Was halten sie von Homöopathie? Sollten die Krankenkassen die Kosten für homöopathische Behandlungen übernehmen? Sollte die Apothekenpflicht für homöopathische Mittel aufgehoben werden?“[4]

Verbunden mit der Abstimmung war natürlich auch eine rege, wenn nicht sogar massenhafte Beteiligung im Kommentarteil. So wie diese Kommentare, besonders die gegen die Homöopathie, aussahen, wurde recht schnell klar, dass es auf diese „Abstimmung“ überhaupt nicht ankam. Die war nur Vorwand für eine organisierte Diskussion gegen die Homöopathie, die unter dem Deckmantel der Abstimmung stattfand. Zu allem „Unglück“ für die Homöopathie-Gegner sprachen sich 61 Prozent der Teilnehmer für die Homöopathie aus, obwohl es zu Beginn der Abstimmung sehr schlecht für die Homöopathie aussah. Man könnte fast glauben, dass die Qualität der Gegenargumente, die sich im Laufe der Abstimmung einstellten, mit ausschlaggebend dafür war, dass sich fast zwei Drittel der Teilnehmer für die Homöopathie aussprachen.

Die Vorgabe, wie diese Diskussion auszusehen hat, machte die Bundestagsabgeordnete selber. Sie erklärte in ihrer Einleitung, dass die Gegenseite (Gegner der Homöopathie) die Homöopathie für ein Geschäft halten, ohne wissenschaftliche Evidenz. Und das wissenschaftlich „in der Tat“ keinerlei Nutzen von der Homöopathie erwiesen sei. Was also ist genau an der Homöopathie schlecht? Erstens: es ist ein Geschäft. Wir alle wissen, dass Medikamente und Impfungen kostenlos an alle Bedürftigen und Kranken verteilt werden, oder etwa nicht? Zweitens: es gibt keine wissenschaftliche Beweisführung für die Wirksamkeit der Homöopathie. Auch hier wissen wir, dass alles, was auf dem Medikamentenmarkt sich tummelt, von schulmedizinischer Evidenz so durchseucht ist, dass viele der Produkte vor lauter Evidenz aufgehört haben zu wirken. Allen voran sei hier das Problem „Impfungen“ in ihren verschiedenen Formen genannt, deren Wirksamkeit noch nicht einmal durch klinische Studien sichergestellt worden ist. Oder kennen Sie prospektive, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studien, wo Impfungen gegen Scheinimpfungen verglichen werden? Es gibt einige wenige, die aber aus bestimmten Gründen verschwiegen werden. Und diese Gründe sind keinesfalls überraschend: die wenigen, zufälligen Vergleichsstudien haben gezeigt, dass sich Impfungen durch erhebliche Probleme im Vergleich zu „Nicht-Impfungen“ unterscheiden.

Die Diskussion unter dem Schirm der Abstimmung brachte keine überraschenden Neuigkeiten. Die Gegner der Homöopathie, ähnlich wie die Befürworter von Impfungen, bringen und brachten als einziges logisches Argument die alte Haus Regel der Pharmakologie, dass viel Substanz viel wirkt, und wenig Substanz wenig wirkt. Und weil in homöopathischen Präparaten wenig Substanz drin ist, können sie logischerweise nicht wirksam sein.

Diese Hypothese mag durchaus für pharmakologische Präparate richtig sein, hat aber mit biologischen und biochemischen Vorgängen nur in einem bestimmten Rahmen etwas zu tun. Der Fehler dieser Argumentation ist, die gesamte Biologie des Menschen auf pharmakologische Vorgänge zu reduzieren. Der Körper des Menschen jedoch ist kein Pharmaladen, sondern ein biologisch dynamisches System, wo pharmakologische Reaktionen Teil des Ganzen sind, aber nicht das Ganze.

Diese Überlegung gibt Raum für die Beobachtung, dass homöopathische Anwendungen alles andere als erfolglos sind. Obwohl sie es eigentlich sein sollten! Spätestens hier weiß sich der Homöopathie-Gegner keinen Rat mehr und muss anfangen, seinen Standpunkt mit pseudowissenschaftlichen und/oder psychologischen Attacken zu verteidigen. Da die Wirkungslosigkeit der Homöopathie für diese Leute eine Tatsache ist, können alle die, die an die Wirksamkeit „glauben“, nur vollkommene Idioten sein, die alle eigentlich eingewiesen werden müssten.

Damit müssten wir also rund zwei Drittel aller Deutschen in die geschlossene Anstalt einweisen, weil sie auf Facebook falsch an der Abstimmung teilgenommen hatten. Aber es sieht fast so aus (hier wage ich mich einmal ins Reich der Vermutungen), dass diese Abstimmung ein Vorstoß der Politik ist, hier einmal die Stimmung in der Bevölkerung zu diesem Thema zu eruieren. Ein zu schnelles und zu forsches Vorgehen gegen die Homöopathie bei einer solchen Beliebtheit könnte politisch gefährliche Folgen mit sich bringen – spätestens bei der nächsten Bundestagswahl. Aber das Argument von der Unmündigkeit des Bürgers, der an nicht bewiesene Voodoo-Heilmethoden glaubt, ist damit noch nicht vom Tisch. Im Gegenteil! Die Abstimmung hat dies bestätigt: rund zwei Drittel sind unmündig, weil Homöopathie-gläubig. Und wenn der Bürger unmündig ist, wer muss dann rettend in die Bresche springen? Der mündige Politiker, der dem doofen Bürger erzählt, wie der Hase läuft.

Fazit

Homöopathie und alternative Heilmethoden sind der Gesundheitsindustrie ein Dorn im Auge. Immer dann, wenn Heilung eine Störung von Geschäftsinteressen bedeutet, dann darf man sich auf besonders kuriose, aber wenig lustige Argumente „freuen“, die der Auftakt für einschneidende Maßnahmen gegen die alternative Konkurrenz sind.

Weitere Quellen zur Homöopathie:

[1]     Homeopathy | NCCIH

[2]     Drug Products Labeled as Homeopathic Guidance for FDA Staff and Industry

[3]     Press Announcements > FDA proposes new, risk-based enforcement priorities to protect consumers from potentially harmful, unproven homeopathic drugs

[4]     https://www.facebook.com/ClaudiaSchmidtkeMdB/

Es könnte klappen! Bio-Ware könnte die ganze Welt ernähren!

Die Welternährungsorganisation FAO („Food and Agriculture Organization of the United Nations“) weiß, dass die Weltbevölkerung bald die 9-Milliarden-Grenze knacken wird.

Die üppigen Ernährungsgewohnheiten, die bislang ein Privileg der Industrienationen waren, dehnen sich zunehmend auf Schwellenländer aus und werden sich schließlich auch in den heutigen Entwicklungsländern etablieren, was eigentlich nur gerecht ist. Der immer weiter ansteigende Verbrauch lebenswichtiger Ressourcen wie Land, Wasser, Energie und Sauerstoff ist eine bedrohliche Folge dessen.

Ein effizienter Weg zum Umsteuern ist tief mit unserem Fleischkonsum verwurzelt, und zwar zugleich auf zweierlei Weise: Für jeden Fleischesser wäre eine deutliche Reduzierung seines Fleischkonsums der Gesundheit förderlich und würde die Massentierhaltung mit all ihren negativen Begleiterscheinungen und Folgen obsolet machen. Eine Studie des „Forschungsinstituts für biologischen Landbau“ (FiBL), die 2017 in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht wurde, belegt, dass eine generelle Umstellung auf biologischen Landbau möglich wäre und die Umwelt und ihre Ressourcen in großem Maße nachhaltig schonen würde.

„Bio“ als tragende Säule der Welternährung

Die oben genannte Studie geht auf eine intensive Zusammenarbeit mehrerer Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen:

Die wesentliche Erkenntnis darin besagt, dass eine globale Umstellung hin zu biologischem Landbau zu einem umfassenden und nachhaltigen Ernährungssystem führen kann. Vorausgesetzt werden dabei allerdings noch flankierende Maßnahmen, so zum Beispiel eine merkliche Reduktion des Konsums tierischer Produkte, was den heute vollkommen übertriebenen Einsatz von Kraftfutter in der Tiermast überflüssig machen würde.

Darüber hinaus müssten wir unser Problem der überbordenden Nahrungsmittelabfälle intelligent lösen. Wenn uns dies gelingt, wäre sogar die Ernährung einer Weltbevölkerung mit neun Milliarden Menschen über das Jahr 2050 hinaus gesichert. Die positiven Begleiterscheinungen wären:

  • Der Landverbrauch würde endlich stagnieren,
  • die Emissionen von Treibhausgasen könnten reduziert werden,
  • die Nitrat-Überschüsse und die viel zu hohe Pestizidbelastung könnten zurückgeführt werden.

Über die Fehler der aktuellen Nahrungsmittelproduktion

Schaut man auf die Gewichtung der globalen landwirtschaftlichen Handelsprodukte, dann sieht bei den Spitzenreitern die Reihenfolge so aus:

  1. Reis
  2. Weizen
  3. Milch
  4. Bananen

Die Banane ist in der Tat die wichtigste Frucht überhaupt. Was zum Beispiel in Spanien geerntet wird beziehungsweise geerntet werden könnte, ist irrelevant, weil die Früchte preiswert in die EU importiert werden. Um ihren Preis künstlich stabil oben zu halten, landen Bananen in Lateinamerika tonnenweise auf dem Müll. Demgegenüber werden in Australien genmanipulierte, virusresistente Bananen angebaut und gleichzeitig die Ananas auf Müllbergen entsorgt. Auch Italien importiert vorzugsweise billige Lebensmittel aus dem Ausland und vernichtet zur gleichen Zeit die landeseigenen, gesunden Produkte, weil diese irgendeiner erdachten EU-Norm nicht so ganz entsprechen.

Die Produktion von Biokraftstoffen in großem Stil hat schon längst zum Kampf um Anbauflächen für Energiepflanzen einerseits und Nahrungsmittel andererseits geführt. In Südamerika sind es riesige Sojaplantagen, die die einheimische Flora und Fauna auf Nimmerwiedersehen verdrängen. Inzwischen wird dort auf mehr als elf Millionen Hektar Soja zur Fütterung europäischer Rinder, Schweine und Hühner angebaut. Warum auch nicht, hat sich doch die Nachfrage nach Soja während der letzten 40 Jahre verfünffacht. Und für die Verfrachtung der Nahrungsmassen zwischen den Kontinenten sind permanent Abertausende Containerschiffe unterwegs, die Unmengen hochgradig klimaschädlichen Schweröls in die Atmosphäre blasen. Und übrigens: Soja würde ich sowieso nicht essen.

Industrielle Landwirtschaft bedeutet endlose Monokulturen, so weit das Auge reicht, verbunden mit der Vergiftung unseres Trinkwassers durch Antibiotika, Desinfektionsmittel, Pestizide und, wie gerade zuletzt bekannt wurde, mikroskopisch kleine Plastikteilchen. Gemäß einer noch nicht veröffentlichten Studie durch den „Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz“ (NLWKN) gehört ausgerechnet Deutschland zu den größten Verschmutzern von Trinkwasser in der EU.

Vorprogrammierte Zielkonflikte

Namhafte Kritiker der biologischen Produktionsweise verweisen darauf, dass eine solche Umstellung einen noch viel höheren Landverbrauch mit sich bringen würde. Zwar ist man sich darin einig, dass eine graslandbasierte, kraftfutterfreie Tierproduktion all jene Weideflächen sinnvoll nutzen würde, die sich kaum noch für einen Anbau von Kulturen eignen, allerdings wäre diese natürliche Art der Fleischproduktion mit deutlich höheren Treibhausgasemissionen verbunden. Einfach ausgedrückt: Mastvieh, das mit Kraftfutter vollgestopft wird, „furzt“ weniger.

Verschiedene Strategien optimal kombinieren

Die Überschrift weist einen Weg, wie Zielkonflikte vermeidbar wären. Anstatt den großen Wurf politisch erzwungen sofort zu landen, können wir uns kompromissbereit Schritt für Schritt einer besseren Welt annähern. Die Landwirtschaft wenigstens zur Hälfte auf Bio umzustellen und Kraftfuttergaben sowie Nahrungsmittelabfälle ebenfalls zu halbieren, wäre schon eine sehr wünschenswerte Zielvorgabe, die realistisch umsetzbar wäre und den Gegnern der Maßnahmen die Augen dafür öffnet, dass es geht und dass die sich daraus ergebenden Vorteile die vermeintlichen Nachteile bei Weitem übertreffen.

Allerdings setzt die biologische Produktion tierischer Konsumgüter einen bewussteren Umgang mit Nahrungsmitteln und damit einhergehend vor allem die freiwillige Reduktion des persönlichen Fleischkonsums voraus.

Fazit

Die oben erwähnte Studie zeigt, dass biologische Landwirtschaft weltweit machbar wäre. Allerdings müssten wir mehrere Strategien vereinen, um die gesamte Weltbevölkerung nachhaltig ernähren zu können. Bio-Obst und Gemüse ist besser für uns (siehe mein Beitrag: Bio-Obst und Bio-Gemüse ist nicht nur gesünder, sondern auch grüner). Bio-Landbau ist auch gut für Tier und Umwelt, aber er erfordert mehr Landflächen, als dies heute der Fall ist.

Beim Fleischkonsum müsste jeder Einzelne vermeintliche Abstriche machen, die sich im Ergebnis aber als Vorteil für die Gesundheit erweisen würden. Mehr dazu in meinem Grundsatzbeitrag: Krank durch Fleisch.

Und wenn Sie auf BIO umsteigen möchten, dann finden Sie in meinem Beitrag zu den verschiedenen Bio-Siegeln Hinweise, worauf Sie achten sollten: Bio Siegel und Öko Siegel – Welche sind gut bzw. besser?

US-Mediziner finanzierte Maserati und Privatjet aus unnötigen Chemotherapien

Dr. Jorge Zamora-Quezada wurde der Geldwäsche angeklagt, die sich auf exzessive, unnötige medizinische Maßnahmen und Therapien gründet, die unter anderem auch Kinder durchleiden mussten.

Auf diese zynische Weise finanzierte der US-Arzt seinen verschwenderischen Lebensstil, indem er völlig überflüssige, aber extrem kostenintensive Medikamente und Chemotherapien bei mehreren Tausend Patienten anwendete, heißt es in der Begründung der Justizverwaltung des Bundesstaates Texas.

Zamora-Quezada (61) besaß einen sechssitzigen „Eclipse 500“ Business-Jet, den er von den circa 50 Millionen US-Dollar, die er seit dem Jahre 2000 für die Administration zahlloser schädlicher Behandlungen einkassiert hat, kaufte. Wenn er damit nicht gerade in der Luft war, raste er zwischen seinen diversen Anwesen in seinem blauen Maserati Granturismo Coupé, Baujahr 2017, durch die Gegend. Das sieben Anklagepunkte umfassende Verfahren könnte Dr. Zamora-Quezada nun für Jahrzehnte ins Gefängnis bringen. Zunächst bleibt er erst einmal in Untersuchungshaft.

Besonders traurig ist dabei, dass ihm all seine Patienten voll vertrauten und auf seine Integrität schworen, während er bewusst falsche Diagnosen stellte, um sie mit unnötigen und sehr schädlichen Behandlungen zu betrügen. Dr. Zamora-Quezada besaß Praxen über ganz Texas verteilt. Vornehmlich ging es um die Behandlung rheumatischer Erkrankungen. Es ist noch immer unklar, wie viele Patienten von seinen Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen betroffen sind. ProPublica fand heraus, dass er allein im Jahre 2015 mehr als 1.500 Patienten behandelte, wobei er pro Patient durchschnittlich 1.672 US-Dollar bekam. Das liegt deutlich über dem üblichen Salär in Texas von 955 US-Dollar.

Sein Flugzeug und sein Maserati wurden inzwischen von den zuständigen Behörden beschlagnahmt. Gleiches gilt für die verschiedenen Immobilien, deren Vermietung er dazu nutzte, sein fragwürdiges Einkommen zu kaschieren. Über einen Zeitraum von circa einem ganzen Jahr erhielt Dr. Zamora-Quezada 42,450 US-Dollar von dem pharmazeutischen Unternehmen Eli Lilly. Auf Anfrage von „The Dallas Morning News“ bezüglich des Hintergrundes dieser Zahlungen verweigerte Eli Lilly jede Antwort. Darüber hinaus wurde Dr. Zamora-Quezada auch noch sexueller Übergriffe gegenüber früheren Angestellten bezichtigt.

Nur ein trauriger Einzelfall in den USA?

Mitnichten, denn Gier kennt keine Grenzen im doppelten Sinne. Sie gehört zu unseren Totsünden und ist aus der menschlichen Natur nicht wegzudenken. Wenden wir unseren Blick daher in Richtung Deutschland. Schon im Jahre 2002 waren hierzulande mehr als 6.500 Ermittlungsverfahren gegen Ärzte wegen gefälschter Abrechnungen durch die Krankenkassen anhängig.

Der makabere Höhepunkt bestand noch darin, dass sogar viele schon lange verstorbene Patienten von den Ärzten offensichtlich mit größter Hingabe behandelt wurden. Dabei kamen gerade die Toten den Kassen so richtig teuer zu stehen. In meinem Artikel „Abrechnungsbetrug: Wenn Mediziner tote Patienten behandeln“ habe ich darüber ausführlich berichtet, siehe dazu:

Abrechnungsbetrug: Wenn Mediziner tote Patienten behandeln…

Die speziellen Modalitäten bei den Abrechnungen mit den Krankenkassen eröffnen der Fantasie der Ärzte, Therapeuten und Apotheker sowie der Betreiber von Pflegediensten und Sanitätsfachgeschäften Tür und Tor zur geradezu unbegrenzten Umsetzung mannigfacher Betrugsvariationen. „Wie die Krankenkassen beim Betrug in der Pflege zusehen“, erläuterte ich kürzlich unter folgendem Link:

Wie die Krankenkassen beim Betrug in der Pflege zusehen

Besonders viel kriminelle Energie erfordert der zunehmende Betrug im Zusammenhang mit Chemotherapien.

Ein Beispiel dazu ist der Millionenbetrug mit Krebsmitteln in Nordrhein-Westfalen, der im Jahre 2017 aufflog. In dem sogenannten „Bottroper Fall“ hatte ein Apotheker ganz bewusst und in verwerflicher Absicht deutlich weniger Wirkstoffe in die Arzneimittel verbracht, als nach aktuellem Kenntnisstand notwendig ist. 2018 wurde dazu das Urteil verkündet: https://www.naturheilt.com/medikamentenskandal/betrug-bei-krebsmittel.html

Wird das Naturheilmittel Cannabis als Hilfe gegen Krebs unterdrückt?

In einer Studie der Zeitschrift Nature Reviews-Cancer von 2003 wurde bekannt gegeben, dass ein Wirkstoff im Cannabis das Wachstum von Krebszellen verhindern bzw. behindern kann.

Anzeichen für diese Wirkung wurden schon in den 70er Jahren entdeckt – doch irgendwie ist diese Entdeckung auch bis zum Jahr 2017 noch nicht so publik geworden.

Im Zuge der Gesetzes-Novelle zur medizinischen Anwendung  von Cannabis bekam die Diskussion zwar neuen Schwung, rief aber auch die Gegner auf den Plan. Nachdem die Neuregelung im März 2017 in Kraft getreten war, forderten Krankenkassenvertreter plötzlich mehr Nachweise über die Wirksamkeit.

Könnten diese nicht erbracht werden, müssten die Kassen auch die Kosten für die Cannabis-Therapie nicht übernehmen. Dass solche Belege längst auf dem Tisch liegen, ignorieren die Kostenträger.

Die „Nebenwirkung“ von Cannabis

In den Studien aus Madrid von Manuel Guzmán wurde heraus gefunden, dass die aktiven Bestandteile des Cannabis das Wachstum von Krebszellen unterdrücken und sogar abtöten können. Zudem unterbinden sie das Wachstum von Blutgefäßen in den Tumoren, was wiederum deren Versorgung verschlechtert. Diese Gefäßneubildung wird auch „Angiogenese“ genannt – und die spielt im Krebsgeschehen eine bedeutende Rolle. In meinem Beitrag: Angiogenese, oder: Wie esse ich gegen Krebs? gehe ich ausführlicher darauf ein.

Bei Cannabis scheint es so zu sein, dass das Wachstum gestoppt wird, indem die aktiven Komponenten so genannte „Schlüsselpositionen“ zwischen den Übertragungswegen der Zellen bilden und dann die Verbindung zu Krebszellen auflösen.

Cannabis als natürlicher Wachtumshemmer bei Krebs?

Nach Dr. Ethan Russo kann das Cannabis somit eine natürliche Funktion als Wachstumshemmer einnehmen, der den entarteten Krebszellen normalerweise fehlt. Der enthaltene Wirkstoff Delta-9-Tetrahydrocanninol (Delta-9-THC) kann somit Gliome, Melanome und andere Zelltypen zum Abstoßen verleiten. Zudem sendet er Signale an das Gehirn, welche bewirken, dass die Tumorzellen nicht mehr mit Blut versorgt werden. Cannabis beziehungsweise einige der daraus extrahierten Stoffe könnten somit sehr wirksame Krebs-Bekämpfungsmittel sein, da es zudem vom Körper gut vertragen wird und nicht die bekannten Nebenwirkung der chemischen Therapien aufweisen.

So wiesen Forscher in Labor-Versuchen nach, dass Delta-9-THC die Zellen von Leber-Tumoren (hepatozelluläres Karzinom) abschwächte und auch zum Absterben brachte. In dem pharmakologischen Mechanismus waren molekulare Strukturen beteiligt, die nicht nur bei Leberkrebszellen, sondern auch bei Zellen des nicht-kleinzelligen Lungenkrebses und des Brustkrebses vorkommen. Dass Delta-9-THC auch hier wirksam ist, darf alleine aufgrund dieser Studie unterstellt werden. Übertrieben ist diese Aussage nicht, denn bereits seit 1974 belegten Forscher im Medical College in Virginia eine Verlangsamung des Wachstums von Lungenkrebs, Leukämie und Brustkrebs durch Delta-9-THC bei Mäusen.

Im Maus-Modell erwies sich auch der Wirkstoff Cannabidiol (CBD) als Mittel gegen Tumore. CBD konnte Zellen des Östrogen-Rezeptor-positiven und -negativen Brustkrebses abtöten. Daneben reduzierte CBD die Ablösung und Ausbreitung der Zellen beim metastasierenden Brustkrebs. Eine andere Studie zeigt, dass CBD die Wirksamkeit von Chemotherapien gegen Gliome erhöht, allerdings ohne zusätzlichen Schaden für gesunde Zellen zu verursachen. Das Chemotherapeutikum Temozolomid wirkt besser, wenn CBD und Delta-9-THC zusätzlich und gemeinsam gegeben werden.

Die Erkenntnisse wurden lange unterdrückt – und die Anwendung wird immer noch behindert!

Besonders ironisch ist die Tatsache, dass die Studie von 1974 durch die amerikanische Gesundheitsbehörde in Auftrag gegeben wurde, um die schädliche Wirkung von Cannabis auf das Immunsystem beweisen zu können.

Im selben Jahr berichtete lediglich die Washington Post über diese Studie, doch großes Aufsehen schien die Meldung nicht zu machen. Erst 2001 erschien ein sehr fundierter Artikel in einer texanischen Zeitung – doch auch da gab es kein Aufsehen in den Medien.

Die o.g. Studie aus Madrid von 2003 bekam bisher ebenfalls kaum Beachtung. Anscheinend wollen die Medien ungern, das Marihuana in der Öffentlichkeit als etwas Positives dargestellt wird. Schließlich handelt es sich hierbei um eine Droge. Eine Legalisierung und die damit verbundenen Gefahren sind vor allem der „Wirtschaftselite“ wohl zu hoch. Denn auf „legale“ Rauschmittel wie Alkohol und Zigaretten werden schließlich Steuern erhoben, die für Einnahmen sorgen. In diesem Zusammenhang erinnere ich mal an die Zustände in den USA bezügliche der Opioide, die dort wie bunte Bonbons verschrieben werden. Und die Nebenwirkungen sind beträchtlich!

Hinter den Bestrebungen, Cannabis als offizielles Medikament zu verhindern steckt sicher auch die Pharma-Industrie. Am 13. Juni 2016 berichtete die Washington Post über einen Vorgang, aus dem dies eindeutig hervorgeht. Als die Drug Inforcement Agency (DEA) in den USA die Cannabis-Verschreibung zu erleichtern erwog, kam Protest von einem Pharma-Unternehmen. Nach Darstellung des Blattes arbeitete der Arzneimittelhersteller gerade an der Entwicklung synthetischer Cannabis-Derivate, die ein Konkurrenz-Produkt zu Marihuana gewesen wären.

Geradezu seltsam mutet es an, dass die US-Regierung die Wirkung von Cannabis gegen Krebs anerkennt, aber bisher nicht für die Behandlung der Krankheit zugelassen hat. Dies verlautbart das National Cancer Institute (NCI), das dem Gesundheitsministerium angehört. Die Belege dafür sind zu eindeutig, um weiterhin verschwiegen werden zu können. Nicht nur auf der Website des NCI taucht das Eingeständnis auf, sondern auch in Interviews halten sich deren Vertreter mit der Meinung nicht mehr zurück. Warum das Naturheilmittel nicht für diese Indikation zugänglich gemacht wird, erfahren die Menschen nichts.

Krankenkassen könnten auch profitieren

Es stellt sich natürlich eine wichtige Frage: Wer kauft denn der Pharmaindustrie noch teure Medikamente ab, wenn es so einfach gehen könnte? Die Krankenkassen, die sich immer noch sträuben, könnten hingegen auch finanziell profitieren. Die geschätzten Behandlungskosten von 550 € pro Monat sind im Vergleich zu Chemotherapien relativ gering.

Für die USA gibt es verlässliche Zahlen darüber, wie viel Geld für Medikamente eingespart werden kann, wenn Patienten Cannabis statt herkömmliche Schmerzmittel nutzen. In einer Studie aus 2018 werden die Opioid-Verschreibungen in Jahren zwischen 2010 und 2015 untersucht. Der Vergleich zwischen Bundesstaaten mit legalisierter medizinischer Nutzung von Cannabis auf Rezept und Bundesstaaten ohne diese Möglichkeit ergab ein eindeutiges Ergebnis. Wo Patienten Cannabis offiziell erhalten durften, gingen die Verordnungen von Opioiden um 14,4 % zurück. 2013 sparte die Sozial-Krankenkasse (Medicare) der USA in den 17 betreffenden Bundesstaaten 165 Millionen Dollar ein. Das entspricht 0,5 % der jährlichen Gesamtausgaben. Auch die Verschreibungen anderer Medikamente gingen erheblich zurück. So verordnete jeder Arzt in den „Cannabis-Staaten“ pro Jahr durchschnittlich 562 weniger Einzel-Rezepte von Anxiolytika (Angstlöser). Bei Antiemetika (Mitteln gegen Übelkeit) waren es 541, bei Antikonvulsiva (Mittel gegen Krampfleiden) 486 und bei Antidepressiva 265.

Diese Indikations-Gebiete entsprechen weitestgehend den in Deutschland vorgesehenen, im Gesetz allerdings nicht genannten, Indikationen für die Cannabis-Medikation. Dies sind vor allem Schmerzen und Krampfleiden, die etwa bei Multipler Sklerose auftreten. Das Drogen-Image der Hanf-Produkte machen sich die Krankenkassen immer noch zunutze, wenn hier die Wirksamkeit nicht anerkannt wird.

Die Behandlung maligner Tumore mit Cannabis steht immer noch nicht in der breiten Diskussion. Vielleicht ändert dies eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie. Die Bundesopiumstelle soll Nachweise über die Wirksamkeit von Cannabis erbringen. Da schlummert ein Fünkchen Hoffnung, dass nun auch „offiziell“ die Wirksamkeit gegen Krebs festgestellt wird. Doch es soll 5 Jahre dauern, bis entsprechende Daten erhoben sind. Fraglich bleibt, warum die Regierung nicht die Ergebnisse von Manuel Guzmán anerkennt.

Doch ist die Absicht des deutschen Gesetzgebers ernst gemeint. Das zeigt sich daran, dass die erste „eigene Ernte“ der bundeseigenen Cannabis-Agentur bereits 2019 auf dem Markt sein soll. Bis dahin muss Import-Ware den Bedarf decken. Patienten müssen die Medikation übrigens extra bei der Krankenkasse beantragen.

Wenn die Krankenkasse nicht zahlen will

Erster Ansprechpartner des umständlichen Prozederes ist die Krankenkasse. Lassen Sie sich dort erklären, welche Unterlagen Sie beibringen müssen, damit der Antrag Erfolg hat. Dazu zählen Arztberichte, Atteste und auch Zeiten der Arbeitsunfähigkeit. Bei bestimmten Indikationen sind die Aussichten am besten. Beispielsweise  bekommen Krebspatienten oder Menschen mit Nervenleiden die Cannabis-Medikamente am unkompliziertesten. Andere müssen nachweisen, dass vorangegangene Therapien wirkungslos waren. Hilfreich kann es auch sein, wissenschaftliche Studien über die Wirksamkeit vorzulegen. Wenn Sie gesundheitlich in der Lage sind, die Geschäftsstelle der Krankenkasse aufzusuchen, tun Sie es. Ein persönliches Gespräch führt in der Regel am ehesten zum Erfolg.

Erst wenn ein Bescheid über eine Kostenübernahme vorliegt, kann (meines Wissens) der Arzt ein Rezept ausstellen, das auch die Krankenkasse bezahlt. Bei einer Ablehnung des Antrags kann immer Widerspruch eingelegt werden. Natürlich kann der Arzt jederzeit auch ein Privat-Rezept ausstellen, doch dann muss der Patient die Kosten selbst übernehmen. Die wenigsten werden dazu allerdings in der Lage sein.

Halten Sie das Rezept endlich in Händen, rufen Sie Ihren Apotheker an. Denn der muss das Medikament bestellen oder unter Umständen weiterverarbeiten.

Bei allen Fragen und Problemen, die bei der Beschaffung auftreten, kann man die Hilfe der International Association for Cannabinoid Medicines in Anspruch nehmen: http://www.cannabis-med.org/index.php?tpl=contact&id=17&lng=de

Trotz aller Vorurteile, spießiger Bedenken und kleinen Hürden: An der Cannabis-Front tut sich was!

Dieser Beitrag wurde am 12. Juli 2011 erstellt und letztmalig am 20.11.2018 ergänzt.

Wie die Krankenkassen beim Betrug in der Pflege zusehen

Das deutsche Pflegesystem ist offenbar eine bequeme Melkkuh für das „organisierte Verbrechen“ – anders kann man das schon nicht mehr bezeichnen. Das geht nun schon viele Jahre so. Und „wir“, die Beitragszahler sind die Leidtragenden. Aus dem Gesundheitswesen ist gerade ein interner Bericht bekannt geworden, aus dem hervorgeht, dass die Krankenkassen die Abzocke demütig geschehen lassen.

Für die Pflege ist kaum noch Geld da. Allein im Jahre 2018 beläuft sich der Fehlbetrag bei den Pflegekassen auf circa drei Milliarden Euro. Das weiß auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). In der Konsequenz erhöht er die Pflegebeiträge. Dabei könnte das Defizit um fast 70 Prozent gesenkt werden, so die Schätzung von Kriminologen, würde der Betrug endlich entschieden bekämpft werden.

Pflegebetrug. Das wäre mal eine Reform für den „Gesundheitsminister“ Bild: fotolia – Africa Studio

Die Betrugsmethoden

Auch und gerade dann, wenn Pflegebedürftige im Wesentlichen von ihren Angehörigen versorgt werden konnten, rechnen Pflegedienste Leistungen in großem Umfang ab. Dabei werden ungelernte Pflegekräfte als qualifizierte Mitarbeiter ausgewiesen und die Kassen bezahlen im Ergebnis viel mehr Pflegepersonal, als tatsächlich unterwegs ist. In den Jahren 2016 und 2017 ist es den deutschen Krankenkassen gelungen, in der ambulanten Pflege 14 Millionen Euro Abrechnungsbetrug aufzudecken und zurückzufordern. Hört sich erst mal viel an, ist aber nur ein mühsamer Tropfen auf den heißen Stein, wenngleich sich der Betrag gegenüber dem gleichen davor liegenden Zeitraum verdoppelt hat. Experten gehen von einer Betrugshöhe um zwei Milliarden Euro pro Jahr aus.

Die Untätigkeit der Krankenkassen macht es den Betrügern leicht

Früher waren es übrigens die Arzneimittel, die Betrügern widerstandslos enorme Gewinne einfuhren. Das lag und liegt auch daran, dass die meisten Krankenkassen die Tätigkeitsberichte ihrer sogenannten Fehlverhaltensstellen lieber unter Verschluss halten. Warum wohl? Ein Grund ist der mit einer genauen Prüfung verbundene hohe Aufwand. Es müssten fast für jeden Einzelfall Hunderte von Einzelpositionen durchforstet werden. Dennoch beweisen vereinzelte Kassen, dass es sehr wohl möglich ist, den Betrügern das Handwerk zu legen. Von den insgesamt über als 110 gesetzlichen Krankenkassen haben in den letzten zwei Jahren fünf AOK-Versicherungen immerhin circa 40 Prozent des aufgedeckten Betrugsschadens zurückgeholt, allen voran die AOK Bayern und Niedersachsen.

Aufgeben als Strategie

Die Vorstände einiger Betriebs- und Ersatzkassen halten das Aufdecken von Betrügereien im Gesundheitswesen für „wenig beachtenswert“. Die paar Millionen Euro, die da mit viel Aufwand zurückgeholt werden können, seien angesichts eines Milliardengeschäfts geradezu lächerlich. Dabei gehört das viele Geld, das sich die Krankenkassen so einfach klauen lassen, nicht den Kassen, sondern der Gemeinschaft der Versicherten. Sich immer nur auf das Argument „Personalmangel“ zurückzuziehen, ist einfach zu billig, denn das Fehlverhalten im Gesundheitswesen wird inzwischen von ressourcenintensiven Großfällen dominiert. Das ist eine bekannte Tatsache, der sich die Kassen mit einem überfälligen Masterplan stellen müssen.

Ungeahnte Dimensionen

Dass die bislang ermittelten Betrugsfälle nur die Spitze eines riesigen Eisbergs sind, darüber sind sich alle, die mit dem Thema befasst sind, einig. Da aber die wahren Zahlen nicht konkret auf dem Tisch liegen, ist es schwer, die Kräfte für den Kampf gegen den Betrug, die es ja gibt, zu bündeln. Kriminologen schätzen, dass von den jährlichen Ausgaben im Bereich der ambulanten Pflege in Höhe von circa 20 Milliarden Euro bis zu zehn Prozent dem Abrechnungsbetrug zum Opfer fallen. Die AOK Bayern hat deshalb verstanden, dass es sich für sie lohnt, Arbeitsplätze für Ermittler zu schaffen. Sie argumentiert sehr nachvollziehbar: Wenn uns von unseren Umsätzen nur ein Prozent durch Betrug verloren geht, dann sind gleich 25 Millionen Euro futsch.

Es ist wahrlich nicht einfach, das schöne viele Geld von den Kriminellen zurückzuholen. Pflegedienste mit krimineller Energie haben die Planung ihrer Insolvenz schon längst in der Schublade, bevor sie ihren Laden offiziell anmelden. Wird ihr Betrug enttarnt, verschwinden sie von der Bildfläche und eröffnen wenig später eine neue Firma unter anderem Namen in einem anderen Bundesland. Was fehlt, ist eine bundesweite Betrugsdatenbank, um einen Informationsaustausch unter den vielen verschiedenen Krankenkassen in unseren 16 Bundesländern zu gewährleisten.

Seit dem Jahresende 2016 sind die „Medizinischen Dienste der Krankenkassen“ (MDK) mit neuen Prüfregeln endlich dazu übergegangen, sowohl die Qualität ambulanter Pflege als auch die damit verbundenen Abrechnungen zu kontrollieren. Diese Maßnahme brachte es mit sich, dass die Anzahl externer Hinweise auf eventuelle Betrugsfälle angezogen hat. Die bisherige Praxis, dass die MDK-Prüfer ihr jährliches Erscheinen bei den Pflegediensten im Vorfeld anmelden, muss natürlich aufhören.

Wie oben bereits erwähnt wurde, ist hier von organisierter Kriminalität die Rede. Betrogen werden von einem größeren Pflegedienst zugleich mehrere Kassen, das heißt, das ganze Ausmaß des Betruges kann überhaupt erst dann augenscheinlich werden, wenn die verschiedenen Kassen in der Sache endlich eng zusammenarbeiten würden. Schon vor zehn Jahren hatte der Bundesrechnungshof auf eine engere Zusammenarbeit gedrungen, passiert ist aber fast nichts, weil sich die Kassen in erster Linie gegenseitig als Konkurrenten auffassen und sich nicht in die Karten schauen lassen wollen.

Homöopathie im Aufwachraum – Patienten erhalten in diesem Krankenhaus homöopathische Mittel

In Anbetracht dessen, dass im Mai dieses Jahres die Homöopathie auf dem Deutschen Ärztetag in Erfurt abgeschafft werden sollte, ist es gut, dass dieses Naturheilverfahren in manchen Kliniken nach wie vor bereitwillig und sehr erfolgreich eingesetzt wird.

Bewährt ist die Homöopathie auch im Aufwachraum nach Operationen – und ich rate Patienten regelmäßig auch dazu, diese Mittel nach einer Operation einzunehmen.

Aber: Ist die Homöopathie denn eine ernstzunehmende Heilmethode?

Immer wieder löst die Homöopathie heftige, kontroverse Diskussionen aus. Handelt es sich hierbei um eine wirksame Heilkunde oder steckt nur ein Placebo-Effekt, also eine Einbildung auf der Grundlage frommen Glaubens, dahinter? Diesen Fragen bin ich bereits in mehreren Beiträgen gefolgt, u.a.:

UND: da gibt es die ganz eindeutigen und nicht von der Hand zuweisenden Therapie-Erfolge durch praktizierende Homöopathen, die die Anhängerschaft der Homöopathie stetig erweiterten. Eine Studie der Barmer GEK und der Bertelsmann Stiftung weist zum Beispiel nach, dass erstaunlich viele Menschen in Deutschland von der positiven Wirkung der Homöopathie überzeugt sind. Dazu wurden knapp 7.000 Patienten befragt, über 80 Prozent von ihnen bestätigten, dass sich ihre Gesundheit durch die homöopathischen Anwendungen verbessert hat (siehe auch mein Beitrag: Vertrauen in die Homöopathie steigt). Andere Untersuchungen wiesen nach, dass inzwischen ungefähr 50 Prozent der Menschen in Deutschland schon mindestens einmal jene Arzneikügelchen, die als Globuli bezeichnet werden, genommen haben.

Homöopathie nach der OP

Aus diesen und anderen guten Gründen öffnen sich immer mehr Schulmediziner homöopathischer Anwendungen. Heute haben schon mehr als 7.000 Ärzte eine homöopathische Zusatzausbildung absolviert. In der Folge hat die Homöopathie sogar in deutschen Krankenhäusern Einzug gehalten.

Das St. Josef-Krankenhaus in Engelskirchen in der Nähe von Köln zum Beispiel versucht, seine Patienten während der ersten Zeit nach einer Operation homöopathisch zu unterstützen. Jeder möchte nach einer OP wieder so schnell wie möglich auf die Beine kommen. Doch unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen sind nicht selten unmittelbar nach so einem schwerwiegenden Eingriff. Daher hat man sich dort dazu entschlossen, im Aufwachraum ergänzend zu schulmedizinischen Maßnahmen auch homöopathische Therapien anzuwenden. Das Programm wurde von der Fachärztin für Anästhesie Beate Els, die zugleich Homöopathin ist, entwickelt.

Den OP-Kater mit vier Mitteln vertreiben

Vor jeder Narkose wird mit dem Patienten ein Gespräch geführt. Wer danach der homöopathischen Anwendung zustimmt, erhält ergänzend 20 Tropfen einer Viermittelkombination bestehend aus:

Das Ziel ist die allgemeine Unterstützung der Regeneration im Verein mit einer Reduzierung von Narkose-Nebenwirkungen wie Übelkeit, Atemprobleme oder Verstopfung.

Tatsächlich können durch die Homöopathie der Allgemeinzustand verbessert werden und Wunden schmerzfreier, schneller und mit weniger Komplikationen verheilen. Insbesondere Arnika ist hierbei ein sehr wertvolles Mittel, das sich auch bei Operationstraumen gut bewährt hat. Wie homöopathische Mittel angenommen werden und bei welchen Operationen diese sich besonders gut eignen, können Sie in unserem Beitrag „Wie Sie sich mit Homöopathie auf eine Operation vorbereiten und die Wundheilung verbessern können“ nachlesen: www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/operation.html

Die am besten geeigneten Mittel zur Wundbehandlung und Wundheilung werden hier behandelt: www.yamedo.de/heilverfahren/homoeopathie/Wundbehandlung-Wundheilung.html

Auf die Homöopathie nach der OP setzen immer mehr Kliniken

Postoperative Beschwerden können mit einer ergänzenden homöopathischen Therapie fast ohne Nebenwirkungen gelindert werden, steht in einem Infoblatt des Klinikums der Region Hannover geschrieben. Ganz ähnlicher Überzeugung sind die orthopädischen Atos-Kliniken in Köln. Sie alle sind von dem Slogan „die Zukunft der Medizin ist integrativ“ überzeugt. Dennoch tendierte die aktuelle Beschlusslage des Ärztetages zunächst dahin, dass der Begriff Homöopathie nicht mehr werbend auf Praxisschildern verwendet werden darf. Bislang war diese Zusatzbezeichnung unter der Voraussetzung bestimmter Weiterbildungen durch die Ärztekammern zugelassen.

Die Gegner der Homöopathie konzentrieren sich vor allem in dem sogenannten Münsteraner Kreis. Doch die organisierte Ärzteschaft setzte sich schließlich mit der überarbeiteten Muster-Weiterbildungsverordnung (WBO) mehrheitlich durch. Danach dürfen alle weitergebildeten Ärzte ihre Leistungen weiterhin plakativ um den Bereich der Homöopathie erweitern. Diese Entscheidung ist zugleich als Bestätigung des therapeutischen Nutzens der Homöopathie durch die deutsche Ärzteschaft zu werten.

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